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Datenkrake Google
Ein aktueller Artikel im SpOn greift erneut die Debatte um Google, Datensammelwut, Privatsphäre etc. auf.
Ich persönlich habe eigentlich wenig Angst, dass ich „ausspioniert“ werde. Google automatisiert die Daten und erstellt Profile für passende Werbung. Aber ich bezweifle, dass auch nur irgendein Google-Mitarbeiter meine Seiten, meinen Namen oder sonstwas kennt. Anders aber bei der Vorratsdatenspeicherung. Quasi alles Persönliche ist für reale Personen einsehbar und interessiert diese Personengruppen nur in Bezug auf „gläserner Bürger“ - bei Google erledigen das Maschinen, denen es - bezogen auf mich persönlich - herzlich egal ist, wonach ich Suche, ob nach legalen oder illegalen Sachen etc.
Wieso gibt es eigentlich immer noch so viel Misstrauen gegenüber Google? Die wirklich „gefährlichen“ Informationen können sich reale Menschen viel eher anhand bspw. Profilen aus sozialen Netzwerken etc. zusammenbasteln (Stichwort: Chef sucht Bewerber im Internet), solche Interessen verfolgt Google meiner Meinung nach nicht...
Ich persönlich habe eigentlich wenig Angst, dass ich „ausspioniert“ werde. Google automatisiert die Daten und erstellt Profile für passende Werbung. Aber ich bezweifle, dass auch nur irgendein Google-Mitarbeiter meine Seiten, meinen Namen oder sonstwas kennt. Anders aber bei der Vorratsdatenspeicherung. Quasi alles Persönliche ist für reale Personen einsehbar und interessiert diese Personengruppen nur in Bezug auf „gläserner Bürger“ - bei Google erledigen das Maschinen, denen es - bezogen auf mich persönlich - herzlich egal ist, wonach ich Suche, ob nach legalen oder illegalen Sachen etc.
Wieso gibt es eigentlich immer noch so viel Misstrauen gegenüber Google? Die wirklich „gefährlichen“ Informationen können sich reale Menschen viel eher anhand bspw. Profilen aus sozialen Netzwerken etc. zusammenbasteln (Stichwort: Chef sucht Bewerber im Internet), solche Interessen verfolgt Google meiner Meinung nach nicht...
Banken haben sensiblerere Daten von uns, die regelmässig geklaut und verkauft werden. Die Einwohnermeldeämter verhöckern unsere Daten zu Schleuderpreisen. Der Bundesnachrichtendienst findet illegal erworbene Daten auch nicht so schlimm. Provider die wirklich wissen wo wer surft speicheren fleissig alles mit. Usw. Ich weiss nicht wirklich etwas darüber, aber wenn wäre Google sicher meine letzte Sorge. Ist dieser Bundestrojaner eigentlich schon im Umlauf?
Martin R. schrieb am 08.02.10, 20:13 Uhr:
Banken haben sensiblerere Daten von uns, die regelmässig geklaut und verkauft werden. Die Einwohnermeldeämter verhöckern unsere Daten zu Schleuderpreisen. Der Bundesnachrichtendienst findet illegal erworbene Daten auch nicht so schlimm. Provider die wirklich wissen wo wer surft speicheren fleissig alles mit. Usw. Ich weiss nicht wirklich etwas darüber, aber wenn wäre Google sicher meine letzte Sorge.
gut zu wissen, dass nicht alle google-paranoia haben...
Martin R. schrieb am 08.02.10, 20:13 Uhr:Das ist im Prinzip auch genau meine Ansicht. Im Gegensatz zu Einwohnermeldeämtern, BND und ISPs, ist für Google das Vertrauen der User überlebenswichtig und Google wird es sich 3 mal überlegen ob es seine Daten missbraucht. Das hat weniger mit „don't be evil“ zu tun. Das is einfach „don't be stupid“. Kein Wunder, dass es bisher in dem Zusammenhang noch keinen einzigen Skandal bei Google gab. Solange das so bleibt und mein Vertrauen nicht entäuscht wird, werd ich auch weiterhin so gut wie jeden Google Service nutzen.
Banken haben sensiblerere Daten von uns, die regelmässig geklaut und verkauft werden. Die Einwohnermeldeämter verhöckern unsere Daten zu Schleuderpreisen. Der Bundesnachrichtendienst findet illegal erworbene Daten auch nicht so schlimm. Provider die wirklich wissen wo wer surft speicheren fleissig alles mit. Usw. Ich weiss nicht wirklich etwas darüber, aber wenn wäre Google sicher meine letzte Sorge.
mir ist dieses google-sammel gedöns genauso juck wie das staat-sammelgedöns.
der spruch klingt platt, ist alt und langweilig - aber ist so: ich hab nichts zu verbergen.
und wenn jemand seinen voyorismus ausleben muß - bittesehr. verhindern kann ich es eh nicht.
und es ist mir auch scheißegal, ehrlich gesagt.
so.
der spruch klingt platt, ist alt und langweilig - aber ist so: ich hab nichts zu verbergen.
und wenn jemand seinen voyorismus ausleben muß - bittesehr. verhindern kann ich es eh nicht.
und es ist mir auch scheißegal, ehrlich gesagt.
so.
animal schrieb am 08.02.10, 21:55 Uhr:
ich hab nichts zu verbergen
Ach komm. Das ist doch Blödsinn. Stell dir vor, dir folgt jemand auf Schritt und Tritt. Egal wo du gehst, dieser jemand ist dabei und beobachtet dich und notiert sich was tust. Selbst beim Kacken steht er daneben, reicht dir Klopapier und macht Notizen. Nachts sitzt er neben deinem Bett und starrt dich an. Ohne Pause.
Würde dir das gefallen?
Genau darauf würde es hinauslaufen, wenn jeder sagen würde „Macht nur. Ich habe ja nichts zu verbergen.“ Dann kannst du deine Privatsphäre auch gleich in die Tonne kloppen und nackt in einem Haus aus Glas wohnen. Okay, du brauchst dir darüber vielleicht wirklich keine Platte mehr machen, aber denk mal an diejenigen die nach dir kommen. Die werden sich schön bedanken.
Was Google macht ist dagegen lächerlich. Der ganze Quatsch soll wieder nur von den regierungseigenen Manövern ablenken.
animal schrieb am 08.02.10, 21:55 Uhr:
mir ist dieses google-sammel gedöns genauso juck wie das staat-sammelgedöns.
der spruch klingt platt, ist alt und langweilig - aber ist so: ich hab nichts zu verbergen.
und wenn jemand seinen voyorismus ausleben muß - bittesehr. verhindern kann ich es eh nicht.
und es ist mir auch scheißegal, ehrlich gesagt.
so.
Staatsammelgedöns ist ein niedliches Wort für den Missbrauch, der vom Rechtsstaat betrieben wird.
Und wenn man zwischendurch wieder vor Augen geführt bekommt, was das tatsächlich für direkte Folgen haben kann (Beispiel Elena, s.u.), dann kann einem das doch nicht egal sein.
Link zum Video
Privatsphäre in der Tonne, marx, ich hätts nicht besser sagen können.
animal schrieb am 08.02.10, 21:55 Uhr:
der spruch klingt platt, ist alt und langweilig - aber ist so: ich hab nichts zu verbergen.
dass du nichts zu verbergen hast, spielt aber leider keine rolle. es geht darum, dass man etwas findet, wenn man etwas finden will.
Was Google da macht, ist aber nichts im Vergleich zu dem, was die Bundesregierung macht und plant.
Von daher ist es totaler Blödsinn als oberste Datenschützerin gegen Google und Streetview zu wettern, wenn der eigene Arbeitgeber die viel schlimmere Datenkrake ist.
Von daher ist es totaler Blödsinn als oberste Datenschützerin gegen Google und Streetview zu wettern, wenn der eigene Arbeitgeber die viel schlimmere Datenkrake ist.
animal schrieb am 08.02.10, 21:55 Uhr:
mir ist dieses google-sammel gedöns genauso juck wie das staat-sammelgedöns.
der spruch klingt platt, ist alt und langweilig - aber ist so: ich hab nichts zu verbergen.
und wenn jemand seinen voyorismus ausleben muß - bittesehr. verhindern kann ich es eh nicht.
und es ist mir auch scheißegal, ehrlich gesagt.
so.
Es geht ja nicht um Voyeurismus sondern um Kontrolle, die mögliche Manipulation und illegale Anwendung unserer persönlichen Daten. Es geht um deine und meine Freiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit usw. Schon jetzt haben viele Interessengruppen starken Einfluss z.B. auf die Massenmedien und uns. Ich könnte jetzt viel schreiben, aber nur soviel: man stelle sich einen Staat vor, der über sämtliche Informationen seiner Bürger verfügt - nichts ist geheim. Es wäre wie auf einem kleinen Dorf auf dem Land, nur schlimmer, da du nicht wegziehen kannst. Wenn nur einer etwas „anders“ wäre, eine andere, extremere Meinung hätte, politisch etwas mehr links oder rechts wäre. Was glaubst du würde passieren?
Darüberhinaus kostet der ganze, staatliche Überwachungsschwachsinn sowas von viel Geld, unser Steuergeld. Darüber scheint sich niemand aufzuregen.
Dieser Text ist nur für Mitglieder sichtbar.
bullitt schrieb am 09.02.10, 09:48 Uhr:
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Das haben sie bei den Banken in der Schweiz auch gedacht
Datensammlung – egal von wem und wo – ist immer «gefährlich».
marx schrieb am 09.02.10, 10:18 Uhr:
So einen Staat hatten wir schon mal. Zum Glück gibt es den nicht mehr.
Genau. Und ist es nicht schön zu wissen, dass die Menschen aus Fehlern lernen und sich Geschichte nie wiederholen wird?
ich hab vom jetzt geredet. da erfahre ich keinen spürbaren nachteil.
ihr redet vom „was wäre wenn“ und malt horrorszenarien.
wenn es so wie von einigen beschrieben hier kommen würde, hätte ich auch was dagegen. logo.
ihr redet vom „was wäre wenn“ und malt horrorszenarien.
wenn es so wie von einigen beschrieben hier kommen würde, hätte ich auch was dagegen. logo.
Joah, das sehe ich.
Aber Glaube allein …
„Los, wir schenken irgendeinem Schurkenstaat ein paar atomare Sprengköpfe, ich glaube nicht, dass die damit was Böses tun werden.“
So hört sich das für mich an. Warum nicht einfach schon von vornherein versuchen dagegen anzugehen, dass die Möglichkeit für solche Horrorszenarien überhaupt besteht? Dann muss man auch nicht hoffen, dass man an das richtige geglaubt hat.

„Los, wir schenken irgendeinem Schurkenstaat ein paar atomare Sprengköpfe, ich glaube nicht, dass die damit was Böses tun werden.“
So hört sich das für mich an. Warum nicht einfach schon von vornherein versuchen dagegen anzugehen, dass die Möglichkeit für solche Horrorszenarien überhaupt besteht? Dann muss man auch nicht hoffen, dass man an das richtige geglaubt hat.
dann muß man am besten in die politik gehen.
ich sehe das tatsächlich so, dass das die aufgabe anderer und nicht meine ist. ich leiste meinen beitrag dann bei wahlen.
e:
ich sehe das tatsächlich so, dass das die aufgabe anderer und nicht meine ist. ich leiste meinen beitrag dann bei wahlen.
e:
ich habe vor kurzem einen Bericht in 3sat gesehen, in dem ein Uni Prof. eine Arbeit verfasst hat in der spezielle Wörter (aus dem Kontext gezogene) benutzt wurden, die von der Budesregierung gefiltert wurden. Er wurde daraufhin vom BKA minütlich überwacht (inzwischen schon seit 2 Jahren), alles wurde Protokolliert und selbst nach der Gerichtsverhandllug wird er wohl immer noch überwacht. Seine Freunde wurden dann auch überwacht... also verbergen hin oder her, wenn jemand was in falschen Hals bekommt, kann das üble Folgen haben. Als das BKA auch seine Bankdaten überprüft hat wurde ihm einfach das Konto gekündigt... das ist wie in China, nur rechnet hier keiner mit.
Über diese Ausgabe von scobel bin ich vorhin gestolpert. Obwohl ich heut früh ins Bett wollte kam ich nicht weg. Passt im weitesten Sinne in diesen Thread, wenn auch viel allgemeiner. Aber wirklich hochinteressant und unbedingt empfehlenswert.
Markus schrieb am 11.02.10, 14:54 Uhr:
Beispiel für die Macht, die Google schon hat, oder ausüben kann, wenn sie dann wollen.
Ist halt noch ein sehr frühes Stadium, aber langsam wird's ja echt 1984 mässig. Wenn die Informationen nicht mehr «verfügbar» sind, kann sich auch niemand mehr informieren. «Nicht bei Google zu finden» wird ja schon heute von vielen mit «Gibt es nicht» gleichgesetzt.
Hä?
Worauf willst du mit dem Link hinaus?
