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Es war einmal ein Horst
Hm...das finde ich jetzt wirklich überraschend:
Horst Köhler tritt zurück (
)
Und ausnahmsweise interessieren mich die Gründe hier mal wirklich
...ich fand ihn gut.
Edit: Wenn das Afghanistan-Statement (was nicht mals auf den Afghanistan-Einsatz bezogen war) tatsächlich den Ausschlag gegeben hat, dürfen sich all die politschen Dummschwätzer ja mal wieder freuen
Horst Köhler tritt zurück (
Und ausnahmsweise interessieren mich die Gründe hier mal wirklich
Edit: Wenn das Afghanistan-Statement (was nicht mals auf den Afghanistan-Einsatz bezogen war) tatsächlich den Ausschlag gegeben hat, dürfen sich all die politschen Dummschwätzer ja mal wieder freuen
Mal sehen, was da jetzt für ein Horst die Nachfolge antritt.
Ich fand ihn auch gut, zumal er - soweit ich das mitbekommen habe - auch klar und deutlich seine Meinung kundgetan hat. Vielleicht hat das den lieben Mitregierenden nicht ganz so gepasst.
Ich fand ihn auch gut, zumal er - soweit ich das mitbekommen habe - auch klar und deutlich seine Meinung kundgetan hat. Vielleicht hat das den lieben Mitregierenden nicht ganz so gepasst.
Seine Gründe stehn doch da:
Als Grund nannte das Staatsoberhaupt die Kritik an seinen Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz. Er vermisse den Respekt vor seinem Amt.
Die Unterstellung, er habe einen grundgesetzwidrigen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen befürwortet, entbehre jeder Rechtfertigung, sagte Köhler. Das lasse den notwendigen Respekt vor dem höchsten Staatsamt vermissen.
Hans schrieb am 31.05.10, 14:24 Uhr:
Seine Gründe stehn doch da:
Als Grund nannte das Staatsoberhaupt die Kritik an seinen Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz. Er vermisse den Respekt vor seinem Amt.Die Unterstellung, er habe einen grundgesetzwidrigen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen befürwortet, entbehre jeder Rechtfertigung, sagte Köhler. Das lasse den notwendigen Respekt vor dem höchsten Staatsamt vermissen.
Ja - jetzt...stand vorher noch nichts weiteres dazu in dem Artikel
ich finde seinen rücktritt auch scheisse, aber als bundespräsi sollte er eigentlich nicht so empfindlich sein, wie sich das jetzt darstellt
Köhler sagte, er habe Bundesratspräsident Jens Böhrnsen (SPD) über seinen Schritt informiert. Böhrnsen übernimmt vorübergehend die Amtsgeschäfte.
Das heisst ja wir werden wieder quasi SPD regiert
Editiert: 31.05.10, 21:28 Uhr
Ziemlich schade wie ich finde. Fast der einzige aus der oberen Etage den ich überhaupt mag.Der Grund scheint allerdings mehr als schwach.
Hans schrieb am 31.05.10, 14:24 Uhr:wobei ich die aussage schon auch etwas seltsam finde. da dürfte wesentlich mehr dahinter stecken.
Seine Gründe stehn doch da:
Als Grund nannte das Staatsoberhaupt die Kritik an seinen Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz. Er vermisse den Respekt vor seinem Amt.Die Unterstellung, er habe einen grundgesetzwidrigen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen befürwortet, entbehre jeder Rechtfertigung, sagte Köhler. Das lasse den notwendigen Respekt vor dem höchsten Staatsamt vermissen.
keine ahnung, wie die nachfolge geregelt ist (muss aber mit sicherheit ne neue bundesversammlung geben?), gab's ja noch nie in der geschichte der brd.
vielleicht will er damit ein zeichen setzen … er war ja immer einer, der sich gerne mit seiner meinung eingemischt hat und die politiker auch mal gerne in ihre schranken gewiesen hat. (hat sich geweigert, unausgereifte gesetze zu unterschreiben etc … )
finde es auch eher schade. bin auf den nachfolger gespannt.
finde es auch eher schade. bin auf den nachfolger gespannt.
nicht zu vergessen: er setzt damit auch merkel unter druck. wobei sie im ersten augenblick nichts mit dessen rücktritt zu tun hat. aber so ein plötzlicher rücktritt gibt auch kein gutes licht auf die amtierende regierung. schauen wir mal …
faiblehaft schrieb am 31.05.10, 14:30 Uhr:
wobei ich die aussage schon auch etwas seltsam finde. da dürfte wesentlich mehr dahinter stecken.
Das meine ich ja auch - mir kommt die Begründung irgendwie wie ein Vorwand vor
Ich finde schon dass wir hier einen guten Bundespräsidenten verlieren - er hat sich eingemischt, hatte trotz seines CDU-Parteibuches in seinen Denkweisen kein CDU-vernebeltes Weltbild sondern man konnte ihn meiner Meinung nach wirklich als „Bundespräsident des Volkes“ bezeichnen.
Bin mal echt gespannt was nun folgen soll - ich erinnere mich ja ehrlich gesagt nicht allzu gerne an die andere Kandidatin bei der letzten Wahl
Hoffentlich suchen sich die Parteien nicht so totale Pflaumen als Kandidaten, jemand charismatisches fänd ich ganz angebracht. Als Köhler gewählt wurde kannte den allerdings auch keiner.
mente schrieb am 31.05.10, 14:37 Uhr:
Hoffentlich suchen sich die Parteien nicht so totale Pflaumen als Kandidaten, jemand charismatisches fänd ich ganz angebracht. Als Köhler gewählt wurde kannte den allerdings auch keiner.
Aber er hatte von Anfang an ein charismatisches und eines „Staatsoberhauptes“ würdiges Auftreten wie ich finde. Aber ich befürchte wirklich dass es jetzt erst mal ne große Pflaumenernte geben wird bei den Leuten die unsere lieben Parteien in letzter Zeit so aufbieten
Der neue niedersächsische SPD-Chef Olaf Lies hat Margot Käßmann als mögliche Nachfolgerin von Horst Köhler ins Spiel gebracht. „Nun ist es an der Zeit, dass jemand, der die Sorgen und Nöte der Menschen fest im Blick hat, wie zum Beispiel Margot Käßmann, dieses Amt ausfüllt“, sagte Lies.
Quelle: Bild.de
stussy schrieb am 31.05.10, 14:22 Uhr:
hmm, insgesamt hat er aber mitunter weniger kontur gehabt als seine vorgänger.
Einer der wenigen aufrichtigen Politiker in Deutschland. Umso aufrichtiger, dass er zurücktritt, wenn er meint, in seinem Amt nicht mehr den Respekt genießen zu können, den er sollte.
Was bliebe ihm denn noch? Ich bin auch geschockt, aber ich denke, er setzt damit das richtige Signal und für seine politische Laufbahn ist es fast schon charakteristisch, dass er es auch mit seinem Abgang den Politikern nicht leicht gemacht hat.
Was bliebe ihm denn noch? Ich bin auch geschockt, aber ich denke, er setzt damit das richtige Signal und für seine politische Laufbahn ist es fast schon charakteristisch, dass er es auch mit seinem Abgang den Politikern nicht leicht gemacht hat.
Warum muss ich an von Guttenberg denken, wenn ich hier die Antworten so lese? Wahrscheinlich, weil man bei beiden Personen eigentlich gar nicht so recht weiß, was sie eigentlich getan haben, aber sie sehen gepflegt und adrett aus und wissen sich auszudrücken, da sind sie einem sofort sympathisch, das sind doch mal wirklich gute Politiker 
Vllt beurteilen ihn manche ja wirklich nach dem, was er geleistet hat, aber ich ziehe aus dem, was ich so von ihm mitbekommen habe, andere Schlüsse und lande bei der Aussage: gut, dass er gegangen ist.
Ganz seltsam mutet mir Köhlers Aussage in seiner Rücktrittserklärung an, es mangele ihm an Respekt vor seinem Amt. Ein Bundespräsident äußert sich (erm, missverständlich) zu einem wichtigen Thema und empfindet Kritik daran als respektlos? Muss man also hinnehmen, was das Staatsoberhaupt so von sich gibt? Zumal ich seine Äußerungen im Afghanistan-Interview auch nicht wirklich missverständlich interpretieren kann, und manch ein Befürworter Köhlers anscheinend auch nicht - da fallen Sätze wie „warum greift man ihn an? Endlich sagt mal jemand, wie es wirklich ist!“ Also bitte, was ist das denn für ein Argument? Er beschreibt den IST-Zustand, also muss man jubeln? Nein, da muss man laut werden und schnellstens Änderungen fordern! Was ist denn das für eine verquere Logik - Kriege führt man aus wirtschaftlichen Interessen, endlich sagt's jemand offen, lobpreisen wir ihn für seine Ehrlichkeit! Oh man, da kann ich mir echt nur fassungslos an den Kopf greifen. Da gibt's kein Lob, da muss es harte Worte hageln. Und wenn ein Staatsoberhaupt dann beleidigt, weil nicht genügend respektiert, den Hut nimmt, dann nur zu.
Dann ist da noch die Sache mit den Klagen von Parlamentsmitgliedern vor dem Bundesverfassungsgericht. Köhler empfindet dies als eine Anomalie - was für ein Wort! Und was für ein Gedanke! Jaja, er meint damit ja nur die Fälle, in denen Gesetze angefochten werden, die verfassungsgemäß sind. Aber er lässt in seiner Ansprache geschickt außen vor, dass es etliche erfolgreiche Klagen vor dem BVG gab, die zum Sturz von bereits abgesegneten Gesetzen führten. Mag sein, dass manchmal versucht wird, über das BVG die Interessen einer Minderheit durchzusetzen, aber solche Versuche scheitern doch sowieso. Was aber nicht scheitert, sind die Klagen gegen verfassungswidrige Gesetze, und der Weg über das BVG ist daher niemals eine Anomalie, sondern ein notwendiges Mittel.
Hat er eigentlich inzwischen mal was zur Hartz-IV-Debatte beigetragen? Oder sich sonst irgendwie in die Tagespolitik eingemischt? Mir will einfach nichts einfallen.
Setzt einen Menschen an die Spitze, der schöne Reden schwingen kann, aber nie konkret wird („Wir müssen jetzt kämpfen und stark sein, dann überstehen wir die Krise!“ ), und schon sind alle zufrieden und finden sich gut regiert. Was er sich sonst noch so leistet, merkt kaum jemand, weil der Schein heller strahlt als das Sein. Ich nehme mich da nicht aus, ich hab auch nicht immer Lust, mich mit politischen Dingen zu beschäftigen und bekomme oft genug nur etwas mit, weil's gerade dick durch die Medien geht. Aber wenn ich dann Äußerungen lese wie
P.S. Wer mir etwas positives zeigen kann, dass Horst Köhler gelungen ist, der möge es mir zeigen! Ernsthaft.
Vllt beurteilen ihn manche ja wirklich nach dem, was er geleistet hat, aber ich ziehe aus dem, was ich so von ihm mitbekommen habe, andere Schlüsse und lande bei der Aussage: gut, dass er gegangen ist.
Ganz seltsam mutet mir Köhlers Aussage in seiner Rücktrittserklärung an, es mangele ihm an Respekt vor seinem Amt. Ein Bundespräsident äußert sich (erm, missverständlich) zu einem wichtigen Thema und empfindet Kritik daran als respektlos? Muss man also hinnehmen, was das Staatsoberhaupt so von sich gibt? Zumal ich seine Äußerungen im Afghanistan-Interview auch nicht wirklich missverständlich interpretieren kann, und manch ein Befürworter Köhlers anscheinend auch nicht - da fallen Sätze wie „warum greift man ihn an? Endlich sagt mal jemand, wie es wirklich ist!“ Also bitte, was ist das denn für ein Argument? Er beschreibt den IST-Zustand, also muss man jubeln? Nein, da muss man laut werden und schnellstens Änderungen fordern! Was ist denn das für eine verquere Logik - Kriege führt man aus wirtschaftlichen Interessen, endlich sagt's jemand offen, lobpreisen wir ihn für seine Ehrlichkeit! Oh man, da kann ich mir echt nur fassungslos an den Kopf greifen. Da gibt's kein Lob, da muss es harte Worte hageln. Und wenn ein Staatsoberhaupt dann beleidigt, weil nicht genügend respektiert, den Hut nimmt, dann nur zu.
Dann ist da noch die Sache mit den Klagen von Parlamentsmitgliedern vor dem Bundesverfassungsgericht. Köhler empfindet dies als eine Anomalie - was für ein Wort! Und was für ein Gedanke! Jaja, er meint damit ja nur die Fälle, in denen Gesetze angefochten werden, die verfassungsgemäß sind. Aber er lässt in seiner Ansprache geschickt außen vor, dass es etliche erfolgreiche Klagen vor dem BVG gab, die zum Sturz von bereits abgesegneten Gesetzen führten. Mag sein, dass manchmal versucht wird, über das BVG die Interessen einer Minderheit durchzusetzen, aber solche Versuche scheitern doch sowieso. Was aber nicht scheitert, sind die Klagen gegen verfassungswidrige Gesetze, und der Weg über das BVG ist daher niemals eine Anomalie, sondern ein notwendiges Mittel.
Hat er eigentlich inzwischen mal was zur Hartz-IV-Debatte beigetragen? Oder sich sonst irgendwie in die Tagespolitik eingemischt? Mir will einfach nichts einfallen.
Setzt einen Menschen an die Spitze, der schöne Reden schwingen kann, aber nie konkret wird („Wir müssen jetzt kämpfen und stark sein, dann überstehen wir die Krise!“ ), und schon sind alle zufrieden und finden sich gut regiert. Was er sich sonst noch so leistet, merkt kaum jemand, weil der Schein heller strahlt als das Sein. Ich nehme mich da nicht aus, ich hab auch nicht immer Lust, mich mit politischen Dingen zu beschäftigen und bekomme oft genug nur etwas mit, weil's gerade dick durch die Medien geht. Aber wenn ich dann Äußerungen lese wie
Und darum ist es eigentlich eine Anomalie im Leben unserer Demokratie, wie manche Bürger für ihre Interessen und politischen Ziele nicht mehr diskutieren, koalieren, demonstrieren, sondern eine Rechtsschutzversicherung abschließen oder einem “Prozessverein” beitreten und sich durch die Instanzen klagen.oder
„Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.“, dann kann ich diesen Mann nicht loben, sondern nur gutheißen, dass er nicht mehr unser Staatsoberhaupt ist.
P.S. Wer mir etwas positives zeigen kann, dass Horst Köhler gelungen ist, der möge es mir zeigen! Ernsthaft.
