»Fast jede Demonstration ist sinnlos.«

 


kathi
Veteran

22.04.09
17:53 Uhr
marx schrieb am 22.04.09, 11:10 Uhr:

Jan2.0 schrieb am 22.04.09, 11:05 Uhr:

nett aber sinnlos.

So wie heutzutage fast jede Demo. Trotzdem kann man ja mitmachen oder? ;)


rafftnix

darauf würd ich gern was schreiben. passt aber nicht in den thread. soll ich ein thema aufmachen, oder interessierts eh keinen hier?

darf ich mal fragen, wie du das gemeint hast? kannst du das mal erläutern? -)
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Michael H.
Veteran

22.04.09
17:54 Uhr
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kathi
Veteran

22.04.09
17:54 Uhr
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Jonis
Veteran

22.04.09
18:02 Uhr
ich finds wichtig und gut. ^^
(also jetzt kathi + neuer thread)
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marx
Veteran

22.04.09
18:06 Uhr
Okay in etwas längerer Form:

Ich finde es gut und wichtig, dass es Demos gibt. Man zeigt, dass man für irgendwas einsteht und einem gewisse Dinge wichtig sind. Ich war auch selber auf einigen Demos und bin mitmarschiert etc. Oftmals spielt ja auch das eigene Gewissen und die Moral eine Rolle z.B. wenn es gegen Nazis geht und was weiß ich noch alles. Aber ich kann beim besten Willen keine (friedliche) Demonstration nennen, die irgendeinen nennenswerten Effekt hatte. Daher ist mein subjektiver Eindruck eben der, dass Demos kaum einen Nutzen bringen, weil die Aufmerksamkeit, die man evtl. doch noch irgendwie bekommt (ist ja auch immer seltener der Fall) ziemlich schnell wieder im Medienrauschen verpufft.

So ungefähr hatte ich das gemeint. )
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Jonis
Veteran

22.04.09
18:13 Uhr
Editiert: 22.04.09, 18:19 Uhr
ich glaube ja, die letzten demos die wirklich was gebracht haben, waren die montagsdemos. (abgesehen von wirklich sinnvollen gegendemonstrationen wenn es um npd & co geht)

außerdem habe ich den eindruck, dass die deutschen ansich nicht das demo-volk sind im gegensatz zu z.b. frankreich ... oftmals aber auch weniger informiert.

persönlich gefällt mir aber auch die tatsache nicht, dass demos von der polizei aufgenommen werden, da funktioniert die einschüchterungstaktik vom innenminister echt super.

e: absatz eingebaut
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emil
Veteran

22.04.09
18:15 Uhr
marx schrieb am 22.04.09, 18:06 Uhr:

Aber ich kann beim besten Willen keine (friedliche) Demonstration nennen, die irgendeinen nennenswerten Effekt hatte.

Echt nicht? Vielleicht warst du zu jung aber es gab da mal so genannte Montagsdemos in der DDR, die den mehr oder weniger nennenswerten Effekt hatten, dass das geteilte Land wieder vereint wurde und schlussendlich der kalte Krieg beendet wurde. Aber was ist das schon. ;)


Link zum Video
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marx
Veteran

22.04.09
18:17 Uhr
emil schrieb am 22.04.09, 18:15 Uhr:

marx schrieb am 22.04.09, 18:06 Uhr:

Aber ich kann beim besten Willen keine (friedliche) Demonstration nennen, die irgendeinen nennenswerten Effekt hatte.

Echt nicht? Vielleicht warst du zu jung aber es gab da mal so genannte Montagsdemos in der DDR, die dazu geführt haben, dass das geteilte Land wieder vereint wurde und schlussendlich der kalte Krieg beendet wurde. Aber was ist das schon. ;)


Link zum Video

Ja okay, ich bin jetzt eher von den letzten 10–15 jahren ausgegangen. Da würde ich es wie jonis sehen, die Montagsdemos (ich komme aus Leipzig, natürlich kenne ich die ;)) waren so ziemlich die letzten wirksamen Demos.
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kathi
Veteran

22.04.09
18:17 Uhr
marx schrieb am 22.04.09, 18:06 Uhr:

Okay in etwas längerer Form:

Ich finde es gut und wichtig, dass es Demos gibt. Man zeigt, dass man für irgendwas einsteht und einem gewisse Dinge wichtig sind. Ich war auch selber auf einigen Demos und bin mitmarschiert etc. Oftmals spielt ja auch das eigene Gewissen und die Moral eine Rolle z.B. wenn es gegen Nazis geht und was weiß ich noch alles. Aber ich kann beim besten Willen keine (friedliche) Demonstration nennen, die irgendeinen nennenswerten Effekt hatte. Daher ist mein subjektiver Eindruck eben der, dass Demos kaum einen Nutzen bringen, weil die Aufmerksamkeit, die man evtl. doch noch irgendwie bekommt (ist ja auch immer seltener der Fall) ziemlich schnell wieder im Medienrauschen verpufft.

So ungefähr hatte ich das gemeint. )

Naja es kommt ja drauf an, was man erwartet. Sicher ist es nicht so, dass man sich zu ein paar tausend Leuten zusammenrottet und demonstriert und dann wird bundesweit plötzlich alles anders. Aber gehts beim Demonstrieren nicht auch darum, auf Denkweisen oder Probleme hinzuweisen, die andern Menschen möglicherweise nicht so bewusst oder aus dem Bewusstsein verschwunden sind?

Ich finde, Demonstrationen funktionieren ganz gut, um den Betrachter auf etwas aufmerksam zu machen und eine Interessensgruppe zu bilden.

Und: Es geht in der Politik doch meist darum, verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen. Wird eine Interessensgruppe sehr groß, kann sie plötzlich etwas bewirken. und dann ist eine Demo sogar sehr wohl ein Mittel, schnell etwas gravierendes zu ändern.
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marx
Veteran

22.04.09
18:19 Uhr
Ja klar. Sehe ich ja auch so. Aber genau diese Aufmerksamkeit geht sofort wieder flöten wie ich oben ja schrieb. Die Leute sind abgestumpft, nehmen nur mit einem Ohr das war, was durch die Medien rutscht und vergessen es gleich wieder.
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gamma55
Gast

22.04.09
18:25 Uhr
Editiert: 20.05.09, 12:01 Uhr
Dieser Beitrag wurde vom Mitglied gelöscht.
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kathi
Veteran

22.04.09
18:26 Uhr
marx schrieb am 22.04.09, 18:19 Uhr:

Ja klar. Sehe ich ja auch so. Aber genau diese Aufmerksamkeit geht sofort wieder flöten wie ich oben ja schrieb. Die Leute sind abgestumpft, nehmen nur mit einem Ohr das war, was durch die Medien rutscht und vergessen es gleich wieder.

Ich glaube nichtmal, dass man das so schwarz sehen muss. Wenn du eine Demo im Fernsehen siehst, von der Du nicht denkst, dass sie dich persönlich betrifft, hast du sie möglicherweise schnell wieder vergessen, ok. Anders siehts aus, wenn du dich mit der Thematik identifizieren kannst und möglicherweise mit der Demo deine Interessen vertreten werden (vielleicht auch ohne, dass du dir dieses Interesses vorher bewusst warst).
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marx
Veteran

22.04.09
18:27 Uhr
Mag sein, ja.
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Rusty
Veteran

22.04.09
18:38 Uhr
marx schrieb am 22.04.09, 18:19 Uhr:

Ja klar. Sehe ich ja auch so. Aber genau diese Aufmerksamkeit geht sofort wieder flöten wie ich oben ja schrieb. Die Leute sind abgestumpft, nehmen nur mit einem Ohr das war, was durch die Medien rutscht und vergessen es gleich wieder.

Das liegt sicherlich auch daran, dass dem Otto-Normal-Bürger hierzulande die Gründe für Demonstrationen meist nicht einleuchten. Die Sperrlisten und wofür die den Startschuss geben, das interessiert ja keinen außer uns jungen, netzaffinen Menschen. Genauso verhält es sich mit irgendwelchen Milchbauern oder G8-Gegnern (was die eigentlich wollen, hab ich selbst noch nicht so ganz kapiert).

Bei den Montagsdemonstrationen war dagegen ein ganzes Volk betroffen.



Zu der Aktion von Spreeblick: nett und gut gemeint, aber nach den deutlich massiveren Netz-Protesten gegen die Vorratsdatenspeicherung ist davon leider wirklich nichts, rein gar nichts zu erwarten.
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Majo
Überläufer

22.04.09
19:00 Uhr
marx schrieb am 22.04.09, 18:17 Uhr:

emil schrieb am 22.04.09, 18:15 Uhr:

marx schrieb am 22.04.09, 18:06 Uhr:

Aber ich kann beim besten Willen keine (friedliche) Demonstration nennen, die irgendeinen nennenswerten Effekt hatte.

Echt nicht? Vielleicht warst du zu jung aber es gab da mal so genannte Montagsdemos in der DDR, die dazu geführt haben, dass das geteilte Land wieder vereint wurde und schlussendlich der kalte Krieg beendet wurde. Aber was ist das schon. ;)


Link zum Video

Ja okay, ich bin jetzt eher von den letzten 10–15 jahren ausgegangen. Da würde ich es wie jonis sehen, die Montagsdemos (ich komme aus Leipzig, natürlich kenne ich die ;)) waren so ziemlich die letzten wirksamen Demos.

Aber dir ist klar, welcher unheimliche Druck da über Jahrzehnte zusammengekommen ist, bevor es zu diesen Demos kommen konnte?
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bogus
Veteran

22.04.09
19:13 Uhr
I thought we the people had a brain
I thought we the people had a say
Could've sworn I read it somewhere,
Might've seen it on a bumper sticker

I though we the people had a right
I guess we the people we're wrong
We the people always are
Let's go elect another god
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Knoth
Gast

22.04.09
19:20 Uhr
sowas nervt zwar immer, aber ich will auch mal was aus nem blog posten, was ich gerade zufällig zum thema geschrieben habe:
„Stell dir vor es ist Protest und keiner geht hin.“
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Malcolm
Veteran

22.04.09
20:14 Uhr
was die reichweite von demos angeht, halte ich es ein kleines bisschen wie marx. so richtig viel richten demos nicht an, wenn es nicht gerade wahlkampfzeit ist, oder „einer von denen da oben“ sich einen anderen vorteil verspricht.

erinnert sich noch jemand an die massiven demos gegen hartzIV?
und dem ergebnis?

jetzt haut mich..
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Knoth
Gast

23.04.09
01:43 Uhr
Demos haben wahrscheinlich nur Erfolg, wenn gefühlt alle betroffen sind und deswegen mitmachen. Ansonsten beteiligt sich nämlich die träge Masse nicht und ohne die Masse – haben Demos keinen Erfolg.

Wobei hier Erfolg schon wieder verschiedenen definiert sein kann. Ist es ausreichend ins Lokalblatt zu kommen oder muss es das Fernsehen sein? Sieht man ein aussagekräftiges Transparent? Gibt es Interviews mit den Demonstranten?
Kann man so etwas mit kleineren Aktionen (z. B. à la Greenpeace) auch erreichen?
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Christoph Woerner
Veteran

23.04.09
09:13 Uhr
demonstrationen haben immer dann erfolg, wenn die nächste wahl ansteht. wenn die masse an demonstranten eine ernstzunehmende zahl angenommen hat, um die nächste wahl zu beeinflussen, dann wird die demo erfolgreich sein.

leider wird häufig viel zu pauschal demonstriert. menschen verschaffen sich zu so vielen unterschiedlichen themen auf einer demo luft, dass die demo ihr druckmittel verliert: nämlich eine aussage zu schaffen.

lasst uns doch mal über streiks sprechen. ich muss immer lachen, wenn ich sowas sehe:



ist doch nicht ernstzunehmen, oder?
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Hans
Veteran

23.04.09
09:47 Uhr
aber die da oben über die du lachst … erreichen mit ihrem streik meistens was planlos

und eine demo gegen rechts, die verhindert, dass die sich erst überhaupt in bewegung setzen kann find ich auch nicht sinnlos.
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marx
Veteran

23.04.09
09:57 Uhr
japp, nur das demos gegen rechts gerne immer wieder in krawall und gewalt ausarten – auf seiten der nazigegner. guck dir das in leipzig mal an. das ist dann keine demo mehr, das ist einfach nur noch strunzdumm. und die friedlichen demos die nebenbei auch noch irgendwo stattfinden, die erreichen gar nichts, die nazis werden meist nur von der polizei am weitermaschieren gestoppt, damit die situation nicht vollends eskaliert.
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rotor
Veteran

23.04.09
10:19 Uhr
Demos sind doch nur ein kleiner, aber dafür sichtbarer Teil einer „Bewegung“. Vor allen Dingen ein sichtbarer Teil für Leute, die ausserhalb eben dieser Bewegungen stehen. Demonstrationen wären sinnlos, wen diese für sich alleine stehen, aber wann tun sie das schon?
Nehmen wir mal zwei Beispiele von Gruppen/Bewegungen, die inletzter Zet auf jeden Fall an großen Demonstrationen beteiligt waren, oder vielleicht sogar Initiatoren waren. Attac und CCC – beides Gruppierungen, die unter anderem auch auf Demos zu finden sind, erstere etwas mehr, zweitere demonstriert gerne auch mal zwischendurch – hat aber auch zu den großen Demos letztes Jahr beigetragen. Beide Gruppen haben ihren Schwerpunkt nicht in der Demoarbeit, sondern leisten teilweise Lobbyarbeit, treten an Politiker heran, beraten, geben Schriften und Stellungsnahem heraus etc. Da gibt es auf beiden Seiten sehr viel alltägliche Arbeit, die nichts mit Demonstrieren zu tun hat.
Und wenn dann unterwegs ein paar Demos gemacht werden, so gehören die einfach in den ausserpalamentarischen Kanon von Protest und politischer Arbeit. Zu sagen die Demos wären sinnlos ist viel zu kurz gedacht.
...Aber auch die kleinen Demos die wir „Großstädter“ kennen, also die 50-350 Leute Demos die immer wieder im Stadtbild stadfinden brauchen keine Rechtfertigung einer größeren Bewegung oder eines größeren Konzeptes, die haben auch Ihren Sinn und erfüllen gleich mehrere Zwecke. Sie werden natürlich ineffektiver, je weniger vor und nachbereitet wird. Aber selbst eine Spontademonstration von 20 Leuten kann diesen 20 Leuten etwas geben, was besser ist als einen weiteren Furz in seinen Sessel zu drücken.
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data.elmo
Gast

23.04.09
12:26 Uhr
Aber selbst eine Spontademonstration von 20 Leuten kann diesen 20 Leuten etwas geben, was besser ist als einen weiteren Furz in seinen Sessel zu drücken.

Recht hat er.

Ich finde rotor hat das ganz schön ausgedrückt. Natürlich mein ich nicht nur das kleine Zitat.
Jede Demo hat einen Sinn, zumindest wenn man die Demonstranten fragt. Man sollte den Sinn vielleicht nicht 'nur' in der Effektivität suchen. Klar, das oberste Ziel ist es etwas zu erreichen. Der Demonstrant hat das doch so oder so. Er hat, im Vergleich zu vielen anderen, den Wunsch & Mut gehabt seine Meinung klar zu stellen. Da ist der Sinn.
Schön ist es natürlich wenn man nicht alleine ist mit seiner Meinung & der Effekt wächst natürlich mit der Zahl der Meinungsvertreter.
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alexxxus
Veteran

23.04.09
14:42 Uhr
data.elmo schrieb am 23.04.09, 12:26 Uhr:

Jede Demo hat einen Sinn, zumindest wenn man die Demonstranten fragt.

na ja. das ist vielleicht ein wenig zu sehr in die andere richtung verallgemeinert. da gab es doch diese demo von schüler in einer uni (berlin?), die auch in den medien war. viele der angesprochenen hatten null plan, wofür oder wogegen sie sein sollten und eine ausstellung im foyer ist dabei auch noch demoliert worden.
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volderette
Überläufer

23.04.09
14:49 Uhr
Ich denke auch, dass Demonstrationen meistens keinen Einfluss haben, aber manchmal funktionierts eben doch und deswegen sollte weiter demonstriert werden. Demonstrationen müssen den Sachverhalt ja nicht unbedingt sofort ändern, es ist ja auch schon etwas gutes die „public awareness“ (wie heißt das nochmal auf deutsch?) für etwas zu steigern und somit auf lange Sicht was zu bewirken.

Das letzte Beispiel was mir jetzt gerade einfällt zum Thema sind die AGB von Facebook, die auf Grund von Beschwerden der Nutzer zurückgenommen wurden und jetzt zur Abstimmung gestellt werden. Auch wenns jetzt „nur“ Facebook ist, zeigt es doch, dass Demonstrationen was bewirken.
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faiblehaft
Dauergast

23.04.09
15:11 Uhr
alexxxus schrieb am 23.04.09, 14:42 Uhr:

data.elmo schrieb am 23.04.09, 12:26 Uhr:

Jede Demo hat einen Sinn, zumindest wenn man die Demonstranten fragt.

na ja. das ist vielleicht ein wenig zu sehr in die andere richtung verallgemeinert. da gab es doch diese demo von schüler in einer uni (berlin?), die auch in den medien war. viele der angesprochenen hatten null plan, wofür oder wogegen sie sein sollten und eine ausstellung im foyer ist dabei auch noch demoliert worden.

schülerdemos kannste eh knicken. die meisten „demonstranten“ sind auch nur da, weil die denn keine schule haben... sehen das ganze auch als wandertag an.verlegen

und ja, es war in berlin. die humboldt-universität wurde besetzt.
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kathi
Veteran

23.04.09
15:30 Uhr
Ich weiss gar nicht, was einige hier erwarten. Es wäre doch gar nicht realistisch, wenn jede Demonstration sofort Gehör bei der Regierung findet und die Wünsche der Demonstranten ohne Umschweife umgesetzt werden: die Anliegen entsprechen doch in den wenigsten Fällen denen der allgemeinen Mehrheit. Wenn sie allerdings doch der allgemeinen Mehrheit entsprechen, siehts schon wieder anders aus: die Demo kann dann sehr direkt wirken weil sie die Regierung entsprechend unter Druck setzt (siehe Montagsdemonstrationen) oder in den Köpfen von Nicht-Demonstranten bewirken, dass sie z.B. bei der nächsten Wahl entsprechend entscheiden.

Mag schon sein, dass eine Demonstration schon mal als willkommener Grund hergenommen wird, nicht zur Arbeit oder zur Schule gehen zu müssen. Ist wohl grad bei jüngeren Leuten auch menschlich. Aber das ist doch die Ausnahme und nicht die Regel.

Und: böse Demonstrationen, immer wird nur Krawall gemacht und Sachbeschädigung forciert.... und der arme Steuerzahler muss dann für den Schaden aufkommen. zzz
Dass schon mal die Fetzen fliegen können, liegt zugegeben in einigen Fällen an gewaltbereiten Minderheiten innerhalb der Demonstrationsgruppe, in anderen Fällen verselbstständigt sich einfach eine gruppendynamisch erzeugte Energie aus Wut, Frust oder wasweissich. Auch ziemlich menschlich. Oder sollten deshalb jetzt keine Demonstrationen mehr stattfinden? ouw
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kathi
Veteran

23.04.09
15:31 Uhr
marx schrieb am 23.04.09, 09:57 Uhr:

die nazis werden meist nur von der polizei am weitermaschieren gestoppt, damit die situation nicht vollends eskaliert.

na, wenn das mal kein erfolgreiches ergebnis einer demonstration gegen rechts ist. ;-)
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marx
Veteran

23.04.09
15:44 Uhr
Es hat aber nichts mehr mit der Demo zu tun, sondern nur mit den Spinnern, die lieber ihr Gewaltpotential und ihre Dummheit demonstrieren. Und auf solche „Demos“ kann ich gerne verzichten.
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