Superbundestag 2017 – M. vs. M.

News Politik
 
Weil es im Trump-Thread schon losging und mich unsortierte Threads wahnsinnig machen:

BUNDESTAGSWAHL 2017



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Schon mal bei Amazon geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
ich trag das mal hier rüber (danke =)

Mighty Mike schrieb am 29.01.17, 11:15 Uhr:

Die Welt soll nur Zuschauen wie Rechtspopulisten die Länder eines nach dem anderen an die Wand fahren. In 10 Jahren ist der Spuk dann vorbei.

Next up: Brexit Verhandlung.

twisted schrieb am 29.01.17, 12:18 Uhr:

Halte ich für eine sehr distanzierte und naive Darstellung der Situation. Politik, vor allem rechtsgerichtete, wirkt sich immer auch auf andere Länder aus. Die Welt, die Gesellschaft, die Wirtschaft ist globalisiert. Man kann das nicht als separate Länder mit klaren Grenzen betrachten, damit machst du es dir sehr einfach.
Und, ohne dich angfreifen zu wollen - exakt diese „Gelassenheit“ gegenüber aufkommendem Rechtspopulismus hat zwei Weltkriege ermöglicht.

Mighty Mike schrieb am 29.01.17, 13:28 Uhr:

Jaja, Weltkriege vor der Globalisierung. Dieser Logik folgend müsste mindestens einer in Südostasien, einer in Russland und mindestens zwei im Arabischen Raum angefangen haben.

Was schlägst du vor? Anschläge? Klassenkampf auf der Strasse? Mal wieder BULLENSCHWEINE!! und FICK DEN STAAT an die Banken sprayen? Komm schon, die geistige Unterschicht wird merken dass sie sich ins Bein geschossen hat und wieder vernünftige, nachhaltige Politik und Politiker wählen. Was denkst du wie die Untere Mittelschicht auf sowas reagiert? Mit Lobeshymnen und Wiederwahl?

osbow schrieb am 30.01.17, 09:20 Uhr:

Ich habe die leise Hoffnung, dass durch die Wahl Trumps einige der etablierten Parteien und der „vernünftigen“ Politiker Ihr Handeln und die Art wie Politik gemacht wird überdenken. Auch hoffe ich, dass Schulz (wenn er die Mehrheit bekommt) evtl. eine Wende einläuten kann. Wenn nicht, muss man sich wohl ein anderes Land suchen.

animal schrieb am 30.01.17, 11:46 Uhr:

Glaubst du wirklich daran, dass Schulz (und somit die SPD) die Mehrheit bekommen könnte? Und definiere Mehrheit. Mehr als die CDU? Oder die Mehrheit mit links und grün zusammen?
An wieviel Prozent glaubst du, was für die SPD durch ihn möglich sein könnte?

Und wie? Indem er Trump benutzt? (Um beim Thread-Thema zu bleiben)
Und du definierst ihn schon als vernünftigen Politiker? Wodurch ist er das?`Und von welcher Wende sprichst du?

emil schrieb am 30.01.17, 11:49 Uhr:

osbow schrieb am 30.01.17, 09:20 Uhr:

Handeln und die Art wie Politik gemacht wird überdenken. Auch hoffe ich, dass Schulz (wenn er die Mehrheit bekommt) evtl. eine Wende einläuten kann. Wenn nicht, muss man sich wohl ein anderes Land suchen.

Du klingst wie ein besorgter Danke-Merkel-Bürger.

grugru schrieb am 30.01.17, 12:01 Uhr:

Ich bin für ein Bündnis von AfD-FDP-Linke. Als Minderheitsregierung. honks

Tob. schrieb am 30.01.17, 12:31 Uhr:


Wer weiß, vielleicht gibt's ja dieses Jahr eine höhere Wahlbeteiligung, weil viele gesehen haben, was passieren kann, wenn man sich dem politischen Geschehen entzieht.

Die Ablehnung des NPD-Verbots seh auch noch als kleinen Sieg, dadurch könnten sich einige Wähler der AfD wieder abwenden um die echten Hardcore Nazis zu wählen.

osbow schrieb am 30.01.17, 12:44 Uhr:

animal schrieb am 30.01.17, 11:46 Uhr:

osbow schrieb am 30.01.17, 09:20 Uhr:

Mighty Mike schrieb am 29.01.17, 13:28 Uhr:

…und wieder vernünftige, nachhaltige Politik und Politiker wählen.

Ich habe die leise Hoffnung, dass durch die Wahl Trumps einige der etablierten Parteien und der „vernünftigen“ Politiker Ihr Handeln und die Art wie Politik gemacht wird überdenken. Auch hoffe ich, dass Schulz (wenn er die Mehrheit bekommt) evtl. eine Wende einläuten kann. Wenn nicht, muss man sich wohl ein anderes Land suchen.

Glaubst du wirklich daran, dass Schulz (und somit die SPD) die Mehrheit bekommen könnte? Und definiere Mehrheit. Mehr als die CDU? Oder die Mehrheit mit links und grün zusammen?
An wieviel Prozent glaubst du, was für die SPD durch ihn möglich sein könnte?

Und wie? Indem er Trump benutzt? (Um beim Thread-Thema zu bleiben)
Und du definierst ihn schon als vernünftigen Politiker? Wodurch ist er das?`Und von welcher Wende sprichst du?
Alleinige Mehrheit. Ob ich es glaube? Keine Ahnung (siehe Brexit & Trump). Und wie? Mit Themen, die einmal die SPD ausgemacht haben. Ich definiere ich nicht als „vernünftigen Politiker“. Ich hoffe es aber, da es in dieser Variante:

Hoffnungen werden auf Schulz gelegt Schulz gewinnt in der Amtszeit ändert sich nichts

für die Demokratie noch schlechter ausgehen wird. Den Begriff „Wende“ ich einem Satz zu beschrieben ist kaum möglich. Es sind viele Punkte die ich meine. Unter anderem, dass sich die Politik weniger nach den Großkonzernen richten und sich wieder mehr der Bevölkerung/dem Wähler (SPD) widmet. Vielleicht ist das auch naiv von mir gedacht. Trotzdem hoffe ich, dass Politik auch noch anders geht.




emil schrieb am 30.01.17, 11:49 Uhr:

osbow schrieb am 30.01.17, 09:20 Uhr:

Handeln und die Art wie Politik gemacht wird überdenken. Auch hoffe ich, dass Schulz (wenn er die Mehrheit bekommt) evtl. eine Wende einläuten kann. Wenn nicht, muss man sich wohl ein anderes Land suchen.

Du klingst wie ein besorgter Danke-Merkel-Bürger.
Bitte was? ouw Könntest du deine Aussage mit etwas mehr Inhalt füllen? Bevor es zum Missverständnis kommt: Ein anderes Land suchen, wenn die Rechtspopulisten an die Macht kommen.

animal schrieb am 30.01.17, 14:33 Uhr:

Deine erste Aussage hatte ja auch nicht wirklich Inhalt sondern viel Interpretationsspielraum.
Ich dachte da nämlich ähnlich wie Emil, deswegen fragte ich nach.


Spoiler (anzeigen):

und sollte die SPD mal die alleinige Mehrheit bekommen, wander ich aus lol

emil schrieb am 30.01.17, 14:39 Uhr:

osbow schrieb am 30.01.17, 12:44 Uhr:

Könntest du deine Aussage mit etwas mehr Inhalt füllen?

Ja.

„Danke Merkel“ ist der stereotype Ausdruck der Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung.

Das:
osbow schrieb am 30.01.17, 09:20 Uhr:

Ich habe die leise Hoffnung, […] einige der etablierten Parteien und der „vernünftigen“ Politiker Ihr Handeln und die Art wie Politik gemacht wird überdenken

klingt danach, als ob du ebenfalls massiv unzufrieden mit der Regierungssituation im Moment bist.
Und das klingt dann eben wie „Danke Merkel“ Und „Danke Merkel“ klingt eben nach besorgtem Bürger.
So einfach.

Ich sagte allerdings nur dass das so klingt. Nicht dass ich dich für so einen halte.
;)

osbow schrieb am 30.01.17, 16:27 Uhr:

Klar bin ich unzufrieden mit der Regierungssituation. Das hat aber in keiner Weise was mit der Flüchtlingspolitik zu tun. Ich beziehe mich da auf die wirtschaftliche Lage. Leiharbeit, niedrige Löhne, Altersarmut, usw.

Bin ich damit immer noch in der „Danke Merkel“-Ecke?

emil schrieb am 30.01.17, 16:36 Uhr:

emil schrieb am 30.01.17, 14:39 Uhr:

Ich sagte allerdings nur dass das so klingt. Nicht dass ich dich für so einen halte.

protten schrieb am 30.01.17, 16:56 Uhr:

Ich denke, für den Beschuldigten macht es keinen Unterschied, ob man sagt „du klingst so wie“ oder „du bist so“, weil man die Formulierung dann nur für eine höflich gemeinte Umschreibung hält die an der eigentlichen Botschaft vorbei geht.
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Ich finde Angela Merkel als Bundeskanzlerin gut.
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Jemand erwähnte es in etwa so auch schon auf Reddit: Wenn ich mir die politische Landschaft um uns herum gerade anschaue, bin ich einfach nur froh, dass wir einen Wahlkampf zwischen zwei weltoffenen und einigermaßen überlegten Demokraten haben, anstatt zwischen Populisten, Opportunisten und schlichtweg autokratischen Xenophoben. Ob nun Merkel, Schulz oder Özdemir, für mich zählt bei diesem Wahlkampf vor allem, die Rechten unter 15% zu halten.
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das schönste: es sind Politiker, keine Schauspieler und Volltrottel.
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emil schrieb am 31.01.17, 13:19 Uhr:

Ich finde Angela Merkel als Bundeskanzlerin gut.
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animal schrieb am 31.01.17, 17:59 Uhr:

emil schrieb am 31.01.17, 13:19 Uhr:

Ich finde Angela Merkel als Bundeskanzlerin gut.

leider die falsche partei
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Es ist schon so, dass die Nominierung Schulz‘ den politischen und demokratischen Diskurs kräftig beleben wird, oder? Es zeichnet sich ja schon ab, der plötzliche Mitgliederzuwachs für die SPD durch die ganzen Neueintritte, die neue Zuversicht in der Partei, das ist zweifellos etwas gutes. Vor allem Gabriel hat doch klug und geschickt agiert, oder wie sehen das die SPD-Experten hier, z.B. Jakob?

Mein Kandidat ist Schulz nicht, aber in Anbetracht der Tatsache, um was es bei der nächsten Wahl geht, ist ein Duell zwischen Merkel und Schulz eine gute Perspektive.
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Ich habe zwischen 1998 (erste Wahl) und 2005 SPD gewählt. Teilweise mit gesplitteten Stimmen (SPD/Grün). Einen Gabriel hätte ich auf keinen Fall gewählt, Schulz muss mich erstmal überzeugen, dass der Rest der Bundes-SPD nicht der selbe Verein ist.

Angela Merkel ist zwar gut für einigermaßen stabile Verhältnisse, aber abgesehen von ihren Aussagen zur Flüchtlingskrise wartet sie mir zu sehr ab und macht ihre Entscheidungen von Umfragen abhängig (und ihrem „Bauchgefühl“ Gleichstellung Homosexueller).

Eine große Koalition ist am Ende schlecht fürs Land. Aktuell haben wir eine Opposition die darauf angewiesen ist, dass man ihnen Redezeit zugesteht.
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Editiert: 31.01.17, 23:11 Uhr
Ja.kopp schrieb am 31.01.17, 15:20 Uhr:

Jemand erwähnte es in etwa so auch schon auf Reddit: Wenn ich mir die politische Landschaft um uns herum gerade anschaue, bin ich einfach nur froh, dass wir einen Wahlkampf zwischen zwei weltoffenen und einigermaßen überlegten Demokraten haben, anstatt zwischen Populisten, Opportunisten und schlichtweg autokratischen Xenophoben. Ob nun Merkel, Schulz oder Özdemir, für mich zählt bei diesem Wahlkampf vor allem, die Rechten unter 15% zu halten.

Verständlich, aber auch irgendwie ärgerlich oder? Diese Angst vor Veränderung. Wo doch der Status Quo zum Aufschwung der Rechtspopulisten geführt hat.

Ich würde mir ja mal echte Sozialpolitik wünschen. Und das die SPD das noch kann, glaub ich auch noch nicht, nur weil sich das Gesicht vorne dran ändert. Bei einer ernstzunehmenden sozialdemokratischen Partei wäre doch sowas wie Schwarz-Rot nicht mal ein Gedanke wert.

@Jakuub: Der Threadtitel ärgert mich ja schon ein Bischen. P In der BRD gibt es ja, im Vergleich zur USA, immerhin noch ein paar andere Typen und Tussis die Relevanz haben.
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joe schrieb am 31.01.17, 18:14 Uhr:

animal schrieb am 31.01.17, 17:59 Uhr:

emil schrieb am 31.01.17, 13:19 Uhr:

Ich finde Angela Merkel als Bundeskanzlerin gut.

leider die falsche partei

und die Richtige wäre?
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Tob. schrieb am 31.01.17, 20:53 Uhr:

Ja.kopp schrieb am 31.01.17, 15:20 Uhr:

Jemand erwähnte es in etwa so auch schon auf Reddit: Wenn ich mir die politische Landschaft um uns herum gerade anschaue, bin ich einfach nur froh, dass wir einen Wahlkampf zwischen zwei weltoffenen und einigermaßen überlegten Demokraten haben, anstatt zwischen Populisten, Opportunisten und schlichtweg autokratischen Xenophoben. Ob nun Merkel, Schulz oder Özdemir, für mich zählt bei diesem Wahlkampf vor allem, die Rechten unter 15% zu halten.

Verständlich, aber auch irgendwie ärgerlich oder? Diese Angst vor Veränderung. Wo doch der Status Quo zum Aufschwung der Rechtspopulisten geführt hat.

Ich würde mir ja mal echte Sozialpolitik wünschen. Und das die SPD das noch kann, glaub ich auch noch nicht, nur weil sich das Gesicht vorne dran ändert. Bei einer ernstzunehmenden sozialdemokratischen Partei ist sowas wie Schwarz-Rot nicht mal einen Gedanken wert.

ja
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Sehe ich auch ähnlich. Die SPD hat einen langen, langen Weg vor sich, bevor sie wieder ernsthaft glaubhaft sozialdemokratisch auftreten kann. Und ich befürchte ja, dass ein zu großer Hype um Schulz, die eigene Reflektionsfähigkeit zu stark einschränken würde. Dennoch besser Schulz als Gabriel.
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animal schrieb am 31.01.17, 20:56 Uhr:

joe schrieb am 31.01.17, 18:14 Uhr:

animal schrieb am 31.01.17, 17:59 Uhr:

emil schrieb am 31.01.17, 13:19 Uhr:

Ich finde Angela Merkel als Bundeskanzlerin gut.

leider die falsche partei

und die Richtige wäre?

klick
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lol

ok. das lass ich gerade nochmal durchgehen.
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Bei Anne Will fand ich, dass er extrem arrogant und überhaupt nicht authentisch rüber kam.

Spoiler (anzeigen):

Wie er der übers Maul gefahren ist, als er grad die Tante vollgesülzt hat … nein
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Editiert: 01.02.17, 00:01 Uhr
Ich bekenne mich mittlerweile ganz klar zu Merkel und will sie unterstützen, was natürlich bedeutet, dass ich – zum ersten Mal in meinem Leben – der CDU meine Stimme geben muss. Uaah. Als Merkel vor einigen Monaten bekannt gegeben hat, dass sie noch einmal antreten wird, wurde mir klar, wie sehr ich insgeheim schon darauf gehofft hatte. Ich will wirklich nicht alarmistisch klingen, aber ich denke, es gibt viel zu verlieren bei dieser Wahl und ich sehe bei Merkel die Stärke, Überzeugung und Entschlossenheit, dieses Land einigermaßen stabil durch die erwartbar schwierigen innen- und außenpolitischen Fährnisse der nächsten Jahre zu bugsieren. Es geht dabei auch um die Aufrechterhaltung der grundsätzlichen Ordnung unseres demokratischen Rechtsstaates und seiner Prinzipien. Denn nach meiner Einschätzung erleben wir derzeit einen so umfassenden und gefährlichen, weil in voller Breite durchdringenden Angriff von Rechts auf die freie Gesellschaft, wie ihn diese Republik noch nicht gesehen hat. Den gilt es abzuwehren, so sehe ich das. Die Erhaltung des transatlantischen Bündnisses gehört für mich unbedingt dazu und da muss man natürlich auch über Trump hinaus denken, was Merkel zweifellos tut. Sie ist ganz sicher die überzeugteste Transatlantikerin derzeit, was für viele hier vielleicht ein Grund sein mag, sie gerade nicht zu unterstützen, für mich ist er das aber umso mehr, es zu tun.
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Warte lieber noch mal den CDU Wahlkampf ab lol
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Klar. Aber ganz ehrlich, vor den Kampagnen der anderen Parteien fürchte ich mich kein Stückchen weniger.
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mac schrieb am 31.01.17, 23:52 Uhr:

bekenne mich mittlerweile ganz klar zu Merkel und will sie unterstützen, was natürlich bedeutet, dass ich – zum ersten Mal in meinem Leben – der CDU meine Stimme geben muss. Uaah

würde mir wahrscheinlich ähnlich gehen, wenn ich in deutschland wählen würde/könnte. ich hab gar nicht mal soo ein positives bild von merkel (ihre „bauchgefühl“ geschichte in bezug auf homosexuelle hatte ich echt schon total vergessen, stimmtja hm ), aber ihr, wie soll ich sagen, fast schon lapidares beharren auf humanistischen grundlagen in europa finde ich extrem wichtig. dadurch hab ich halt die hoffnung, dass sie tatsächlich mehrheitsfähig ist – vielleicht bin ich da zu pessimistisch, aber ein „duell“ zwischen spd und cdu kann auch böse ins auge gehen. seh ich ja in österreich >.< .. eine solide mehrheit auf demokratischer seite würde mich auf jeden fall beruhigen.

das c im namen spielt inzwischen auch eine rolle für mich – hier jedenfalls sind kirchen, diakonie, caritas wesentliche humanitäre institutionen (geworden?); für flüchtlinge *sind* die der sozialstaat (jetzt ohne ngos wie msf, rotes kreuz oder so kleinreden zu wollen – die leisten aber keine langfristige unterstützung). ich weiß nicht, inwiefern man das mit deutschland vergleichen kann, oder ob man der cdu oder merkel diese art von christlichem selbstverständnis unterstellen kann .. mir jedenfalls (selbst nach wie vor total ungläubig) ist es inzwischen deutlich sympathischer als sogenannte „sozial“parteien, die sich bei den rechten anbiedern und bedürftigen aus reinem populismus die leistungen kürzen. das ist ja glaub ich in deutschland genauso widerwärtig – auf jeden fall, was eu-ausländer (also mich selbst) betrifft.
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mac schrieb am 31.01.17, 23:52 Uhr:

Ich bekenne mich mittlerweile ganz klar zu Merkel und will sie unterstützen, was natürlich bedeutet, dass ich – zum ersten Mal in meinem Leben – der CDU meine Stimme geben muss. Uaah. Als Merkel vor einigen Monaten bekannt gegeben hat, dass sie noch einmal antreten wird, wurde mir klar, wie sehr ich insgeheim schon darauf gehofft hatte. Ich will wirklich nicht alarmistisch klingen, aber ich denke, es gibt viel zu verlieren bei dieser Wahl und ich sehe bei Merkel die Stärke, Überzeugung und Entschlossenheit, dieses Land einigermaßen stabil durch die erwartbar schwierigen innen- und außenpolitischen Fährnisse der nächsten Jahre zu bugsieren. Es geht dabei auch um die Aufrechterhaltung der grundsätzlichen Ordnung unseres demokratischen Rechtsstaates und seiner Prinzipien. Denn nach meiner Einschätzung erleben wir derzeit einen so umfassenden und gefährlichen, weil in voller Breite durchdringenden Angriff von Rechts auf die freie Gesellschaft, wie ihn diese Republik noch nicht gesehen hat. Den gilt es abzuwehren, so sehe ich das. Die Erhaltung des transatlantischen Bündnisses gehört für mich unbedingt dazu und da muss man natürlich auch über Trump hinaus denken, was Merkel zweifellos tut. Sie ist ganz sicher die überzeugteste Transatlantikerin derzeit, was für viele hier vielleicht ein Grund sein mag, sie gerade nicht zu unterstützen, für mich ist er das aber umso mehr, es zu tun.

Geht mir ziemlich, bis auf ein paar Details, sehr ähnlich und genau die gleichen Gedanken hatte ich auch, obwohl ich mich im politischen Spektrum eher links einordnen würde. Aber Grüne und SPD sind für mich schon lange nicht mehr wählbar. CDU eigentlich auch nicht. Echt ein Dilemma, v.a. mit der Befürchtung und realistischen Möglichkeit die AfD und auch FDP im nächsten Bundestag sehen zu können. brain

Im Grunde genommen möchte ich einfach eine jüngere, intelligente, vorausschauende, nicht nur wirtschaftsfreundliche Regierung sehen. Kann ich wohl ewig warten.

Spoiler (anzeigen):

Und Guttenberg mischt u.U. dann mit. Mal wieder. starr heul
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bullitt schrieb am 01.02.17, 08:38 Uhr:

Im Grunde genommen möchte ich einfach eine jüngere, intelligente, vorausschauende, nicht nur wirtschaftsfreundliche Regierung sehen.

mußte selbst antreten planlos
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Es hängt für mich natürlich alles auch von Koalitionsaussagen ab. Solange Merkel das mitzubestimmen hat, wird es keine Annäherung an die AfD geben. Das steht wohl fest und nur dann ist die CDU überhaupt wählbar. Für jeden mit Anstand und Restvernunft muss die AfD der Feind sein – und natürlich die, die mit denen koalieren würden.
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mac schrieb am 31.01.17, 23:52 Uhr:

Ich bekenne mich mittlerweile ganz klar zu Merkel und will sie unterstützen, was natürlich bedeutet, dass ich – zum ersten Mal in meinem Leben – der CDU meine Stimme geben muss. Uaah. Als Merkel vor einigen Monaten bekannt gegeben hat, dass sie noch einmal antreten wird, wurde mir klar, wie sehr ich insgeheim schon darauf gehofft hatte. Ich will wirklich nicht alarmistisch klingen, aber ich denke, es gibt viel zu verlieren bei dieser Wahl und ich sehe bei Merkel die Stärke, Überzeugung und Entschlossenheit, dieses Land einigermaßen stabil durch die erwartbar schwierigen innen- und außenpolitischen Fährnisse der nächsten Jahre zu bugsieren. Es geht dabei auch um die Aufrechterhaltung der grundsätzlichen Ordnung unseres demokratischen Rechtsstaates und seiner Prinzipien. Denn nach meiner Einschätzung erleben wir derzeit einen so umfassenden und gefährlichen, weil in voller Breite durchdringenden Angriff von Rechts auf die freie Gesellschaft, wie ihn diese Republik noch nicht gesehen hat. Den gilt es abzuwehren, so sehe ich das. Die Erhaltung des transatlantischen Bündnisses gehört für mich unbedingt dazu und da muss man natürlich auch über Trump hinaus denken, was Merkel zweifellos tut. Sie ist ganz sicher die überzeugteste Transatlantikerin derzeit, was für viele hier vielleicht ein Grund sein mag, sie gerade nicht zu unterstützen, für mich ist er das aber umso mehr, es zu tun.
Aus meiner Sicht hat Schulz die Möglichkeit Teile der Gesellschaft, die sich der AfD nähern, mitzunehmen. Merkel hat da leider keinen guten Stand mehr. Ich frage mich, wie dieser Teil der Gesellschaft reagiert, sollte Merkel die Wahl wieder gewinne. Evtl. hat Schulz mit echter Sozialpolitik die Chance einige Bürger wieder aufzufangen. Vor einigen Wochen hätte ich vermutlich auch noch zum ersten Mal die CDU gewählt. Jedoch finde ich den Status Quo ziemlich unbefriedigend. Ob das an der großen Koalition liegt, kann ich nicht beurteilen. Aber eine politische Veränderung sehe ich mit der CDU nicht.
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bullitt schrieb am 01.02.17, 08:38 Uhr:

Geht mir ziemlich, bis auf ein paar Details, sehr ähnlich und genau die gleichen Gedanken hatte ich auch, obwohl ich mich im politischen Spektrum eher links einordnen würde. Aber Grüne und SPD sind für mich schon lange nicht mehr wählbar. CDU eigentlich auch nicht. Echt ein Dilemma, v.a. mit der Befürchtung und realistischen Möglichkeit die AfD und auch FDP im nächsten Bundestag sehen zu können. brain

Im Grunde genommen möchte ich einfach eine jüngere, intelligente, vorausschauende, nicht nur wirtschaftsfreundliche Regierung sehen. Kann ich wohl ewig warten.

Linkspartei kommt dem aber noch am Nächsten, aber sieht so aus als würdest du die kategorisch ausschließen.
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@osbow Der Status quo war bei der CDU im Gesamten noch nie befriedigend und wird es auch nie bei einer Partei sein.
Das sage ich als ewiger CDU-Wähler. Es war für mich immer ein Abwägen der Alternativen.
Die SPD habe ich nie wirklich ernst genommen und das hat sie mir mit Schröder und Co. auch eindrucksvoll bewiesen. Auch die Grünen haben sich mit dem plötzlichen Weltmann Fischer selbst nicht gut getan (von der Grundidee her, für mich immer eine sympathische Alternative. Lieber Umwelt als irgendeine Sozialdemokratische Sache an der es ja im Vergleich nicht wirklich so mangelt)
Von SED-Nachfolgeparteien will ich gar nicht reden.
Einen echten Bonuspunkt hat die CDU für mich persönlich gerade (und auch davor) wegen Merkel.
Die hätte es meiner Ansicht nicht verdient, jetzt abgekanzelt zu werden.
Die kann schon was.
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