Du bist nicht angemeldet (anmelden)
Seite 1
Werbeverbot Sao Paulo
Editiert: 22.10.07, 15:51 Uhr
Das Ende der Werbung
Wird Gilberto Kassab, der Bürgermeister der 11-Mio-Stadt Sao Paulo als Terminator einer ganzen Branche in die Geschichte eingehen? Das radikale Werbeverbot in der Brasilianischen Metropole hat zu einem neuen Stadtbild geführt. Übrig bleiben nur die Skelette, durchaus reizvolle Konstruktionen wie inzwischen in vielen Aufnahmen zu sehen (z.B. http://www.flickr.com/photos/tonydemarco...075508212/).
Müssen wir uns fürchten? Oder freuen?
http://www.slanted.de (
ich würde gern wissen, was ihr davon haltet.
Ich find die Meinung eines Mannes aus São Paolo nicht wegweisend. Wer weiß, wie lange die das durchhalten, schließlich geht dadurch jede Menge des Stadtetats flöten.
Natürlich trifft diese Entscheidung einen Werber sehr hart. Wir sind gespannt, was den Kreativen dazu nun einfällt, denn ein Umdenken führt zu neuen Wegen. Ich persönlich mag auch keine visuelle Verschmutzung mehr sehn.
Editiert: 22.10.07, 15:32 Uhr
Ich würde die Frage auch mit einem Verweis auf die Zukunft beantworten; Die Werbung wird sicher bald andere Kanäle erschliessen, möglicherweise sogar innovative(re). Interessant zu beobachten wie sich das Stadt- und Werbebild in Sao Paulo in den nächsten paar Jahren entwickelt.Vielleicht erscheinen zB. weiterhin grosse Ads, einfach versteckt à la supertopic Spoilerfunction und man muss erst irgendwo dagegentreten ums einzublenden ...
der gag ist doch, dass man eigentlich schon kapituliert hatte— ich zumindest.
wäre nie auf die idee gekommen, dass sowas durchsetzbar ist...
man sollte diese „so-isses-halt-kannst-eh-nix-machen“-attitüde in punkto billboards, postwerbesendungen usw. schnellstens über bord werfen.
hach, die brasilianer.
wäre nie auf die idee gekommen, dass sowas durchsetzbar ist...
man sollte diese „so-isses-halt-kannst-eh-nix-machen“-attitüde in punkto billboards, postwerbesendungen usw. schnellstens über bord werfen.
hach, die brasilianer.
das riecht irgendwie nach revolution, nach aufbegehren, nach kampf dem kapital. (könnte aber genauso von einem verein für heimatschutz kommen)
generell fände ich es gut wenn die macht der konzerne und wirtschaft ein ganzes stück runtergeschraubt werden würde. es ist ja so, das die firmen nicht mehr den menschen dienen sondern menschen den firmen und das sich das in vielen bereichen niederschlägt – firmen haben mehr ansprüche, rechte, einfluß etc. und bei einer einrichtung die krebsartig nur auf expansion getrimmt ist braucht man eine chemotherapie – und wenn das in diesem fall ein werbeverbot im öffentlichen raum ist, dann ist das vielleicht ein stück zu viel – aber ich finde es gut.
letzten endes muss man sich aber überlegen ob man immer nur auswirkungen bekämpfen will oder auch mal an die ursachen geht...
generell fände ich es gut wenn die macht der konzerne und wirtschaft ein ganzes stück runtergeschraubt werden würde. es ist ja so, das die firmen nicht mehr den menschen dienen sondern menschen den firmen und das sich das in vielen bereichen niederschlägt – firmen haben mehr ansprüche, rechte, einfluß etc. und bei einer einrichtung die krebsartig nur auf expansion getrimmt ist braucht man eine chemotherapie – und wenn das in diesem fall ein werbeverbot im öffentlichen raum ist, dann ist das vielleicht ein stück zu viel – aber ich finde es gut.
letzten endes muss man sich aber überlegen ob man immer nur auswirkungen bekämpfen will oder auch mal an die ursachen geht...
Ich finde es grandios, dass das überhaupt machbar war. (Sowas hätt ich mir ja höchstens noch in ... äh ... Füssen vorstellen können, wo es den Läden z.B. verboten ist, Plastikschriftzüge über ihren Eingängen zu verwenden, weswegen da jeder Kackdrogeriemarkt ein „uriges“ Metallschild hat.)
Ich hoffe sehr, dass aus dieser Werbernot neue, feine Ideen geboren werden.
Ich hoffe sehr, dass aus dieser Werbernot neue, feine Ideen geboren werden.
Falls das einige nbicht wissen, die Werbung ist nur in den Hauptstraße verschwunden. In den Gassen, Unterführungen z.B. wurde sie nicht entfernt.
Find ich super.
Was waren denn die Motive?
So revolutionärer Kram?
Oder wurde vermutet, dass die Werbung die Autofahrer ablenkt und die Unfallrate steigert?
Was waren denn die Motive?
So revolutionärer Kram?
Oder wurde vermutet, dass die Werbung die Autofahrer ablenkt und die Unfallrate steigert?
Sehr koole Sache das. Allerdings glaube ich, dass alles „innovativere“, was danach kommt, nur noch schlimmer wird und auch verboten werden sollte...
... aber ich bin ja auch kein Designer
... aber ich bin ja auch kein Designer
nett fand ich auch in salzburg(spotleid mongo-treff
) die einkaufsstraße in der es begrenzungen und vorschriften für die außenwerbung geeben haben muss, denn es waren ausschließlich kleine metallschilder mit den jeweiligen logos oder die logos selbst als metallschilder aber auch von der größe her begrenzt zu sehen, was ein sehr stimmiges stadtbild erzeugt hat!
den artikel der brand eins kann übrigens mit erscheinen der nächsten ausgabe auf deren internetseite kostenlos als pdf geladen werden!
den artikel der brand eins kann übrigens mit erscheinen der nächsten ausgabe auf deren internetseite kostenlos als pdf geladen werden!
ja stimmt das in salzburg ist echt ganz schick gelöst. das kleine metallernde mcdonaldsschild war zwar gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt schon deutlich angenehmer.
andi held schrieb am 22.10.07, 14:11 Uhr:Ja, auf unsichtbaren Trägerweleen direkt ins Gehirn
Die Werbung wird sicher bald andere Kanäle erschliessen, möglicherweise sogar innovative(re).
Saubere Aktion, hätte ich nie für möglich gehalten. Aber auch ich würde gern etwas über die Motivation erfahren.
