Wettbewerb aka Ausbeutung

News Wettbewerbe
 
mac schrieb am 14.06.17, 13:55 Uhr:


COLON Design Conference. Befüllung mit immer neuen Inhalten...
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Mister Ad
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Schon mal bei Amazon geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
dieses juwel darf hier nicht fehlen:

EURO 2024: DFB startet Design-Wettbewerb fürs Bewerbungslogo

da man erst ein profil bei jovoto anlegen muss, um die pdf-dateien mit den teilnahmebedingungen sehen zu können, hier eine kurze übersicht vom designtagebuch.

jetzt schon mein ganz persönlicher lieblingssatz:
„Die Teilnahme am Wettbewerb ist ab sofort kostenlos hier möglich.“ love
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Spongecate schrieb am 28.08.17, 13:53 Uhr:

„Die Teilnahme am Wettbewerb ist ab sofort kostenlos hier möglich.“ love

lol super deal
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und hier die ersten entwürfe: klick
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oooh trippel
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lol2

aber auch sowas da..

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finde ich gar nicht so schlecht: klick



und hier mag ich die grundform. allerdings dann nicht die bunte ausführung. und per se halte ich den adler nicht für passend. klick

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hä

Spoiler (anzeigen):


Spoiler (anzeigen):

I also want the logo to be round, so it can symbolize football.
debil
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lol love love love
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harharrr!!!

https://www.jovoto.com/projects/aim-shoo...deas/62546

e: ich muss so ein shirt bestellen.

Spoiler (anzeigen):

hammer
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und wo liegt bei der Aktion das Problem?
Ist doch eigentlich nichts anderes als eine Ausschreibung. Bei Architekten ist das doch auch so. Wenn es mir zu blöd ist, lass ich es. Wenn ich die Referenz will, mach ich es. planlos
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phloo schrieb am 28.08.17, 17:41 Uhr:

https://www.jovoto.com/projects/aim-shoo...deas/62546

macht natürlich wegen der animation eindruck, aber ich finde es irgendwie überladen, aber es definitiv eins der besten bislang. zumindest, was ich da so gesehen habe.

in den kommentaren ploppt das auf und daran haben sich anscheinend viele orientiert:
https://www.film-tv-video.de/wp-content/...Logo_1.png
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animal schrieb am 28.08.17, 18:42 Uhr:

und wo liegt bei der Aktion das Problem?
Ist doch eigentlich nichts anderes als eine Ausschreibung. Bei Architekten ist das doch auch so. Wenn es mir zu blöd ist, lass ich es. Wenn ich die Referenz will, mach ich es. planlos

das problem ist halt, dass so etwas der ganzen branche schadet, und damit auch denen, die sich solchen wettbewerben verweigern. es verbreitet eine immer geringere wertschätzung für unsere arbeit, was sich auf die preise auswirkt und damit auf unsere existenz.
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Spongecate schrieb am 29.08.17, 11:12 Uhr:

das problem ist halt, dass so etwas der ganzen branche schadet […]

Warum glaubst du das?

Ich glaube das nicht. Weder große Marken, noch Kerstin's Nagelstübch'n werden so einen Prozess anstreben, wenn sie ein Logo brauchen. Große Marken nicht, weil sie zu wenig Einfluss haben und genügend Geld und Kerstin's Nagelstübch'n nicht, weil sie sich das erstens nicht leisten kann (Aufwand) und zweitens kein gesteigertes Interesse bei guten Designern besteht.

Solche Ausschreibungen gibt es schon immer, und haben den „normalen“ Auftrag für den Designer noch nie sonderlich gefährdet. Das Oktoberfestplakat wird z.B. schon immer auf diese Weise entworfen. Die ersten drei bekommen Geld. Fertig. Nur werden die Gestalter dazu eingeladen. (War jedenfalls vor 10 Jahren noch so)
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erstens ist der dfb eine große marke. zweitens gibt es noch viel mehr zwischen groß und winzig.
und wieso ich das glaube, habe ich hier gesagt:
es verbreitet eine immer geringere wertschätzung für unsere arbeit.
dass um sich greifende, geringere wertschätzung für eine dienstleistung einer branche eher schadet denn nützt, versteht sich von selber.
und nichts anderes ist es, den auftritt für die bewerbung einer solchen imageveranstaltung unter suboptimalen bedingungen entstehen zu lassen.
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Spongecate schrieb am 29.08.17, 12:09 Uhr:

es verbreitet eine immer geringere wertschätzung für unsere arbeit.

Ist das irgendwie belegt?
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emil schrieb am 29.08.17, 11:49 Uhr:

Das Oktoberfestplakat wird z.B. schon immer auf diese Weise entworfen. Die ersten drei bekommen Geld. Fertig. Nur werden die Gestalter dazu eingeladen. (War jedenfalls vor 10 Jahren noch so)

das ist aber ein ziemlicher unterschied find ich, eben durch die begrenzte teilnehmerzahl. das eine ist ein normaler pitch (ok, früher(TM) gabs für sowas auch abschlagshonorar, aber davon mal ab), das andere wird eben als wettbewerb inszeniert. mir wird da schon immer ein bisschen schlecht, wenn ich mir vorzustellen versuch, wie viele tausend arbeitsstunden bei sowas wohl verheizt werden ..

die mir bekannten architekten stehn im übrigen auch nicht auf diesen wettbewerbskram. so wie ich es mitbekomme, sind wettbewerbe bei architekten aber trotzdem eher eine prestige/promo-angelegenheit als bei grafikern (fast so wie ein designpreis). aber dass es das woanders auch gibt, ist IMO keine rechtfertigung .. da könnte man genauso sagen „eine putzkraft verdient ja auch nur 10 euro“ oder so.
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Habs nicht gelesen: wird bei dem Fußball-Dingens öffentlich abgestimmt?
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emil schrieb am 29.08.17, 12:11 Uhr:

Spongecate schrieb am 29.08.17, 12:09 Uhr:

es verbreitet eine immer geringere wertschätzung für unsere arbeit.

Ist das irgendwie belegt?

äh, es wird von weissichwievielhundert leuten erwartet, dass sie weissichwievieltausend stunden unbezahlt arbeiten. was willst du da noch „belegt“ haben? hä
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alorenz schrieb am 29.08.17, 12:30 Uhr:

emil schrieb am 29.08.17, 12:11 Uhr:

Spongecate schrieb am 29.08.17, 12:09 Uhr:

es verbreitet eine immer geringere wertschätzung für unsere arbeit.

Ist das irgendwie belegt?

äh, es wird von weissichwievielhundert leuten erwartet, dass sie weissichwievieltausend stunden unbezahlt arbeiten. was willst du da noch „belegt“ haben? hä

Die Verbreitung. Und die angeblich immer geringer werdende Wertschätzung.
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Klarstellung zwischendurch:

Es ist nicht so, dass ich solche Ausschreibungen gut finde. Ich sehe nur den Untergang einer ganzen Branche nicht welcher hier stellenweise prophezeit wird.
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übrigens sind da durchaus große marken dabei, die sich per jovoto designs erstellen lassen. allerdings sind die preisgelder da auch höher, dennoch sparen sie reichlich im vergleich zu einer richtigen auftragsarbeit.

schüco, deutsche bank, mercedes, bmw, unicef (ok, die lassen wir mal raus), meissen, bild, nespresso also nestle, ritter sport, ssb, miele, sennheiser usw., usw.

https://www.jovoto.com/projects
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Spongecate schrieb am 29.08.17, 12:09 Uhr:

erstens ist der dfb eine große marke. zweitens gibt es noch viel mehr zwischen groß und winzig.
und wieso ich das glaube, habe ich hier gesagt:
es verbreitet eine immer geringere wertschätzung für unsere arbeit.
dass um sich greifende, geringere wertschätzung für eine dienstleistung einer branche eher schadet denn nützt, versteht sich von selber.
und nichts anderes ist es, den auftritt für die bewerbung einer solchen imageveranstaltung unter suboptimalen bedingungen entstehen zu lassen.

ich sehe das eher so, dass leute wie du die chance bekommen, bei den bigplayern mitzumischen.
vorher hätte, sorry, kein schwein an dich gedacht.
fühl dich kompetent genug, mach mit und zeig, dass du es auch kannst.
oder sag gleich: ne nummer zu groß für mich.

alle anderen bekommen hier meiner ansicht nach eine zusätzliche möglichkeit geboten.

frag doch mal einen architekten der bei einer auschreibung mitmacht, ganze komplexe in modellen bastelt, mehrere mitarbeiter dafür beschäftig, imense kosten dafür hat und den auftrag dann nicht zu bekommen.

beschweren tut sich am ende meist der, der die chancen gar nicht wahr genommen hat.

der, der mitgemacht hat und den „pitch“ gewinnt, hat mal ne saubere referenz und ist sehr dankbar dafür.
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der vergleich hinkt aber auch ein wenig, animal.
bei einem „normalen“ pitch, egal ob agenturen oder architekten, da gehen ene handvoll – meistens vorher vom kunden selektierte – teilnehmer ins rennen.

bei einer architektenausschreibung gehen vielleicht nochmal ein paar mehr in den topf.

hier rennen tausende gegeneinander.
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animal, was hat denn meine oder irgend jemandes kompetenz damit zu tun?
man liefert arbeit ab. eine von tausenden. mit sehr großer wahrscheinlichkeit ohne gegenleistung.
und ob die kompetenz am ande über sieg oder niederlage entscheidet, bezweifel ich mal stark:

joe schrieb am 29.08.17, 12:26 Uhr:

Habs nicht gelesen: wird bei dem Fußball-Dingens öffentlich abgestimmt?

Zum Ablauf des Wettbewerbs: In der ersten Phase werden die 20 besten Entwürfe mittels Abstimmung durch die Jovoto-Community ermittelt. Fünf weitere Entwürfe darf der Kunde selbst auswählen. Anschließend wählt eine Jury 5 Kandidaten, die im dritten Schritt in einer Online-Abstimmung ganz Deutschland zur Wahl gestellt werden. Das Gewinner-Logo wird also von Fußball-Interessierten gewählt.
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Editiert: 29.08.17, 16:08 Uhr
Mit sowas ist kein Geld zu verdienen – für kleine und mittlere Büros gibt es da schlicht nichts zu holen. Große Agenturen hingegen haben die Kapazitäten, um sowas aus Imagegründen mitzunehmen, für Novizen ist es interessant wegen der Erfahrung und der Anerkennung. Geld wird später mit der Konzeption und Umsetzung des umgebenden Designsystems verdient und das wird eher nicht über jovoto ausgeschrieben, vermute ich.

Ähm, meine Abneigung gegenüber solchen Wettbewerben besteht trotzdem weiterhin. Ich mache mir nur nicht mehr so einen Kopf deswegen. Wir stellen das hier nicht so fest, dass es eine wachsende Geringschätzung für unsere Arbeit gibt.
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animal schrieb am 29.08.17, 14:27 Uhr:


ich sehe das eher so, dass leute wie du die chance bekommen, bei den bigplayern mitzumischen.
vorher hätte, sorry, kein schwein an dich gedacht.
fühl dich kompetent genug, mach mit und zeig, dass du es auch kannst.
oder sag gleich: ne nummer zu groß für mich.

tuschel dabei ist das mit den Bigplayern weder besonders interessant, noch besonders lukrativ (für Grafikdesigner).
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ja gut. dann halt gleich sagen: das macht jung von dings, die können das bestimmt. alle anderen (wer ist das schon?) haben pech gehabt.

ich finde es so trotzdem ganz fair gehandhabt. weiß nicht was das mit ausbeutung zu tun hat. muss ja keiner machen.
komisch wird es auch immer dann, wenn es nachher heißt: haha - guck mal das scheiß logo das gewonnen hat!
man hätte es ja besser machen können. warum das nicht so war, weiß wahrscheinlich jeder selbst am besten.
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mac schrieb am 29.08.17, 15:55 Uhr:

Ähm, meine Abneigung gegenüber solchen Wettbewerben besteht trotzdem weiterhin. Ich mache mir nur nicht mehr so einen Kopf deswegen. Wir stellen das hier nicht so fest, dass es eine wachsende Geringschätzung für unsere Arbeit gibt.

Dito.
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die frage bleibt auch, wird selbst das gewinnerlogo so vergütet, wie es einem gängigen Marktpreis entspräche, den man bei jung von dingens oder einem kleinen aber professionellen Büro zahlen würde. Ist die antwort „nein“, bin ich tatsächlich der meinung, dass so ein prozess den teilnehmern aber auch dem ansehen der branche schadet. sollte am ende eine marktgerechte vergütung stehen, bleibt es m.e. jedem einzelnen überlassen, ob er die arbeit entsprechend investieren will. auch ein abglehnter aber guter entwurf kann ja in den eigenen referenzen noch als dokumentation der persönlichen fähigkeiten dienen.

:schwafel
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