Wettbewerb aka Ausbeutung

News Wettbewerbe
 
Spongecate schrieb am 18.09.17, 15:45 Uhr:

Patrick schrieb am 18.09.17, 14:38 Uhr:

Spoiler (anzeigen):


aber auch

Spoiler (anzeigen):


oder auch

Spoiler (anzeigen):

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Mister Ad
Werbung
Schon mal bei Amazon geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
Und weiter geht's.

Illustrations-Wettbewerb: Gestalte die Zukunft der Arbeit – vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Spoiler: Die Arbeitszukunft von IIlustratoren scheint damit nicht gemeint zu sein.
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hmm, das ist ja eher ein illustrationswettbewerb, nichts womit ein komerzeilles unternehmen später geld verdienen will. das würde ich an dieser stelle nicht ganz so eng sehen.
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Ich weiß, was du meinst.
Das ändert halt nichts daran, dass die Illustration selber „zum Spaß“ gemacht wird bzw. dass die Veranstalter das voraussetzen.
Finde ich halt schade, insbesondere beim Titel.

e: Ist halt mal wieder das branchzenspezifische „Kreativ = Spaß = muss nicht bezahlt werden“.
Das stinkt mir.
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verstehe das Problem in dem Fall auch nicht ganz.

Wenn ich bei einem Grillwettbewerb als Koch mitmache (z.B.) verdiene ich auch nichts.
Wenn ich aber ein gutes Ergebnis einfahre, kann ich das als Referenz nutzen.

So ist es da doch auch, oder (ohne das jetzt im Detail durchgelesen zu haben).
Und wenn einer Bock drauf hat, ist er halt proaktiv und es wird ihm eine Möglichkeit geboten. Why not?

Und wenn einer keinen Bock drauf hat, lässt er es halt. So what?
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animal, das corpus delicti ist wohl dieser satz hier:

Darüber hinaus steht in Aussicht, dass gelungene Illustrationen in Publikationen des BMBF Verwendung finden und damit der Öffentlichkeit unter Nennung der Urheber bekannt gemacht werden

der kochvergleich funktioniert da nicht ganz, das essen kann man ja nur einmal essen .. aber vergleichs mit einem rezeptwettbewerb? „es steht in aussicht, dass die besten rezepte in buchform veröffentlich etc blahfasel“ .. wenn jemand n kochbuch auf den markt bringen will, soll er sich selber was ausdenken oder eben autoren bezahlen. alter hut.
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Nach dem Fiasko des Wettbewerbs um die Waldtage wäre ich sowieso verdammt vorsichtig, an welchen Wettbewerben man teilnimmt gumbo. Das arme Mädchen, was mit ihrem Waldfoto eine Nacht im Baumhaus gewonnen hat, hat sich das so wahrscheinlich auch nicht vorgestellt.

Den Wettbewerb vom BMBF finde ich auch nicht so pralle.
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Spongecate schrieb am 16.10.18, 16:59 Uhr:

Das stinkt mir.

Zu Recht.

Das Ding ist doch ein Treppenwitz.

Da soll zum Thema „Zukunft der Arbeit“ = Content für Lau erstellt werden.

Bundesministerien „werben“ für ihr Tun und ihre Inhalte genau so, wie wirtschaftliche Unternehmen.
Ich habe selbst schon so was gemacht. (Allerdings bezahlt)
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alorenz schrieb am 16.10.18, 21:25 Uhr:

animal, das corpus delicti ist wohl dieser satz hier:

Darüber hinaus steht in Aussicht, dass gelungene Illustrationen in Publikationen des BMBF Verwendung finden und damit der Öffentlichkeit unter Nennung der Urheber bekannt gemacht werden

der kochvergleich funktioniert da nicht ganz, das essen kann man ja nur einmal essen .. aber vergleichs mit einem rezeptwettbewerb? „es steht in aussicht, dass die besten rezepte in buchform veröffentlich etc blahfasel“ .. wenn jemand n kochbuch auf den markt bringen will, soll er sich selber was ausdenken oder eben autoren bezahlen. alter hut.

Hinkt aber auch. Ein Buch wird ja verkauft und damit Umsatz generiert. Ist hier ja aber nicht so, oder?
Ich sehe das nach wie vor so, dass es für den ein oder anderen eine Referenz sein könnte.

Das Problem ist wohl eher darin zu sehen, dass viele keinen Bock darauf haben (aus welchen Gründen auch immer - kann ja auch z.B. mangelnde Kompetenz sein) und es aus dem Neid- oder irgendwas Faktor betrachten.
Aber mir auch egal. Das geht jetzt auch gar nicht gegen Cate.
Aber joa...irgendwas ist ja immer. So allgemein.
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Editiert: 18.10.18, 13:01 Uhr
Gerade auf Facebook (Illustration made in Germany Gruppe) entdeckt:

Sehr geehrte Ministerin und Mitarbeiter des Minsiteriums und die organisierende Agentur dahinter:

Eine große Kampagne rund um die Zukunft der Arbeit und das als Wettebwerb klingt erstmal toll. Aber ist das ihr ernst, hier die Arbeit von Stunden oder gar Tagen von dutzenden bis hunderten Illustratoren (egal ob Hobbyist, Anfänger oder Profi) ohne irgend eine Gegenleistung einzufordern?
Ich hoffe ihre Vision der Zukunft sieht positiv aus. Denn das was Sie hier präsentieren ist es ganz und gar nicht. Wenn die Zukunft nach Star Trek laufen würde in der Geld keine Rolle mehr spielt und jeder genug von allem hat, dann wäre das ok. Aber ich sehe in absehbarer Zeit nur den unbedingten Drang dazu sein Leben selbst durch Arbeit die bezahlt wird zu finanzieren.
Und da zeigen Sie als Verantwortliche für eine faire und lohnenswerte Zukunft in Deutschland kein gutes Gesicht. Im Gegenteil präsentieren Sie hier genau das was aktuell eine echte Schande für die gegenwärtige Wertschätzung gegenüber Künstlerin ist:

Kunst ist nichts wert.

Wobei das ja gar nicht stimmt. Sie schöpfen aus diesem Wettbewerb sehr wohl einen Wert.
1. ist da das Image. Mit dieser Kampagne präsentieren Sie sich als zukunftsweisend, visionär und engagiert. Es wirft ein positives Licht auf das Ministerium. Eine gezielte Imagekampagne, welche jedoch normalerweise viele 10.000de Euros kosten würde.
2. erhalten Sie für das Projekt Fördergelder, Sponsoring und Steuergelder von sicherlich ebenfalls vielen 10.000 Euros
3. letztlich werden auch Wählerstimmen damit gesammelt, welche die Minister finanzieren und ins Amt setzen.
Der Wert dieser Kampagne geht also bis in sechsstellige Bereiche.

Und dafür sollen die Urheber, welche diese Kampagne maßgeblich gestalten keinen nennenswerten Gegenwert erhalten?
Ich wäre vorsichtig mit den Gewinnern. Denn diese können ziemlich leicht ihr Ministerium dann um eine angemessene Vergütung (UrhG §32 ff) verklagen. Das wird teuer!

Ja ein Wettbewerb ist immer schön. Es ist toll Preise vorzuweisen. Dennoch ist das Arbeit. An einer solchen Illustration sitzt der Künstler viele Stunden, welche er nicht arbeiten kann um Geld zu verdienen.

Ich finde Wettbewerbe nicht verkehrt. Aber bitte dann fair.
1. Schreiben Sie den Wettbewerb ordentlich aus mit einer klar umrissenen Zielgruppe
2. Verlangen Sie ausschließlich !!! Nutzungsrechte für die Teilnahme am Wettbewerb (also einfach, zeitlich, örtlich begrenzt für den Wettbewerb, rein zur Präsentation intern)
3. die Gewinnerbeiträge erhalten als Gewinn einen individuell ausgehandelten Auftrag
4. die Nutzungsrechte aus diesem Auftrag werden angemessen an der Nutzung eingeräumt und vergütet (also zb: exklusiv, für die Dauer der Kampagne, deutschlandweit, für Web, Flyer, Infobroschüren und Ausstellungen)
5. ausnahmslos alle Teilnehmer, deren Beiträge irgendwo gezeigt werden, werden namentlich genannt, oder erhalten ein Entschädigung für den Verzicht auf ihr Persönlichkeitsrecht (UrhG §13)

Wenn unter solchen Bedingungen ein Wettbewerb ausgeübt wird, dann ist er fair für beide Seiten. Dass Ihnen die Gelder fehlen halte ich für die falsche Argumentation. Wenn Sie es sich nicht leisten können Dienstleister zu bezahlen, dann sollten sie nicht solche Projekte ansetzen.
Sehr gerne können Sie mit uns Urhebern oder stellvertretend mit unserer Berufsvertretung der ILLUSTRATOREN ORGANISATION über faire Wettbewerbe sprechen. Wir sind nicht Ihre Feinde und haben auch keinen Zorn gegen Sie. Im Gegenteil erhoffen wir alle, dass die Zukunft der Arbeit eine ist bei der alle Beteiligten gut und fair behandelt werden. Wir wissen, dass Außenstehende oftmals keine Ahnung von unserer Arbeit haben. Aber wir Urheber hoffen und bitten Sie die hier vielfach gezeigten und absolut eindeutigen Reaktionen wirklich ernst zu nehmen und mit uns an einer besseren Arbeitswelt zu arbeiten. Reden Sie mit uns. Auf Augenhöhe.
Quelle
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Im Falle einer Verwertung wird die Künstlerin oder der Künstler angemessen honoriert.

Die Ausschreibung richtet sich in erster Linie an junge Illustratorinnen und Illustratoren. Damit sind insbesondere Studierende mit entsprechendem Studienschwerpunkt gemeint.

Keine Ahnung, ob das vorher schon in der Beschreibung drin stand, aber es liest sich so, als hätten sie zumindest ein bißchen zugehört.
Wobei ich auf der Seite keine detaillierten Infos finde.
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emil schrieb am 17.10.18, 12:08 Uhr:

Spongecate schrieb am 16.10.18, 16:59 Uhr:

Das stinkt mir.

Zu Recht.

Das Ding ist doch ein Treppenwitz.

Da soll zum Thema „Zukunft der Arbeit“ = Content für Lau erstellt werden.

Bundesministerien „werben“ für ihr Tun und ihre Inhalte genau so, wie wirtschaftliche Unternehmen.
Ich habe selbst schon so was gemacht. (Allerdings bezahlt)

Emil, Du hast es ganz sicher drauf.
Aber wenn ich mir grade den besorgten Bürger anschauen muss, ... etc.
finde ich das insgesamt ne gute Möglichkeit zu partizipieren z.B an unserer „bunten“ Gesellschaft,
unkapitalitisch- futuristisch im Idealfall eine Mega Idee Promoten zu können. Ich denke jedenfalls nicht, dass es dem BMBF darum geht Illustratoren zu verarschen.
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Irrelevanter Beitrag (anzeigen):

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blingbling schrieb am 19.10.18, 02:25 Uhr:

Emil, Du hast es ganz sicher drauf.
Aber wenn ich mir grade den besorgten Bürger anschauen muss, ... etc.
finde ich das insgesamt ne gute Möglichkeit zu partizipieren z.B an unserer „bunten“ Gesellschaft…,

Ich verstehe da die Zusammenhänge nicht.
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moyashi schrieb am 19.10.18, 00:09 Uhr:

Im Falle einer Verwertung wird die Künstlerin oder der Künstler angemessen honoriert.

Die Ausschreibung richtet sich in erster Linie an junge Illustratorinnen und Illustratoren. Damit sind insbesondere Studierende mit entsprechendem Studienschwerpunkt gemeint.

Keine Ahnung, ob das vorher schon in der Beschreibung drin stand, aber es liest sich so, als hätten sie zumindest ein bißchen zugehört.
Wobei ich auf der Seite keine detaillierten Infos finde.

Zumindest zweiteres steh da schon länger drin.
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Alle, die bereits Illustrationen eingereicht haben, werden persönlich kontaktiert.


schade, wenn Leute, die sich damit beschäftigen, von Leuten ausgebremst werden, die keine Arbeit da rein stecken. Außer die Beschwerbärtätigkeit. Welcome to germany.
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