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Wir sind Helden - aber wirklich!
Begründung der taz warum sie das überhaupt drucken:
Weil die BILD-Zeitung uns dafür bezahlt. Laut unserer Anzeigenpreisliste kostet eine ganzseitige, vierfarbige Anzeige unter der Woche 12.555 Euro. Das sind schon ein paar Monatsgehälter für einen taz-Mitarbeiter. Daher drucken wir auch Anzeigen von Atomkraftunternehmen wie Vattenfall oder von Ölkonzernen wie BP. Wir würden sogar gerne noch mehr bezahlte Anzeigen von BILD, Vattenfall und BP drucken, aber leider wollen die nicht häufiger bei uns Anzeigen schalten. Unabhängiger Journalismus muss schließlich bezahlt werden und je mehr Geld wir haben, desto mehr können wir davon machen.kann ich so schon nachvollziehen.
Dabei muss natürlich vorausgesetzt sein, dass BILD, Vattenfall und BP mit ihren Anzeigen nicht unsere Unabhängigkeit tangieren, also dass sie daran keine Bedingungen für unsere Berichterstattung knüpfen. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, dann lassen wir uns sehr gerne bezahlen, um für solche solche Konzerne Werbung zu schalten. Und dass die taz unkritisch über die BILD-Zeitung berichtet, diesen Vorwurf hat bisher noch niemand erhoben. Und das sieht man ja auch an dem Interview, das in diesem Fall sogar in der gleichen Ausgabe erscheint wie die Anzeige.
Wir leben in einer Gesellschaft, die voller Werbung steckt. Unsere Leser sind den Umgang mit Werbung gewohnt und können einschätzen, dass es sich bei der Werbung nicht um eine Aussage der taz handelt, sondern des Unternehmens, das die Anzeige in Auftrag gegeben hat. Es wäre ja absurd, wenn ausgerechnet die taz, bei der die Werbeeinnahmen in kritische Berichterstattung fließen, auf die Werbeeinnahmen verzichten sollte, während andere davon profitieren. Die Anzeige ist klar als solche erkennbar und daher habe ich keine Bauchschmerzen, dass wir sie abdrucken.
Tob schrieb am 28.02.11, 10:13 Uhr:
scheiß taz. was soll das?
die brgründung von der taz kann ich zwar nachvollziehen, aber sie machen sich ja dennoch abhängig von dem kram. wenn der preis die gehälter der redakteure rechtfertigt. ich weiß ja nicht. das bedeutet im umkehrschluss, dass die unabhängige taz ohne die arschgeigen nicht existieren kann.
Judith Holofernes und ihre Absage an die BILDZEITUNG (WDR-„KölnerTreff“ am 25.02.2011)
Link zum Video
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Ja, nachvollziehen kann ich das eben auch, besonders gut finden tu ichs nicht. Dass die Bild dass jetzt ausgerechnet in der taz abdruckt ist natürlich die pure Provokation, am besten gar nicht drauf eingehn. Genau das scheint die Madame Holofernes ja auch vorzuhaben.
wenn man sich drüber aufregt, dass promis ihr gesicht für eine solche kampagne von bild in die kamera halten, dann muss man sich ebenso darüber aufregen, dass die taz eine solche anzeige schaltet.
geld gegen werbung für ein grenzwertiges produkt, in beiden fällen.
geld gegen werbung für ein grenzwertiges produkt, in beiden fällen.
jep, find ich deswegen auch scheisse. in der artikeln eine zeitung „beschimpfen“ aber gegen geld für dieselbe zeitung direkt daneben werben geht gar nicht
randall schrieb am 28.02.11, 12:14 Uhr:
Tob schrieb am 28.02.11, 10:13 Uhr:
scheiß taz. was soll das?
die brgründung von der taz kann ich zwar nachvollziehen, aber sie machen sich ja dennoch abhängig von dem kram. wenn der preis die gehälter der redakteure rechtfertigt. ich weiß ja nicht. das bedeutet im umkehrschluss, dass die unabhängige taz ohne die arschgeigen nicht existieren kann.das heißt wiederum, dass ise nicht unabhängig ist und unabhängig agiert. wenn ich mich recht erinnere befindet sich auch noch neben der anzeige das interview...
äh, wo außer bei den öffentlich rechtlichen ist denn journalismus nicht werbefinanziert??
Ich finds auch etwas grenzwertig von der taz und nicht unbedingt vergleichbar mit anzeigen für bp oder vattenfall. hier gehts ja schliesslich um pressespezifische themen, bei denen die taz ja auch selbst betroffen ist. wäre schon eher eine feine aktion von der tazgewesen, da auch selbst stellung zu beziehen, und damit mein ich nicht, bloss ein interview mit der holofernes danebenzudrucken*.
edit: wenigstens kann man sich damit trösten, dass die schnittmenge zwischen taz-lesern und bild-lesern/bild-sympatisanten ziemlich klein sein dürfte.
edit: wenigstens kann man sich damit trösten, dass die schnittmenge zwischen taz-lesern und bild-lesern/bild-sympatisanten ziemlich klein sein dürfte.
Spoiler (anzeigen):
* eher sowas wie anzeige drucken, geld von bild nehmen und den absender der anzeige mit bild-logo und claim in einem ganz zufälligen „druckfehler“ untergehen zu lassen oder so
* eher sowas wie anzeige drucken, geld von bild nehmen und den absender der anzeige mit bild-logo und claim in einem ganz zufälligen „druckfehler“ untergehen zu lassen oder so
Wenn man die Bild an sich mal außen vor lässt ist das doch aus Werbersicht ganz großartig?!
Über die Bild kann ja jeder denken was er will, aber das ist doch wohl die coolstmögliche Antwort von JvM/Bild auf die unnötige und überzogene öffentliche Antwort von der Heldenfrau. Warum nicht? Nur weil alle die BIld hassen kann man ihnen das doch nun wirklich nicht vorwerfen. Es ist frech, auffällig und alle reden darüber.
Und das die alte von den Helden jetzt rein zufällig zum erscheinen der neuen Single son Klops raushaut glaubt ihr doch auch nicht wirklich?! Ging nur jetzt einfach schön nach hinten los.
Über die Bild kann ja jeder denken was er will, aber das ist doch wohl die coolstmögliche Antwort von JvM/Bild auf die unnötige und überzogene öffentliche Antwort von der Heldenfrau. Warum nicht? Nur weil alle die BIld hassen kann man ihnen das doch nun wirklich nicht vorwerfen. Es ist frech, auffällig und alle reden darüber.
Und das die alte von den Helden jetzt rein zufällig zum erscheinen der neuen Single son Klops raushaut glaubt ihr doch auch nicht wirklich?! Ging nur jetzt einfach schön nach hinten los.
Jan2.0 schrieb am 28.02.11, 14:13 Uhr:finde ich ganz und gar nicht.
unnötige und überzogene öffentliche Antwort von der Heldenfrau.
doch glaub ich, weil ich von der „Alten von den Helden“ glaube, dass sie nicht alles aus rein finanziellen, sondern ideologischen Gründen macht, ganz im Gegensatz zur Bild.
Und das die alte von den Helden jetzt rein zufällig zum erscheinen der neuen Single son Klops raushaut glaubt ihr doch auch nicht wirklich?! Ging nur jetzt einfach schön nach hinten los.
jaja, habs gelöscht 
Leute, ihr arbeitet doch in der Branche, das ist Marketing.
Sie sind proffesionelle Musiker und verdienen damit ihre Brötchen.
Wenn Sie so fuckin' cool wäre hätte sie der Bild einen 1-Zeiler per
Mail geantwortet und „nein, danke.“ gesagt.
Aber auch das hat eigentlich nichts damit zu tun, dass das eine extrem gute Werbeaktion der Bild ist.
Leute, ihr arbeitet doch in der Branche, das ist Marketing.
Sie sind proffesionelle Musiker und verdienen damit ihre Brötchen.
Wenn Sie so fuckin' cool wäre hätte sie der Bild einen 1-Zeiler per
Mail geantwortet und „nein, danke.“ gesagt.
Aber auch das hat eigentlich nichts damit zu tun, dass das eine extrem gute Werbeaktion der Bild ist.
ich versteh die aufregung nicht.
wsh haben doch angefangen, das plakativ zu machen.
was bild jetzt macht kommt denen doch zu gute. negativwerbung für die ist das nicht. kostenlos dazu.
und dass es wsh gibt, ist mir dadurch auch erst wieder bewusst geworden. den namen der sängerin kenn ich jetzt auch.
deswegen lässt sie das auch so auf sich beruhen.
da hat der jan2.0 schon recht.
wsh haben doch angefangen, das plakativ zu machen.
was bild jetzt macht kommt denen doch zu gute. negativwerbung für die ist das nicht. kostenlos dazu.
und dass es wsh gibt, ist mir dadurch auch erst wieder bewusst geworden. den namen der sängerin kenn ich jetzt auch.
deswegen lässt sie das auch so auf sich beruhen.
da hat der jan2.0 schon recht.
Diese Diskussion bekommen doch eh nur Twitterer/Blogger, Werber, WSH-Fans und taz-Leser mit.
Alle anderen leben noch schön in der „Wir sind Guttenberg“-Welt. Oder finden Bild sowieso doof.
Alle anderen leben noch schön in der „Wir sind Guttenberg“-Welt. Oder finden Bild sowieso doof.
deea schrieb am 02.03.11, 10:12 Uhr:
mo. schrieb am 01.03.11, 23:08 Uhr:
auch heute in der TAZ...
ist das echt?
Ist taz eigene Satire.
stussy schrieb am 28.02.11, 13:02 Uhr:
randall schrieb am 28.02.11, 12:14 Uhr:
Tob schrieb am 28.02.11, 10:13 Uhr:
scheiß taz. was soll das?
die brgründung von der taz kann ich zwar nachvollziehen, aber sie machen sich ja dennoch abhängig von dem kram. wenn der preis die gehälter der redakteure rechtfertigt. ich weiß ja nicht. das bedeutet im umkehrschluss, dass die unabhängige taz ohne die arschgeigen nicht existieren kann.das heißt wiederum, dass ise nicht unabhängig ist und unabhängig agiert. wenn ich mich recht erinnere befindet sich auch noch neben der anzeige das interview...
äh, wo außer bei den öffentlich rechtlichen ist denn journalismus nicht werbefinanziert??
gerade beim essen holen lag noch die taz vom montag aus, da hab ich mir die anzeige nochmal angeschaut.
am anfang fand ich es auch seltsam, aber im grunde würde ich der taz gar keinen vorwurf machen. mit dieser anzeige wirbt die bild doch nur für ihre eigene dummheit. da nehmen sie die absage der holofernes und drucken sie genau in das blatt, wo sie bestimmt die wenigsten neuen leser abgreifen werden. die aktion lässt die bild für mich weder souverän oder gar besonders gewitz ausehen. ich finde es einfach nur dumm und platt. eine niederlage in eine sieg umwandeln – ich glaube das hat hier nicht funktioniert. und die taz greift nebenbei schön geld vom springerverlag ab. sehe ich kein problem drin, da sich die bild in meinen augen mit dieser anzeige keinen gefallen tut, und dafür auch noch zur kasse gebeten wird.
awek schrieb am 02.03.11, 14:33 Uhr:
mit dieser anzeige wirbt die bild doch nur für ihre eigene dummheit.
die sind weder dumm, noch werben sie dafür – die ganze kampagne zählt doch genau darauf ab, dass prominente kritik üben (die meisten ja gaaaaanz vorsichtig und hohlbrote wie der barth auch gern gar nich), damit bild als „mutiges“ blatt dastehen kann.
je extremer die kritik, desto besser für bild, insofern hat die holofernes (die ich im übrigen für eine integre person halte, interessanter ist als ihre musik und mir komplett aus dem herz gesprochen hat) mit ihrer reaktion leider nur munition geliefert.
die bild ist gefährlich und eklig, aber sie sind auch gut und konsequent in dem, was sie tun.
im gegensatz zur taz, leider: wenn man sich daran erinnert, dann ist das schon eine bankrotterklärung.
bungalowbill schrieb am 08.03.11, 19:33 Uhr:
die bild ist gefährlich und eklig, aber sie sind auch gut und konsequent in dem, was sie tun.
im gegensatz zur taz, leider: wenn man sich daran erinnert, dann ist das schon eine bankrotterklärung.
finde ich eigentlich gar nicht, für mich ist war das saitire, und die darf ja bekanntlich alles. das der springer verlag versucht hat diese werbung zu verbieten fande ich dann eigentlich noch lustiger... zum thema konsequent.
Editiert: 08.03.11, 23:33 Uhr
mo. schrieb am 08.03.11, 21:01 Uhr:
bungalowbill schrieb am 08.03.11, 19:33 Uhr:
die bild ist gefährlich und eklig, aber sie sind auch gut und konsequent in dem, was sie tun.
im gegensatz zur taz, leider: wenn man sich daran erinnert, dann ist das schon eine bankrotterklärung.
finde ich eigentlich gar nicht, für mich ist war das saitire, und die darf ja bekanntlich alles. das der springer verlag versucht hat diese werbung zu verbieten fande ich dann eigentlich noch lustiger... zum thema konsequent.
in dem spot wird nicht die bild, sondern ihre leser beleidigt, deshalb klagen die.
der „anwalt des kleinen mannes“ kann eine beleidigung seiner leserschaft natürlich nicht stehen lassen – „bild“ selbst zu beleidigen ist dagegen gut für bild (s. holofernes).
Spoiler (anzeigen):
edit: deshalb finde ich diesen witzigen, gut gemachten spot auch so dämlich: weil er sich das leichteste ziel (den klischee-bild-leser) aussucht und vorführt, statt das mutterschiff zu attackieren.
ist es denn so schwer, ein argument FÜR die taz zu formulieren?
„wir halten uns für was besseres“ ist keine besonders sympathische aussage.
edit: deshalb finde ich diesen witzigen, gut gemachten spot auch so dämlich: weil er sich das leichteste ziel (den klischee-bild-leser) aussucht und vorführt, statt das mutterschiff zu attackieren.
ist es denn so schwer, ein argument FÜR die taz zu formulieren?
„wir halten uns für was besseres“ ist keine besonders sympathische aussage.

