BG-ETEM Austritt aus der Berufsgenossenschaft

Arbeitsgruppe Bürokratie
 
Ich habe dieses Jahr ein Kleingewerbe angemeldet, weil ich mehrfach um Rechnungen gebeten wurde. Um diese schreiben zu können, bin ich zum Amt gedackelt und hab eben schnell ein Gewerbe angemeldet.

Kurz nachdem ich dass getan hatte, bekam ich Post von der BG ETEM, die mich um Unterlagen gebeten hat, weil ich in ihrer Berufsgenossenschaft eintreten sollte. Ich dachte erst, dass sei freiwillig, aber irgendwann folgte eine Mahnung und Androhung von Bußgeld planlos

Also hab ich denen einen spartanisch ausgefüllten Bogen zugeschickt und dachte jetzt ist Ruhe und es ist ja nicht verkehrt später schon mal in 'ner BG zu sein, und wenn es eh Pflicht ist...blabla

Jetzt schicken die mir aber ständig irgendwelche Bögen zum ausfüllen, Beitragsforderungen, Angaben zu meinen Mitarbeiten..etc. Alles Zeug, dass ich nicht brauche weil ich im Moment noch so gut wie garnichts selbstständig verdiene, und ja auch noch Vollzeit Festangestellt bin (ändert sich aber schon Ende des Monats, ab dann Student).

Ist die BG ETEM denn Pflicht? Kann ich da irgendwie austreten? Hat jemand schon Erfahrung mit denen/Austritt?!

Wenn ich unter anderem sowas lese, bekomme ich ein bisschen schiss, dass ich schon was unterschrieben habe was mir schwierigkeiten bereiten wird -(

Ich hab jetzt noch nicht dort angerufen, werde ich aber so schnell wie möglichen machen. Bitte trotzdem mal um hilfreiche Kommentare, weil ich da gerade echt nicht so durchblicke...

Danke.
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Schon mal bei Amazon geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
Kann da zwar keinen hilfreichen Kommentar dazu abgeben, aber dir wohl sagen, dass ich ebenfalls ein Kleingewerbe seit 2006 angemeldet habe und sich bisher keine Genossenschaft bei mir gemeldet hat.
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Was verkauft ihr denn für waren, dasige ein Gewerbe anmeldet?
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Trockenpflaumen.
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Naja, mir wurde mehrfach bestätigt, dass es ohne Gewerbeanmeldung nicht geht, Rechnungen zu schreiben. Zumindest Rechnungen die auch von Firmen verwendet werden können...

Ich habe Freunde die Gewerbeanmeldungen haben, weil Sie nebenbei Auflegen und die Clubs sie sonst nicht bezahlen könnten...
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Musiker, Designer und ähnliches können ohne Gewerbe als Freiberufler völlig akzeptable Rechnungen schreiben. Als DJ braucht man z.B. ganz sicher kein Gewerbe, es sei denn, Du vermietest regelmäßig die PA, das könnte vielleicht problematisch sein.
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Ja, man braucht doch nur eine Steuernummer und kann dann das Kleinunternehmer bis 17.500 € im Jahr arbeiten. Ein Gewerbe braucht man doch erst, wenn man tatsächliche Waren verkaufen will, oder?
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Ich hab ja auch kein Gewerbe sondern ein Kleingewerbe, dass mich nichts kostet, mit dem ich bis zu 15.000€ im Jahr verdienen darf und eine extra Steuernummer für mein Gewerbe bekomme...ich habe vorher versucht mit meiner privaten Steuernummer Rechnungen zu schreibe, was nicht ging, bzw. mir wurde mehrfach gesagt, dass sie die Rechnungen so nicht benutzen können (z.B. von Forvert )
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Danke alexxxus danke awek ^^
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Phil schrieb am 27.02.13, 11:25 Uhr:

Ich hab ja auch kein Gewerbe sondern ein Kleingewerbe, dass mich nichts kostet, mit dem ich bis zu 15.000€ im Jahr verdienen darf und eine extra Steuernummer für mein Gewerbe bekomme...ich habe vorher versucht mit meiner privaten Steuernummer Rechnungen zu schreibe, was nicht ging, bzw. mir wurde mehrfach gesagt, dass sie die Rechnungen so nicht benutzen können (z.B. von Forvert )

Glaube ich dir auch. Aber verkaufst du denen Designs oder bedruckte T-Shirts?
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awek schrieb am 27.02.13, 11:20 Uhr:

Ja, man braucht doch nur eine Steuernummer und kann dann das Kleinunternehmer bis 17.500 € im Jahr arbeiten. Ein Gewerbe braucht man doch erst, wenn man tatsächliche Waren verkaufen will, oder?

Die 17500 haben nur etwas mit Umsatzsteuerbefreiung zu tun, wenn man denn will, was ich aber niemandem rate. Als Freiberufler braucht man auch keine neue Steuernummer, sondern seine ganz normale, die man sowieso schon hat in der Regel.

Phil schrieb am 27.02.13, 11:25 Uhr:

Ich hab ja auch kein Gewerbe sondern ein Kleingewerbe, dass mich nichts kostet, mit dem ich bis zu 15.000€ im Jahr verdienen darf und eine extra Steuernummer für mein Gewerbe bekomme...ich habe vorher versucht mit meiner privaten Steuernummer Rechnungen zu schreibe, was nicht ging, bzw. mir wurde mehrfach gesagt, dass sie die Rechnungen so nicht benutzen können (z.B. von Forvert )

Ich habe keine Extra-Steuernummer, kann sovel verdienen wie ich will oder kann lol und es kostet mich auch nix. Ich verstehe das Problem nicht ganz.
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awek schrieb am 27.02.13, 11:27 Uhr:

Glaube ich dir auch. Aber verkaufst du denen Designs oder bedruckte T-Shirts?
Designs!
alexxxus schrieb am 27.02.13, 11:28 Uhr:

Ich habe keine Extra-Steuernummer, kann sovel verdienen wie ich will oder kann lol und es kostet mich auch nix. Ich verstehe das Problem nicht ganz.
Das Problem ist nicht mein Kleingewerbe sondern diese Berufsgenossenschaft. Das es wohl auch so geht, es aber auch kein Nachteil ist ein Gewerbe angemeldet zu haben, ist jetzt wohl geklärt...
Ich bat nur um Rat in bezug auf die BG-ETEM...planlos
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Ja, aber das könnte doch eine Lösung sein. Für das was Du machst brauchst Du nämlich gar kein Gewerbe. Du könntest da also beenden und wärst aus der Nummer raus, oder?
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Wenn Du kein (Klein)Gewerbe hättest, hättest Du vermutlich auch keinen Stress mit der Berufsgenossenschaft. Das aber nur am Rande.

Zu Deinem eigentlichen Problem: Ruf doch einfach mal da an und frage freundlich nach, was die von Dir wollen?
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Phil schrieb am 27.02.13, 11:32 Uhr:

awek schrieb am 27.02.13, 11:27 Uhr:

Glaube ich dir auch. Aber verkaufst du denen Designs oder bedruckte T-Shirts?
Designs!
alexxxus schrieb am 27.02.13, 11:28 Uhr:

Ich habe keine Extra-Steuernummer, kann sovel verdienen wie ich will oder kann lol und es kostet mich auch nix. Ich verstehe das Problem nicht ganz.
Das Problem ist nicht mein Kleingewerbe sondern diese Berufsgenossenschaft. Das es wohl auch so geht, es aber auch kein Nachteil ist ein Gewerbe angemeldet zu haben, ist jetzt wohl geklärt...
Ich bat nur um Rat in bezug auf die BG-ETEM...planlos

Kleingewerbe abmelden – Freiberufler sein – von der BG-ETEM in Ruhe gelassen werden?
Mit den Leuten von Forvert müsstest du das dann eben klären. Aber als freier Designer brauchst du eigentlich kein Gewerbe wenn du nur Designs verkaufst.
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eve schrieb am 27.02.13, 11:36 Uhr:

...Ruf doch einfach mal da an und frage freundlich nach, was die von Dir wollen?
hm
Ich dachte nur ihr könnten mir jetzt schon was darüber sagen...

Was ist wenn ich in kleiner Auflage Ware (Drucke, Shirts...) produzieren will? Dann brauch ich ja auch einen...
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Wenn das ausnahmsweise mal wäre, würde ich sogar vermuten, dass es kein Problem wäre. Nicht allerdings wenn Du das regelmäßig machtest.
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Mmhh...mich beschleicht das Gefühl, dass ich das alles zu voreilig gemacht habe hm
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Wie schnell man sein Gewerbe wieder beenden kann weiß ich auch nicht, schätze aber, dass das die Information ist, die Du bei Stadt und/oder Finanzamt am schnellsten bekommen kannst. Nur so als Entscheidungsgrundlage. Und bei dieser Genossenschaft würde ich wirklich auch mal anrufen, wie eve vorgeschlagen hat. Dem von Dir verlinkten Artikel zufolge scheinen die ja sehr suspekt zu sein, das würde mich echt interessieren, was dabei rauskommt.
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Scheint tatsächlich eine Pflichtversicherung zu sein.

Der Beitritt zur Pflichtversicherung beginnt mit der Eröffnung des Unternehmens bzw. der erstmaligen Aufnahme der selbständigen Tätigkeit des Designers.

http://www.agd.de/soziale-sicherung.html
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Als Designer (Gestalter) ist es aber nicht so einfach, als Freiberufler durchzugehen.
Das Finanzamt will einen schnell in ein Gewerbe drängen.

Wenn ich richtig informiert bin, darf man dann aber nicht alles abrechnen. Rechnungen über Webprogrammierung beispielsweise, akzeptiert das Finanzamt wohl nicht.
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Martin R. schrieb am 27.02.13, 12:00 Uhr:

Scheint tatsächlich eine Pflichtversicherung zu sein.

Der Beitritt zur Pflichtversicherung beginnt mit der Eröffnung des Unternehmens bzw. der erstmaligen Aufnahme der selbständigen Tätigkeit des Designers.

http://www.agd.de/soziale-sicherung.html

Hmm, noch nie von gehört. Seltsam.

keks schrieb am 27.02.13, 12:00 Uhr:

Als Designer (Gestalter) ist es aber nicht so einfach, als Freiberufler durchzugehen.
Das Finanzamt will einen schnell in ein Gewerbe drängen.

Wenn ich richtig informiert bin, darf man dann aber nicht alles abrechnen. Rechnungen über Webprogrammierung beispielsweise, akzeptiert das Finanzamt wohl nicht.

Da hatte ich wohl bislang immer Glück. Auch gut lol
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ich werf jetzt mal gefährliches halbwissen in die runde ohne mich aktuell informiert zu haben.

ich wollte auch aus der berufsgenossenschaft austreten. geht aber nicht, da ich angestellte habe.
wenn man aber alleinarbeitend ist oder einen familienbetrieb hat, kann man sich wohl von der „pflichtmietgliedschaft“ befreien lassen. wäre bei dir ja der fall.

ich weiß jetzt aber auch nicht, ob das nur für die gastronomie oder allgemein gilt.
ein steuerberater sollte das wissen. oder aber jemand von der berufsgenossenschaft.
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Boahey...Hätte ich mich vorher mal ein bisschen mehr informiert! Von allen Seiten hieß es, kein Problem, einfach anmelden...

Ich werde die auf jeden Fall anrufen, und mich mal durchfragen.

Wenns interessiert kann ich ja sagen, was bei rauskommt...

Aber nochmal kurz: Ihr schreibt also alle Rechnungen ohne Schein und verdient so viel wie ihr wollt, ohne dass das das Finanzamt stört?! Und das läuft dann auch alles über eure normale Steuererklärung?!
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Phil schrieb am 27.02.13, 12:39 Uhr:

Aber nochmal kurz: Ihr schreibt also alle Rechnungen ohne Schein und verdient so viel wie ihr wollt, ohne dass das das Finanzamt stört?! Und das läuft dann auch alles über eure normale Steuererklärung?!

Bei mir ja, über eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung und die Anlage für Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit.
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Bei dem „so viel ihr wollt“ bitte die Umsatzsteuer im Auge behalten.
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Editiert: 27.02.13, 13:47 Uhr
eve schrieb am 27.02.13, 12:44 Uhr:

Bei dem „so viel ihr wollt“ bitte die Umsatzsteuer im Auge behalten.

genau. Umsatzsteuerfrei ist bis 17.500€, danach muss man. wenn ich alexxxus richtig verstehe kann man vorher auch schon, ist aber aufwendiger.
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Genau, du musst eigentlich immer, kannst dich aber durch die Kleinunternehmenregelung nach § sonstwas davon befreien lassen. Ich finde, das ist kein großer Aufwand und man selber spart bei allem was man in der Richtung kauft einen Haufen Geld, behält also nachher beim Gegenrechnen mehr im Geldbeutel.
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