»Designer verdienen so wenig wie nie zuvor«

 


moyashi
Veteran

18.01.10
13:56 Uhr
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Abalone
Gast

18.01.10
14:04 Uhr
Dazu gibt's schon einen Thread gumbo
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honsey
Gast

18.01.10
14:25 Uhr
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JanB
Veteran

18.01.10
15:12 Uhr
Massimo schrieb am 18.01.10, 09:26 Uhr:

Designer vs. Client

und vieles davon wenn auch nicht alles, habe ich selbst erlebt. werber
Solche Beiträge sind doch genau wie das () extrem flach und vereinfacht und helfen der Diskussion überhaupt nicht weiter. Macht mal jemand ein Youtube-Video über einen freundlichen Kunden, der sich dankbar beraten lies und am Ende auch noch ordentlich zahlte? Nein, natürlich nicht, das wär ja nicht so unterhaltsam. Und ich glaub dir auch gerne, dass du und fast jeder andere hier solche Kunden schonmal hatte. Aber genau wie bei diesem Comic von TheOatMeal ist es eben immer nur ein Teil der Wahrheit und auch immer nur die Zusammenfassung von allem bereits Erlebten.
Gibt es bei Malern keine Kunden die auf ne Wand deuten und sagen „da, die Farbe hät ich gerne genau so bei mir“? Wie froh bin ich, dass ich bei Einrichtungen und Firmen anrufen kann und eine Frage stellen kann, ohne, dass deren Angestellte mich auslachen und am Ende des Tages darüber in ihrem „Dumme Kunden“-Blog Bericht ablegen.
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nilsson
Veteran

18.01.10
15:52 Uhr
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Massimo
Dauergast

18.01.10
16:35 Uhr
JanB schrieb am 18.01.10, 15:12 Uhr:

Massimo schrieb am 18.01.10, 09:26 Uhr:

Designer vs. Client

und vieles davon wenn auch nicht alles, habe ich selbst erlebt. werber
Solche Beiträge sind doch genau wie das () extrem flach und vereinfacht und helfen der Diskussion überhaupt nicht weiter. Macht mal jemand ein Youtube-Video über einen freundlichen Kunden, der sich dankbar beraten lies und am Ende auch noch ordentlich zahlte? Nein, natürlich nicht, das wär ja nicht so unterhaltsam. Und ich glaub dir auch gerne, dass du und fast jeder andere hier solche Kunden schonmal hatte. Aber genau wie bei diesem Comic von TheOatMeal ist es eben immer nur ein Teil der Wahrheit und auch immer nur die Zusammenfassung von allem bereits Erlebten.
Gibt es bei Malern keine Kunden die auf ne Wand deuten und sagen „da, die Farbe hät ich gerne genau so bei mir“? Wie froh bin ich, dass ich bei Einrichtungen und Firmen anrufen kann und eine Frage stellen kann, ohne, dass deren Angestellte mich auslachen und am Ende des Tages darüber in ihrem „Dumme Kunden“-Blog Bericht ablegen.

äh...das war einfach nur ein witziges Video, weil man die meisten Sprüche aus eigener Erfahrung kennt und nicht meine generelle Meinung über alle Kunden dieser Welt.
Das sollte die Diskussion nicht unbedingt „weiter bringen“.
Schade, daß du es nicht so verstanden hast. Schreib ich nächstes Mal einfach dazu.

1. Designer werden in der Regel unterbezahlt, insbesondere wenn man das auf die Überstunden, die sie leisten vergleicht...zumindest in den meisten Agenturen.
Die Erfahrung habe ich selbst gemacht und eigentlich alle Kollegen, die in dem Bereich arbeiten, die ich kenne. Klar sollte man nicht pauschalisieren, aber der „Trend“ ist nun mal so.

2. Viele Kunden haben einfach keine Affinität zu Design, bzw. Verstehen sie nicht den Prozeß, der dahinter steht und wundern sich dann über die Kosten.
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Dominic
Veteran

18.01.10
17:21 Uhr
Viele Kunden haben einfach keine Affinität zu XYZ, bzw. Verstehen sie nicht den Prozeß, der dahinter steht und wundern sich dann über die Kosten.
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julie
Veteran

18.01.10
18:32 Uhr
Massimo schrieb am 18.01.10, 16:35 Uhr:

2. Viele Kunden haben einfach keine Affinität zu Design, bzw. Verstehen sie nicht den Prozeß, der dahinter steht und wundern sich dann über die Kosten.


...ist bei mir aber ebenso, wenn ich beim Zahnarzt, in der KFZ-Werkstatt etc. bin.
Das klingt so vorwurfsvoll, aber kann man das echt jmd vorwerfen?
(Man kann höchstens vorwerfen, dass dem Gegenüber kein Vertrauen entgegengebracht wird – aber ganz ehrlich: in der KFZ-Werkstatt denkt man doch auch oft genug, man wird da irgendwie „abgezockt“ und hat oft nicht 100% Vertrauen.)

Es liegt dann halt am Designer/der Agentur, durch gute Argumentation einen Zugang zu schaffen und die Kosten möglichst transparent darzustellen.


Manuel schrieb am 18.01.10, 10:37 Uhr:

Wieviel sollte man denn eurer meinung nach als durchschnittlicher designer mit 3-4 jahren erfahrung verdienen (brutto)?

So pauschal kann man das nicht sagen, auch wenn ich auch die 2500-3000 (oder gar 3500, aber kommt halt leider selten genug vor) ganz gut eingeschätzt finde.
- Was genau macht die Person inhaltlich?
- Welchen Background hat sie?
- Was ist das für ein Schuppen?
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moyashi
Veteran

18.01.10
20:20 Uhr
Irrelevanter Beitrag (anzeigen):

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Massimo
Dauergast

19.01.10
09:29 Uhr
julie schrieb am 18.01.10, 18:32 Uhr:

Massimo schrieb am 18.01.10, 16:35 Uhr:

2. Viele Kunden haben einfach keine Affinität zu Design, bzw. Verstehen sie nicht den Prozeß, der dahinter steht und wundern sich dann über die Kosten.


...ist bei mir aber ebenso, wenn ich beim Zahnarzt, in der KFZ-Werkstatt etc. bin.
Das klingt so vorwurfsvoll, aber kann man das echt jmd vorwerfen?
(Man kann höchstens vorwerfen, dass dem Gegenüber kein Vertrauen entgegengebracht wird – aber ganz ehrlich: in der KFZ-Werkstatt denkt man doch auch oft genug, man wird da irgendwie „abgezockt“ und hat oft nicht 100% Vertrauen.)

Es liegt dann halt am Designer/der Agentur, durch gute Argumentation einen Zugang zu schaffen und die Kosten möglichst transparent darzustellen.

Sehe ich anders: Klar wundert man sich über eine teure KFZ Rechnung, aber dort bekommt man die Arbeitsstunden aufgelistet und die Materialkosten kann man im Internet nachschlagen.
Bei Zahnarzt weiß man auch wieviel jede Füllung kostet.

Aber Designer tauschen eben nicht einfach nur die Benzinpumpe aus und gut ist. Designer müssen jedes Mal was neues erschaffen. Und das verstehen oder raffen die Leute einfach nicht. Daß wir mehr leisten. Wie willst du einem Kunden den kreativen Prozeß transparent darstellen, wenn der ihn nicht versteht...
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osbow
Veteran

19.01.10
09:32 Uhr
julie schrieb am 18.01.10, 18:32 Uhr:


...ist bei mir aber ebenso, wenn ich beim Zahnarzt, in der KFZ-Werkstatt etc. bin.
Das klingt so vorwurfsvoll, aber kann man das echt jmd vorwerfen?
(Man kann höchstens vorwerfen, dass dem Gegenüber kein Vertrauen entgegengebracht wird – aber ganz ehrlich: in der KFZ-Werkstatt denkt man doch auch oft genug, man wird da irgendwie „abgezockt“ und hat oft nicht 100% Vertrauen.)


Vertrauen ist ein sehr gutes Stichwort. Überall werden Dinge aufgedeckt die dem Kunden zeigen das er mal wieder der dumme ist. Ob es, wie von dir beschrieben, die Autowerkstatt ist, die unseriös nebenbei was dazuverdienen will, der Handwerker der mehr Stunden aufschreibt oder der Großkonzern, der in Billigländern produziert aber überhöhte Preise verlangt und wieder mal Stellen abbaut.

Manchmal habe ich das Gefühl das man heute nur noch weiter kommt indem man seine Mitmenschen über den Tisch zieht. Vielleicht war das früher ja auch so, wurde aber nicht so schnell öffentlich. planlos
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julie
Veteran

19.01.10
09:41 Uhr
Massimo schrieb am 19.01.10, 09:29 Uhr:

Aber Designer tauschen eben nicht einfach nur die Benzinpumpe aus und gut ist. Designer müssen jedes Mal was neues erschaffen. Und das verstehen oder raffen die Leute einfach nicht. Daß wir mehr leisten. Wie willst du einem Kunden den kreativen Prozeß transparent darstellen, wenn der ihn nicht versteht...

„kreativer prozess“ klingt in dem fall für mich bisschen nach black box:
du wirfst irgendwas rein (das briefing) und nach x stunden (die man vorher evtl. auch nicht benennen kann), kommt hinten irgendwas raus (meinetwegen das logo).

aber so ist es ja nicht ganz.
es gibt diverse steps, die du dem kunden auch benennen (+ einzeln kalkulieren) kannst:
analyse seines bisherigen zeugs, recherche, ideenfindung, mehrere entwurfsrunden, reinzeichnung, etc

(gerade bei der logogestaltung habe ich die erfahrung gemacht, dass es mal sehr gut laufen kann und einem kommen ein haufen tolle ideen – und eben mal gar nicht...aber das ist dann einfach unser unternehmerisches risiko, da kann ja der kunde nichts für, wenn uns nix gutes einfällt.)

und ist das dann noch sooo weit weg von der kalkulation der kfz-werkstatt?
(übrigens weiß ich dort zwar, was es kostet und kann evtl darüber auch nachlesen – wenn ich aber keine ahnung hab, werde ich nie wissen, ob die einzelnen maßnahmen auch notwendig sind in dem moment, brauche also ebenso vertrauen.)

klar gibt es unterschiede: wenn ich für einen kunden was gestalte, muss er „mithelfen“, in dem er seinen input gibt, mitentscheidet usw.

aber so oder so ist die basis für mich vertrauen. wenn der kunde dir vertraut, dann lässt er dich machen. nimmt deine empfehlungen an. versucht nicht, jeden preis zu drücken.
und mit dem problem misstrauen haben aber sicher viele berufsgruppen zu kämpfen, nicht nur wir.
(ich steh nicht so sehr auf den designer in „opferrolle“...)
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alorenz
Veteran

19.01.10
10:41 Uhr
julie schrieb am 19.01.10, 09:41 Uhr:


es gibt diverse steps, die du dem kunden auch benennen (+ einzeln kalkulieren) kannst:
analyse seines bisherigen zeugs, recherche, ideenfindung, mehrere entwurfsrunden, reinzeichnung, etc

Seh ich auch so – sooo genau schlüssel ich das zwar nicht auf in Rechnungen/KVs, aber auf die Frage „was kostet das“ versuch ich den Leuten schon immer darzustellen, was alles dazugehört, und vor allem auch, dass Design keine Leistung von der Stange ist – also dass es vom Budget abhängt, was man damit machen kann, nicht umgekehrt. Gerade für Text-/Materialaufbereitung, Korrekturrunden, Recherche undso find ich das wichtig – da spielt es ja eine sehr große Rolle, wie der Auftraggeber „mitarbeitet“. Wenn jemand nur ein kleines Budget hat, kann er selber aktiv was tun, um den Aufwand einzugrenzen, indem er halt seine Texte korrekturliest und ein ordentliches Briefing macht und so .. das verstehen eigentlich auch alle.

Sowas wie „Entwurf“ oder „Ideenfindung“ kann man natürlich nur pauschal veranschlagen, aber wenn man den Leuten bei den technischeren Dingen (die klarer einzugrenzen sind – 1, 2, viele Korrekturrunden) entgegenkommt und die so transparent wie möglich kalkuliert, ist das meiner Erfahrung nach viel leichter zu vermittlen als wenn man nur sagen würde „ein Logo kostet X (weil das ist ein kreativer Prozess)“.
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