GEMA und Urheberrecht bei Youtube-Videos

Arbeitsgruppe Bürokratie
 
Ich habe daraus jetzt mehr gelesen dass sich der Photograf nicht einbilden soll er bekomme Geld für ein Photo, egal wie scheisse es ist. Es gibt genug Photografen.

Was ich an der Argumentation des Herrn im Video nicht verstehe, ist die Tatsache, dass er behauptet Youtube stehle seine Leistung und werde reich damit. 1. Hat jemand anderes die Videos (quasi illegal) hochgeladen und 2. wird ja gerade verhandelt Künstler für Lieder auf Youtube zu entlöhnen - finanziert durch Werbung.
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Schon mal bei Amazon geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
pulswerks beitrag spiegelt, trotz der bezüge auf mich, meine meinung auch nicht wider, da möchte ich mich distanzieren.

ich weiß, dass der job als künstler hart ist, einem überwiegend kein erfolg beschieden ist und man ständig mit einem fuß im arbeitsamt steht, aber wenn man wahrgenommen, gemocht, im falle des musikers gehört und verlegt wird, dann ist es selbstverständlich ein unglaublich asoziales und dummes verhalten, damit zu argumentieren, dass der musiker sich das ja selbst rausgesucht hat, musiker zu werden und nun wohl kaum erwarten kann bezahlt zu werden. im dümmsten fall deklassiert man sich selber noch, indem man die musik, die man selber mag, als wertlos bezeichnet.
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Aus dem allgemeinen GEMA Thread

Martin R. schrieb am 23.03.12, 02:16 Uhr:

Schon ein halbes Jahr alt, aber das beste was ich bislang zum Thema Gema vs Youtube gelesen habe: http://www.spreeblick.com/2011/06/21/gem...rderungen/ ()
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Sehr guter Artikel, dem ich in vielen Punkten zustimme

http://www.internet-law.de/2012/03/sven-...recht.html

Die Musikindustrie hätte sich in den letzten 15 Jahren immer wieder die Frage stellen müssen, wie die Menschen Musik konsumieren und wie die sich wandelnden Bedürfnisse so befriedigt werden können, dass damit gleichzeitig auch die Labels noch genug verdienen. Für diese Fragestellung hat sich die Musikindustrie, in Gestalt der Major-Labels, aber nie interessiert. Denn ihre durch die Vorstellung des geistigen Eigentums geprägte Haltung war immer die, als Rechteinhaber selbst darüber zu entscheiden, wie die Musik vertrieben und verkauft wird. Der Konument hat das Produkt gefälligst in der Form zu akzeptieren, wie es ihm angeboten wird.

Die Content-Industrie hat es versäumt, der Nachfrage der Kunden ein Angebot gegenüber zu stellen. Der Glaube an die Macht des Urheberrechts und der fortwährende Ruf nach dem Gesetzgeber haben die Branche insgesamt davon abgehalten, sich mit den Bedürfnissen ihrer Kunden zu befassen und die veränderten Umstände als Chance zu begreifen und nicht nur als Bedrohung.
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Ich fand den Punkt in dem Beitrag von Sven Regener sinnmachend, wo er sagte, dass YouTube und Konsorten den Plattenfirmen kein attraktives Konzept bieten, so dass sie sagen „Ja, ihr dürft unsere Musik spielen“. So würde es ja jeder andere auch machen – für umsonst bietet man seine Inhalte nicht an, mit denen man Geld verdient. Das macht nur jemand, der es ohnehin als Hobby und nicht professionell betreibt.

Das ist für mich der Knackpunkt, der für mich die Haltung der Plattenfirmen rechtfertigt.

Spoiler (anzeigen):

Und dass die GEMA im Prinzip mehr oder weniger direkt die Recht der Musiker und Liedtexter vertritt, wusste ich auch nicht. Wieder was gelernt.
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echt? was hast du denn gedacht, was die machen? ernst gemeint ohne ironischen unterton.

und in dem verlinkten artikel von mir steht quasi direkt darauf

Flix schrieb am 23.03.12, 10:58 Uhr:

Ich fand den Punkt in dem Beitrag von Sven Regener sinnmachend, wo er sagte, dass YouTube und Konsorten den Plattenfirmen kein attraktives Konzept bieten, so dass sie sagen „Ja, ihr dürft unsere Musik spielen“. So würde es ja jeder andere auch machen – für umsonst bietet man seine Inhalte nicht an, mit denen man Geld verdient. Das macht nur jemand, der es ohnehin als Hobby und nicht professionell betreibt.

die antwort: der zeitpunkt, an dem die musikindustrie vorgaben machen kann ist leider/oder zum glück schon abgelaufen.
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Die Logik ist ja auch nicht ganz richtig. Lieder bzw. durchaus auch ganze Alben werden geladen um sie zu beurteilen. Danach verworfen oder gekauft. Ja, diese Spezies gibt es tatsächlich und ich sehe daran nichts verwerfliches. <punktaus>
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Editiert: 23.03.12, 12:40 Uhr
one schrieb am 23.03.12, 12:17 Uhr:

Die Logik ist ja auch nicht ganz richtig. Lieder bzw. durchaus auch ganze Alben werden geladen um sie zu beurteilen. Danach verworfen oder gekauft. Ja, diese Spezies gibt es tatsächlich und ich sehe daran nichts verwerfliches. <punktaus>

Naja, dafür gäbe es aber wiederum mtv, radio und all das altmodische Zeug. Und Previews in Itunes / amazon. Nicht?


Ist es nicht auch ein Problem, dass den Leuten (inkl mir) heute Musik einfach nichts mehr wert ist? Bei dem Output an Schund (und gelegentlich auch guter Musik) die täglich auf den Markt gepumpt wird gebe ich nicht (mehr) CHF 20 für ein Album aus, da ich morgen wahrscheinlich schon wieder den nächsten Interpreten lässig finde.

In Wirtschaft gesprochen ist das Angebot grösser als Früher, die Nachfrage aber mehr oder weniger gleich, also müsste doch der Preis sinken. Irgendwann halt leider gegen Null.

So herum betrachtet müssten sich Musiker ein Stück weit schon damit abfinden, dass sie einfach weniger verdienen als noch vor 10 Jahren. Ich kaufe auch keine Handgemachten Lederschuhe, die ein halbes Monatsgehalt kosten, mehr und die Schuhmacherindustrie hat sich auch nie (laut) beschwert, sie ist einfach kaputtgegangen. Solche „shifts“ in der Wirtschaft gibt es durchaus häufig, siehe Textilindustrie, Herstellung von PC Hardware und so weiter.
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Dann kannst du’s dir auf Dauer aber auch getrost abschminken, dass irgendwer noch qualitativ hochwertige Schuhe Musik machen möchte.
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ich glaube momentan wird da einfach auch vieles durcheinandergewürfelt.
die majorlabel verdienen - soweit ich das beurteilen kann - seit langem prächtig, bei den musikern sind es eben nur die 1-2% die wirklich fette kohle scheffeln.
ausserdem habe ich seit langem das gefühl, dass was das bevorzugt unterstütze musikangebot angeht, das prinzip castingshow ganz gut die situation beschreibt. schnell kohle machen mit dem genre das momentan angesagt ist, flächendecken über alle kanäle vermarkten, von songschreibern geschrieben und mit austauschbaren sängern.
ich wünsche mir unterstützung für authentische musiker die sich ohne druck ihrer musik widmen können und dabei genug geld verdienen um gut über die runden zu kommen. ich persönlich mag musik, aber sie bestimmt mein leben nicht so sehr, dass ich andauernd neues kaufe.

ich habe schon oft gelesen, dass bands die ihre musik selbst vermarkten weitaus besser weg kommen, als mit einem vertrag bei einem label. da kennen sich die meisten von euch sicher besser aus.
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Mighty Mike schrieb am 23.03.12, 08:15 Uhr:

Ich habe daraus jetzt mehr gelesen dass sich der Photograf nicht einbilden soll er bekomme Geld für ein Photo, egal wie scheisse es ist. Es gibt genug Photografen.
.

So war es gemeint.
Oder um noch etwas mehr ins Detail zu gehen:
Der Fotograf soll sich nicht einbilden er bekommt Geld für ein Foto egal wie scheisse es ist nur weil er jetzt Künstler ist und auf dem Markt mitmischen und Geld verdienen will. Es gibt genug Fotografen die davon leben und wenn die Fotos dieses Fotografen, aus welchen Gründen auch immer, nicht verkauft werden, sollte er sich mal Gedanken machen warum das so ist bevor er mit Schuldzuweisungen auf seine Kunden los geht.

@alorenz
Du kannst die Musik aber nicht einfach 1:1 mit Fotografie ect. vergleichen. Anderes Medium, andere Geschichte, andere Konsumenten, anderes Konsumverhalten, anderes Angebot, andere Nachfrage, anderer Verwendungszweck und anderer Markt.
Vorallem hat bei den anderen Dingen keiner den Sprung ins digitale Zeitalter dermassen verpennt wie die Musikindustrie bei welcher immer das Geld in Vordergrund steht und nur sehr selten der Künstler und seine Arbeit. Und was haben die Musiker gemacht? Jeder einzelne hat gedankenlos mitverpennt und jetzt wird rumgeheult.

Wenn ich als Künstler mit meiner Arbeit Geld verdienen will, dann muss ich Verantwortung übernemen und mir selbst Gedanken darüber machen, Wege ausdenken wie ich das anstelle und darf nicht auf ein veraltetes System aufspringen und dann rumheulen wenn ich keinen Cent sehe.

Aber um auf deine eigentliche Frage zurück zu kommen woher ich mir das Recht nehme auf diese Art über den Wert der Arbeit von anderen Leuten zu urteilen, hier die einfache Antwort:
Dieses Recht nimmt sich jeder von uns. Und zwar tagtäglich bei allen Dingen die wir sehen, anfassen usw! Wir laufen ständig wertend durch die Gegend. Das Geschiet meist unbewusst, aber nicht immer. Woher nimmt sich aber jemand das Recht auf Grund seiner eigenen Wertung etwas gratis zu nehmen?

So sieht es doch momentan bei den meisten Leuten aus!
Du liest immer wieder den gleichen Satz: „Wenn ich was gut finde, dann kaufe ich es mir.“
(Und wenn jemand etwas nicht so gut findet, wird es sicher nicht einfach ignoriert. Da wärst du eine Ausname und Gutmensch, marx, und davon bist du nun wirklich weit entfernt... ;) )
Wir haben schon immer Musik getauscht und haben dieses Verhalten mit Erscheinen von mp3 & co nicht abgelegt. Wir tun es weil es möglich ist und weil die Leute in den teuren Ledersesseln eben verpennt haben uns ein funktionierendes, faires System zu liefern. Ok finde ich das an sich nicht und es ist schade, dass die Künstler die Leidtragenden sind. Aber dieses Verhalten der Konsumenten verwundert mich auch nicht. Was wird uns heute denn für das Geld geboten und wer bekommt davon am meisten in seine Taschen? Der Künstler den ich mag?
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pulswerk schrieb am 23.03.12, 15:18 Uhr:

Der Fotograf soll sich nicht einbilden er bekommt Geld für ein Foto egal wie scheisse es ist nur weil er jetzt Künstler ist und auf dem Markt mitmischen und Geld verdienen will. Es gibt genug Fotografen die davon leben und wenn die Fotos dieses Fotografen, aus welchen Gründen auch immer, nicht verkauft werden, sollte er sich mal Gedanken machen warum das so ist bevor er mit Schuldzuweisungen auf seine Kunden los geht.

ahso, also wenn ich zu dir sag: dein foto ist scheisse, ich zahl dafür nix, aber ich verwende es trotzdem – das ist ok? und du hast dann kein recht, dich zu beschweren? weils ja genug andere fotografen gibt?

lustige einstellung brain

oder erwartest du vielleicht von DEINEN (potentiellen) konsumenten das gleiche „gutmenschentum“, das du marx vorwirfst? talk about double standards ..
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marx hat ja seinen Post wieder gelöscht, aber ich schreibe es für dich gerne nochmal:
Hört doch auf mir hier irgendwelche Stricke knüpfen zu wollen und lest meine Beiträge bitte etwas aufmerksamer durch! brain
Ansonsten muss ich auch mal fragen: Was gibt dir das Recht das beschriebene Verhalten zum wiederholten male auf meine Person zu beziehen obwohl ich das gar nicht so geschrieben habe?
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ich finde auch, dass du dich da sehr missverständlich ausdrückst, wenn du es eigentlich meinst. natürlich kann sich keiner beschweren, wenn er mit seiner musik/malerei/fotografie kein geld verdient, wenn seine werke nicht verwendet werden in entsprechendem umfang. werden die werke doch großumfänglich verwendet, aber er sieht keinen roten heller dafür, hat er wohl ein gutes recht, sich über die situation zu beschweren. wer nun wieviel schuld an der situation trägt ist eine andere sache.
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kathi schrieb am 23.03.12, 13:45 Uhr:

Dann kannst du’s dir auf Dauer aber auch getrost abschminken, dass irgendwer noch qualitativ hochwertige Schuhe Musik machen möchte.

Ich denke genau das wird passieren. Dann steigt aber wiederum die Nachfrage und so weiter.
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Die Spezies „Konsument“ ist halt auch ein recht verwöhntes, bequemes und dabei reichlich selbstgerechtes Pack – und mitunter ziemlich schizophren: während man sich einerseits von diversen anderen Konzernen völlig willenlos und unreflektiert ausnehmen und gefügig machen lässt wie der allerletzte Trottel, lässt man sich andererseits von der Musikindustrie nicht für dumm verkaufen! Und den Künstlern, den Jammerlappen!
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Editiert: 23.03.12, 19:36 Uhr
pulswerk schrieb am 23.03.12, 16:45 Uhr:

Ansonsten muss ich auch mal fragen: Was gibt dir das Recht das beschriebene Verhalten zum wiederholten male auf meine Person zu beziehen obwohl ich das gar nicht so geschrieben habe?

was hast du „nicht so“ geschrieben? wenn du den eindruck hast, ich versteh was falsch, dann erklär bitte, was du konkret meinst. ich les deine posts so, dass du dir gerne herausnehmen möchtest, die „fehler der industrie“ (was auch immer du darunter verstehst – besonders viel sachkenntnis scheinst du ja nicht mitzubringen) den urhebern in die schuhe zu schieben. und zwar nur weil dir das eine bequeme rechtfertigung dafür zu bieten scheint, mit deren arbeit (nämlich der arbeit der urheber!) nach deinem gutdünken zu verfahren.

du denkst dabei anscheinend keine sekunde lang darüber nach, dass musiker genau den gleichen job machen wie du selber, nämlich die rechte an ihrer arbeit zu verwerten. und zwar bitteschön zu den bedingungen, die SIE definieren – und nicht du.

wo siehst du außerdem so einen riesen unterschied zwischen musik und fotografie, hinsichtlich rechten und vertriebswegen? gerade da seh ich eigentlich sehr viele parallelen – es gibt in beiden bereichen sowohl hardware als auch digitale formate, es gibt einen digitalen massenmarkt, es gibt sowohl professionelle verwerter als auch private konsumenten .. was soll da großartig anders sein? ob ich mir jetzt ein foto an die wand hängen will oder ein stück musik anhören, die spielregeln sind genau die gleichen – sich einfach nur darauf zurückzuziehen, dass man sagt „die fotoagentur XY ist scheisse und die jpegs sind mir da zu komprimiert, also hol ich mir die datei von woanders und der autor kriegt halt nix, mir doch egal“ ist ne billige ausrede. und du als urheber müßtest das eigentlich selber wissen.

es gibt im übrigen sehr viele musiker, die überhaupt gar kein problem damit haben, dass ihre sachen massenhaft kopiert werden. sollte man vielleicht auch mal dazusagen. die sehen das ziemlich oft so, dass es einfach kostenlose promo ist, und wenn drei millionen leute ihr komplettes lebenswerk irgendwo runterladen und ein halbes prozent davon anschliessend ein album tatsächlich kauft, dann haben sie unterm strich gewinn gemacht (eben weil die promo ja gratis war und null aufwand verursacht hat). und es stellt ja auch aus guten gründen so gut wie jeder ne handvoll downloads auf seiner eigenen site zur verfügung. aber das recht zu entscheiden, wie sie das handhaben wollen, und vor allem wem sie ihre sachen gratis überlassen wollen (nämlich dem publikum – und NICHT youtube/google, zum beispiel), liegt einzig und allein bei den autoren. finde ich. und nicht bei den konsumenten oder youtube oder sonstwem.

das ist nämlich auch was, was der regener in seinem rant sehr deutlich sagt: jeder, der die videos anschauen will, kann einfach auf die site der band kommen und das kostenlos tun. die band zahlt sogar noch den traffic, gerne, danke, kein problem. ABER dass google sich an den inhalten ne goldene nase verdienen möchte, und dann noch das geschäftliche risiko der werbeeinnahmen auf die gema abwälzen – das wirds nicht spielen. und das versteh ich absolut.
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Editiert: 23.03.12, 21:28 Uhr
alorenz schrieb am 23.03.12, 19:06 Uhr:

(was auch immer du darunter verstehst – besonders viel sachkenntnis scheinst du ja nicht mitzubringen)

Immerhin bin ich halbwegs der Gross- Kleinschreibung mächtig, was bei dir ja nicht der Fall zu sein scheint! ;) Aber ich erklähre es dir gerne da du es offenbar immernoch nicht verstehst und weiter auf den Putz haust!

Fakt ist, dass ich in keinem Beitrag vom Verhalten meiner eigenen Person ausgehe und das auch nie so geschrieben habe. Du schlussfogerst einfach mal wild drauf los und schwingst die Keule. ICH fordere nichts und ich möchte nichts! Also hör endlich auf mir hier irgendwelche Vorwürfe zu machen was ich für ein schlechter Mensch bin und wie scheisse ich die Künster behandle. Nochmal zu mitschreiben: ICH fordere nichts und ich möchte nichts! Ist das jetzt endlich bei dir angekommen? brain

Alles was ich habe ist Verständniss für die aktuelle Situation der Konsumenten und deren
Verhalten und was ich tue ist, den Künstler nicht fein raus zu lassen und einfach dem Konsumenten die Schuld in die Schuhe zu schieben. So einfach ist das nämlich nicht. Genau das tut aber dieser Sven in seiner Wutrede und da kann ich beim besten Will nicht dem Einheitschor hier zustimmen!

Wenn du Fotografie und Musik in einen Topf schmeisst und die Unterschiede nicht siehst welche zwar klein, aber dafür um so mehr an der Zahl und um so bedeutender sind, dann frage ich mich wer von uns beiden nicht besonders viel Sachkenntnis besitzt... vogel

So lange du die Unterschiede nicht siehst, ist eine differenzierte Diskussion darüber nicht möglich. Um diesen Thread nicht weiter zuzumüllen, bin ich aber gerne bereit mit dir in privatem Rahmen über die Unterschiede zu diskutieren. ;)

//e:
PS, ja ich drücke mich zugegebermassen ab und zu etwas kompliziert aus. ;)
Ich habe aber das Gefühl, dass hier manche Leute gerne etwas oberflächlich denken und diskutieren. Da bleibt kein Platz um in die Tiefe zu gehen und alle Aspekte eines Problems anzusprechen. Tut man das, werden voreilige Schlussfolgerungen eingeworfen, wie ich das ja gerade erlebe. Satz des Anstosses war ja: „Wenn jemandem ein Lied keinen Euro Wert ist, wird es eben kostenlos runtergeladen. Es liegt am Künstler den Wert seiner Werke zu steigern.“

Jetzt sollte jeder von uns mal ganz ehrlich sein und folgende Fragen beanworten:
Hast du schon mal ein Lied kostenlos/illegal runtergeladen?
Warum hat du das getan und hast du es (bzw. alle die du runtergeladen hast) später auch gekauft?

Wer bis jetzt alles mit „ja“ beantworten kann ist fein raus.
Der Rest, und ich denke das ist die Mehrheit hier, soll doch bitte erklähren warum sie/er das oder die Lieder nicht gekauft haben.

Ich bin gespannt auf die Antworten. ;)
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pulswerk schrieb am 23.03.12, 20:57 Uhr:

Der Rest, und ich denke das ist die Mehrheit hier, soll doch bitte erklähren warum sie/er das oder die Lieder nicht gekauft haben.

Das ist schnell erklärt. Weil es nicht gut war und nach dem ersten Anhören nie wieder gehört wurde. Es ist ja eben nicht so, dass nur Mainstream geladen wird. Es gibt auch andere Geschmäcker und auch diese Musiker wollen und sollen Geld verdienen (was die für Probleme mit ihren Labels haben und dadurch kaum was verdienen ist ehrlich gesagt nicht mein Problem).

Fakt ist jedoch, dass ich alleine durch das Downloaden von Musik auf einige Künstler gestossen bin, von denen ich dann (manchmal sogar mehrere - ohne die anderen zu kennen) CDs gekauft habe.

Dass das „Runterladen“ so nie gedacht war, also dass jeder Hans und Kunz an Wares kommt, darüber könnte man auch mal reden. Das ganze „Pack“ sollte und soll doch gar nicht bedient werden. Bedient wird das allgemeine „Pack“ zumeist durch Idioten, die auf irgendeine Weise Geld damit verdienen, weil sie etwas zum Download anbieten. Und genau aus diesem Grunde bin ich froh, dass die Zeiten der OCHs so langsam aber sicher dem Ende zu gehen. Denn dann wird nicht mehr jeder x-beliebige an jedes x-beliebige Release kommen. Oh, ein neues Lied von XY, mal schauen, ob ich das auf RS ausfindig mache. Glaubt denn wirklich jemand, die ganzen Kinder hätten die Musik auch gekauft? Und wie muss man dann den Schaden beziffern?

Die ganze Diskussion über das Downloaden von Musik ist imho eh über. Man wird immer downloaden können (nicht jeder, wenn die OCHs endlich tot sind, aber grundsätzlich doch jeder) und User wie ich werden genau das kaufen, was ihnen gefällt und dieses dann auch noch in kleinen Kreisen verteilen. Und man glaubt es kaum: das ist manchmal sogar Werbung, denn einige Downloader kaufen dann das Album.

Alles in allem ist das ne verzwickte Situation und Labels (so wie sie agieren) sowie die Gema (so wie sie ist) gehören verboten. Künstler werden abgezockt und der Verbraucher soll leiden, ja? Nicht mit mir und deshalb lade ich vor dem Kauf.
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pulswerk schrieb am 23.03.12, 20:57 Uhr:

Immerhin bin ich halbwegs der Gross- Kleinschreibung mächtig, was bei dir ja nicht der Fall zu sein scheint! Aber ich erklähre es dir gerne da du es offenbar immernoch nicht verstehst und weiter auf den Putz haust!

Ganz miese Art …
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pulswerk schrieb am 23.03.12, 20:57 Uhr:


Jetzt sollte jeder von uns mal ganz ehrlich sein und folgende Fragen beanworten:
Hast du schon mal ein Lied kostenlos/illegal runtergeladen?
Warum hat du das getan und hast du es (bzw. alle die du runtergeladen hast) später auch gekauft?

Ich bin gespannt auf die Antworten. ;)

Das letzte mal, dass ich ein Lied illegal runtergeladen habe ist mindestens 6 oder 7 Jahre her. Das ist die Wahrheit. In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Aus meiner Sicht ist das legale Angebot und dessen Verfügbarkeit im Netz mittlerweile so gut geworden, dass ich es erstens gar nicht mehr nötig habe, mir den Kram in irgendwelchen dunklen Ecken zusammenklauben zu müssen, und es zweitens mit meinem Gewissen auch nur schwer vereinbaren könnte.

99 Cent für einen Track oder 10 Euro für ein Album sind mir persönlich nicht zu teuer. Ich überlegs mir halt vorher, ob ich es haben will oder nicht. Möglichkeiten zum Reinhören gibt´s doch überall, dafür muß ich doch den Song nicht erst runterladen – gerade wenn es um Mainstream geht: ey, macht mal das Radio an, da werdet ihr totgeballert mit dem Kram. Vieles kaufe ich gezielt und direkt bei kleinen Labels über deren Shops im Netz. Und ich lass mich halt viel vom Webradio inspirieren, wie z.B. ByteFM. Was da läuft und mir gefällt, hab ich bisher auch immer irgendwo legal aufspüren und kaufen können, von Mainstream bis Abseitig.

Ich bin selbst kein Musiker, aber meine Arbeit als Grafiker für ein kleines Mini-Label gewährt mir manchmal gewisse Einblicke. Die machen eigentlich alles richtig: auf deren Website kann man jedes Album komplett anhören, rauf und runter, den ganzen Tag. Will man das Album oder einen Track kaufen, hat man die Wahl zwischen verschiedenen Formaten von mp3 über flac bis ogg. Kauft man das Album als CD oder Vinyl, kauft man automatisch auch immer den Download des digitalen Albums mit. Da weiß ich halt nicht mehr, welche Wünsche aus Sicht des Konsumenten da noch offen bleiben – und trotzdem findet sich der Kram auch immer wieder bei diversen filesharern.

Ich kann das alles nicht mehr hören. Warum wird denn all der Kram runtergeladen? Weil die Musikindustrie so böse und so unfähig ist? Nee. Weil es geht. Deswegen. So einfach und so banal ist es doch.

Da kann die Musikindustrie tausend Jahre lang tausend Dinge falsch gemacht haben – das andere Extrem, nämlich diese Konsumenten-Diktatur nach dem Motto ICH WILL DAS ABER JETZT SOFORT UND ÜBERALL UND GEFÄLLIGST BILLIG, die ist mir genauso zuwider. Sollen sich die Künstler in Zukunft genauso runterhandeln lassen wie die Milchbauern? Künstler von des Konsumenten Gnaden? So eine Gesellschaft ist einen Scheiß wert, da hat der Regener schon recht.
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mac schrieb am 24.03.12, 02:43 Uhr:

Die machen eigentlich alles richtig: auf deren Website kann man jedes Album komplett anhören, rauf und runter, den ganzen Tag. Will man das Album oder einen Track kaufen, hat man die Wahl zwischen verschiedenen Formaten von mp3 über flac bis ogg. Kauft man das Album als CD oder Vinyl, kauft man automatisch auch immer den Download des digitalen Albums mit.

Und genau sowas meine ich mit Wertsteigerung. love
Bei diesem Geschäftsmodell wird die Zahl der Leute denen dieses Angebot einen Euro Wert ist merklich ansteigen. Und aus meiner Sicht ist dafür eben der Musiker selbst verantwortlich!
Darum habe ich für Leute die immernoch auf ein 90er-Jahre Geschäftsmodell vertrauen und rumjammern wie ungerecht diese Welt doch ist absolut kein Verständniss.
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Also sorry, man kann sicher darüber argumentieren, dass die Gema oder so manches Musiklabel nicht mehr zeitgemäß agiert und da ein Umdenken stattfinden müsste oder längst hätte stattfinden müssen. Aber ich muss da Alorenz in allen Punkten Recht geben und finde ihre Argumente absolut nachvollziehbar. Vor allem:

alorenz schrieb am 23.03.12, 19:06 Uhr:

das recht zu entscheiden, wie sie das handhaben wollen, und vor allem wem sie ihre sachen gratis überlassen wollen (nämlich dem publikum – und NICHT youtube/google, zum beispiel), liegt einzig und allein bei den autoren. finde ich.

Wer Musik konsumieren will und vor allem, wenn man den Anspruch hat, auch in Zukunft gute Musik von seinen Lieblingsinterpreten zu beziehen, sollte auch bereit sein, dem Künstler etwas dafür abzudrücken, wenn der es so will (was glaub ich kein exotischer Einzelfall sein dürfte). Und dem Label gegebenenfalls doch auch, da sitzt ja auch nicht einfach einer in einem Sessel und dreht Däumchen, da wird ja nun auch gearbeitet, vertrieben, verlegt, beworben - ob und in welchem Maß das sinnvoll ist, steht doch für den Konsumenten erst mal nicht zur Debatte.

Und wenn ein Künstler „auf ein 90er-Jahre Geschäftsmodell vertrauen“ will, wie du es nennst und selbst, wenn er seine Musik nur auf Schellackplatten verkaufen und verbreiten will, ist das sein gutes Recht. Der Künstler macht das Angebot, und es steht jedem frei, dieses anzunehmen oder abzulehnen. Und er kann sich noch hundertmal zu Recht darüber beklagen, wenn er beklaut und beschissen wird.


pulswerk schrieb am 23.03.12, 20:57 Uhr:


Jetzt sollte jeder von uns mal ganz ehrlich sein und folgende Fragen beanworten:
Hast du schon mal ein Lied kostenlos/illegal runtergeladen?
Warum hat du das getan und hast du es (bzw. alle die du runtergeladen hast) später auch gekauft?

Wer bis jetzt alles mit „ja“ beantworten kann ist fein raus.
Der Rest, und ich denke das ist die Mehrheit hier, soll doch bitte erklähren warum sie/er das oder die Lieder nicht gekauft haben.

Ich bin gespannt auf die Antworten. ;)

Ich bin sicher, jeder hier hat schon mal im Laufe seines Lebens irgendwo illegal einen Song oder Film gezogen. Genauso wie die meisten sicher schon mal irgenwann als Jugendlicher einen Schokoriegel im Laden, ein paar Äpfel von Nachbars Baum oder ein paar Euro für Kippen aus Mudderns Portemonaie geklaut haben, einfach, weil es ging, um sich zu bereichern oder aus Gedankenlosigkeit, weil es einfach verfügbar war und womöglich sowieso niemand vermisst.

Heisst aber doch noch lange nicht, dass das richtig ist. Heisst doch noch lange nicht, dass ich so ein Verhalten mit irgendwas rechtfertigen könnte. Oder dass mir keiner auf die Finger klopfen darf, wenn ich dabei erwischt werde, weil es doch alle machen, oder weil ein digitaler Song doch nur eine Kopie ist oder er mir eh nicht so gut gefällt, oder weil doch der Nachbar der Doofe ist, da er seine Äpfel nicht ausreichend vor Diebstal geschützt hat. Man hat sich illegal bereichert, einen Schaden für den Beklauten bewusst oder unbewusst in Kauf genommen und muss gegebenenfalls damit rechnen, zur Verantwortung gezogen zu werden. Da lässt sich doch wohl nichts dran drehen oder schönreden.

planlos
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kathi schrieb am 24.03.12, 05:12 Uhr:

Heisst aber doch noch lange nicht, dass das richtig ist.

Das ist ja genau der Punkt. Im Verständnis der Bevölkerung ist das Stehlen von Gegenständen eine Straftat, das stehlen von Werken wird toleriert. Viele Menschen sehen (zumindest in meinem Umfeld) den Sinn des aktuellen Urheberrechtes, zumindest für Kunst, nicht. Und das scheint rund um die Welt der Fall zu sein. Eventuell müsste man darüber diskutieren, was „richtig“ ist. Und dann folgt die Frage wie man Künstler entlöhnen soll (dass man sie entlöhnen muss ist völlig klar).

In meinen Augen ist weiter Aufgabe der labels (denen oft Knebelverträge nachgesagt werden) nicht ganz klar. Viele Leute scheinen kein Problem zu haben „von den Geldsäcken bei Sony, die nichts machen ausser die Lieder abzumischen“ zu stehlen. Die Künstler, die Ihr halbes Leben für eine selten Erfolgreiche Karriere opfern, werden vergessen.

Daher die Frage: Was machen im Zeitalter von iTunes und Spotify Labels? Die Ausgaben für Fernsehwerbung und CD-Distribution dürften ja allmählich zurückgehen.
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alexxxus schrieb am 24.03.12, 02:04 Uhr:

pulswerk schrieb am 23.03.12, 20:57 Uhr:

Immerhin bin ich halbwegs der Gross- Kleinschreibung mächtig, was bei dir ja nicht der Fall zu sein scheint! Aber ich erklähre es dir gerne da du es offenbar immernoch nicht verstehst und weiter auf den Putz haust!

Ganz miese Art …

einfach nur dumm brain
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Mike bringt's auf den Punkt +1 .
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