GEMA und Urheberrecht bei Youtube-Videos

Arbeitsgruppe Bürokratie
 
Editiert: 24.03.12, 14:21 Uhr
Warum wird denn all der Kram runtergeladen?

Weil die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden viel zu gering ist. Läge sie bei über 0.1% oder so gäbe es diese Diskussion gar nicht.

Weil es billiger ist. Film im Tv verpasst. Einen Tag später lag die billigste legale Möglichkeit bei 9 Euro. Fucking 9 Euro, weil man vergessen hat den Videorekorder anzumachen. In der Videothek 100m weiter hätte man ihn für 1,50 Euro bekommen. Und übers Usenet kostet es mich nur 50 Cent.

Weil es schneller ist. Ein Tag kann ganz schön lang sein, wenn man auf etwas wartet. Winter is coming!

Weil es ungerecht ist. Bei den Amis läufts „umsonst“ im Tv und wir dürfen 3 Euro zahlen.

Weil die Industrie so furchtbar böse ist und den Künstlern nur 4% vom Kuchen abgibt. 4% von 1 Euro sind doch nur 4 Cent, also was soll die Aufregung. Hätten sie sich mal lieber einen richtigen Beruf ausgesucht, statt sich wegen 4 Cent abzocken zu lassen. Ich mache mit Garageband geilere Mukke und verlange auch nix dafür.

gumbo

Ich bin voll bei Alorenz.
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Mighty Mike schrieb am 24.03.12, 10:00 Uhr:

In meinen Augen ist weiter Aufgabe der labels (denen oft Knebelverträge nachgesagt werden) nicht ganz klar.

ich sehe den sinn von labels noch da, wo künstler keine lust haben, sich um all den anderen kram ausser das reine musikmachen zu kümmern.
das wäre z.b. booking, promo, pflege der website/social media, verteilung der musik auf allen möglichen plattformen / physikalischen tonträgern, herstellung/abwicklung von fanartikeln, buchhaltungskram, gemeinsamen proberaum/equipment verwalten, etc.

das sind ganz klar dinge, die musiker heute auch selbst von zu hause am rechner machen können, wenn sie nicht ganz doof sind und sich ein bisschen damit auseinandersetzen. aber es kann auch sein, dass sie da auf einige dinge wirklich keine lust drauf haben. und wenn ein label seine 10 oder 50 künstler/bands betüdelt, hat man da vermutlich auch leute sitzen, die das einzelne besser können, als jetzt ein durchschnittlicher musiker. und ein label mit schon 50k facebook fans kann einem beim start auch ganz gut helfen.
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Wenn ich sehe, dass Videos von der GEMA bei YT gesperrt werden, welche die Künstler oder die Labels SELBST hochgeladen haben, dann finde ich schon, dass die gut zusammenarbeiten und richtig glücklich miteinander sein müssen. Aber ich finde das oke. Weg mit GEMA-Mucke von YT, vielleicht verstehen dann auch mal die Künstler... und wer es doch sehen mag und nur ein ganz klein wenig denken kann nutzt eh Proxtube.
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Genau. Wir sperren nicht. hammer Stimmt ja auch, YT sperrt. vogel
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Ist so. Die haben einfach immer noch keinen Lizenzvertrag, und weil Youtube fand dass die Gema zu viel Geld verlangt, haben sie einfach alle Videos gesperrt.
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Editiert: 24.03.12, 20:00 Uhr
also zur gema mal kurz: wissen eigentlich alle, die sich über den laden aufregen, dass die mitgliedschaft dort *freiwillig* ist? keiner wird gezwungen, dem verein beizutreten. ja, das procedere ist wahnsinnig bürokratisch und keiner macht das gerne und auch auf seiten der künstler wird sich immer wieder beschwert über mangelnde transparenz und verwaltungsaufwand pipapo .. ist auch absolut verständlich, vom handling her ist das zehnmal schlimmer als finanzamt (oder wars jedenfalls vor ner weile, weiß nicht, ob das immer noch so schlimm ist).

aber: in sachen youtube vs gema agiert die gema glasklar *auf seiten der künstler*, so wie ich das verstanden habe jedenfalls. steht glaub ich auch in dem artikel, den (ich glaube) martin zu dem thema gepostet hat, der auf spreeblick. das ist kein böser privatkonzern, der sich da bereichern will, sondern ein *verein*.

man kann ja von google halten was man will, aber sich als konsument nur darüber zu beschweren, dass irgendwelche videos mal ne weile nicht gratis verfügbar sind (obwohl sie es oft eh sind – man müsste nur mal woanders gucken als auf youtube), finde ich ziemlich ignorant. das ist so wie wenn eisenbahner streiken wegen unzumutbarer arbeitsbedingungen, und der fahrgast (der selber einen prima job hat) hat nix besseres zu tun als über die verspätung zu jammern.


und in meinen antworten von gestern gings mir überhaupt nicht darum, wo pulswerk (oder sonst irgendwer) mp3s runterlädt oder nicht, das ist mir total egal – sondern um die argumentation. von jemandem, der selber urheber ist, erwarte ich eigentlich ein bisschen mehr respekt und sogar sowas althergebrachtes wie solidarität den autoren gegenüber.

ich hab nämlich eine ganze weile in der branche gearbeitet (übrigens genau zu der zeit, als das mit der „digitalisierung“ losging – ende 90er/anfang 00er, dotcomcrash, efapleite, drm, itunes undsoweiter) – und die musiker waren (und sind immer noch) die einzigen, die sich mir gegenüber absolut fair verhalten, was meine arbeit betrifft. ohne dass man erklären oder verhanden braucht: ich bin autor, du bist autor, wir respektieren uns gegenseitig. jeder freie grafiker wird wohl wissen, dass das alles andere als selbstverständlich ist.

bei den labels und den bookern und den promotern und so hörts manchmal schon wieder auf mit der fairness (also es liegt dann wohl nicht an der branche) – aber die musiker selber sind zu 95% geradezu übertrieben anständig.

Spoiler (anzeigen):

case in point: letzte woche hat mich einer extra angerufen, um zu fragen, ober er das logo(!) für sein eigenes label(!!) nochmal auf ner anderen release verwenden darf. das hätt ich ja fast in „unglaubliche kundenerlebnisse“ gepostet. love

deswegen regt mich das auf, wenn jemand so daherredet, als wären musiker per se irgendwelche clowns, die nur für die eigene unterhaltung zuständig sind, und die man nicht ernstnehmen braucht, weil sie ja „nur künstler“ sind. beziehungsweise als solche sich gefälligst nicht mit geld und recht und verträgen zu beschäftigen haben, weil das irgendjemandes romantische vorstellung vom künstlerdasein stört.

haben eigentlich alle aufm schirm, das „wir“ (also grafiker, fotografen, texter etc – das sind ja nicht wenige hier in dem forum, oder?) ganz genauso „künstler“ sind wie ein musiker? das urheberrecht ist haargenau das gleiche – und die musiker, die ich kenne, haben im durchschnitt 100mal mehr ahnung davon als die grafiker. ich hör ja 20 jahre nach erfindung des pdf immer noch von kollegen, dass nutzungsrechte doch doof sind und ich wär ja nur geldgeil und das kann man dem kunden doch nicht zumuten .. doch. kann man. muss man sogar. das ist genau das, was jetzt zählt. wir haben nämlich, genau wie die musiker, schon lange keine originale mehr.

irgendwelchen musikern jedenfalls pauschal vorzuwerfen, dass sie gepennt hätten, ist IMO total daneben – die haben nicht gepennt, sondern verträge aufgesetzt und kleingedrucktes gelesen, weil das nämlich genau das ist, woraus die ganze „musikbranche“ besteht. das ist nix anderes als eine einzige riesige rechteverdealerei, auch wenn das von den konsumenten keinen interessiert – es ist halt nicht glamourös oder cool, sondern unglaublich öde und anstrengend. aber wenn ein musiker seine eigene arbeit auch nur ansatzweise ernstnimmt, wird ihm – zu recht – wesentlich wichtiger sein, wer was wie verwerten darf und mit wem welche verträge darüber abschließt, als ob irgendwelcher youtube quatsch grad offline ist. auch da kann ich den regener sehr gut verstehen, wenn er sich drüber aufregt, dass er nur an solchem schwachsinn gemessen wird.

und nochmal zur erinnerung: es geht ihm nicht um geld in seinem rant. ganz im gegenteil – wenn irgendwer auf der eigenen site ein video anschaut, kriegt er ja auch nix, er zahlt sogar noch dafür. es geht ihm hinsichtlich youtube ausschließlich darum, dass das eben kein öffentlicher ort ist, wo seine arbeit der „allgemeinheit“ zur verfügung steht, sondern privatgelände, wo seine arbeit von google kommerziell verwertet wird – gegen seinen willen. würde das irgendjemand von euch mit seiner eigenen arbeit machen lassen wollen? also ich nicht.


mac schrieb am 24.03.12, 02:43 Uhr:

Die machen eigentlich alles richtig: auf deren Website kann man jedes Album komplett anhören, rauf und runter, den ganzen Tag. Will man das Album oder einen Track kaufen, hat man die Wahl zwischen verschiedenen Formaten von mp3 über flac bis ogg.

hast du mal nen link? ) flac/ogg hört sich ja sympathisch an; würd mir gern anschauen, wie die das ansonsten so gelöst haben.
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mac schrieb am 24.03.12, 02:43 Uhr:

Die machen eigentlich alles richtig: auf deren Website kann man jedes Album komplett anhören, rauf und runter, den ganzen Tag. Will man das Album oder einen Track kaufen, hat man die Wahl zwischen verschiedenen Formaten von mp3 über flac bis ogg. Kauft man das Album als CD oder Vinyl, kauft man automatisch auch immer den Download des digitalen Albums mit. Da weiß ich halt nicht mehr, welche Wünsche aus Sicht des Konsumenten da noch offen bleiben – und trotzdem findet sich der Kram auch immer wieder bei diversen filesharern.

Die machen wirklich alles richtig. Ich würde gerne mit Freuden und sehr häufig 99ct. pro Track und 10 Euro für ein Album ausgeben wenn ich FLAC Files bekommen würde. Diesen Preis und bei iTunes ja sogar manchmal auch 1,29 für 256kbit Verlustbehaftet tue ich mir nicht an, da gebe ich lieber 5 Euro mehr aus und kaufe die CD. Und das mache ich meistens auch.

mac schrieb am 24.03.12, 02:43 Uhr:

Ich kann das alles nicht mehr hören. Warum wird denn all der Kram runtergeladen? Weil die Musikindustrie so böse und so unfähig ist? Nee. Weil es geht. Deswegen. So einfach und so banal ist es doch.

Da kann die Musikindustrie tausend Jahre lang tausend Dinge falsch gemacht haben – das andere Extrem, nämlich diese Konsumenten-Diktatur nach dem Motto ICH WILL DAS ABER JETZT SOFORT UND ÜBERALL UND GEFÄLLIGST BILLIG, die ist mir genauso zuwider. Sollen sich die Künstler in Zukunft genauso runterhandeln lassen wie die Milchbauern? Künstler von des Konsumenten Gnaden? So eine Gesellschaft ist einen Scheiß wert, da hat der Regener schon recht.

Da sind wir nicht einer Meinung und haben doch beide Recht. Die Mentalität hat sich sehr geändert weil es einfach einfach geht. Seit der Leerkassette hat die Bereitschaft, Platten zu kaufen nachgelassen und hat über CD-Brenner bis heute mit Filetsharing den Höhepunkt erreicht. Man wird nicht alle zu legalem Handeln zwingen können, da wurden früher ja auch immer Kompromisse eingegangen, mit GEMA Abgabe auf Leerkassetten und CD-Brenner und der Einführung der Privatkopie, aber die Musikindustrie hätte einen Gutteil dazu beitragen können, dass viele sich erst garnicht mangels adäquater Angebote ein rechtswidriges Verhalten angewöhnen und dessen Bequemlichkeit als Selbstverständlich hinnehmen lernen.

Ich habe es ja schon gesagt, aber ich finde selbst heute sind die meisten Angebote (und da nehme ich solche wie das von dir genannte Label aus der Verantwortung) so schlecht und unflexibel und ihren Preis meiner Meinung nach nicht Wert.

Dass viele es möglichst billig wollen, finde ich auch ein ekelhaftes aktuelles Phänomen, denn Qualität hat ihren Preis und ich bin absolut mehr als bereit den zu zahlen, wenn die Leistung stimmt. Warum ich bei Itunes für einen Filmleih mehr zahle als wenn ich in die Videothek gehe und warum ich für zuviel Geld „schlechte“ Dateien bekomme und nicht wenigstens die gleiche Qualität wie auf der CD werde ich nie verstehen. Geht auch gar nicht.

@alorenz GEMA ist aber trotzdem ein Mistladen, der von winzigen Läden für eine Live-Jamsession auf offener Bühne vor durchschnittlich 10-25 Zuschauern soviel Kohle will, dass das niemals über Eintritte reinzuholen ist. Die ganzen kleinen Clubs in Mannheim kotzen im Quadrat. Der Laden ist mit zutiefst unsympathisch und zwar schon immer, ich stand vor 20 Jahren vor unserer ersten Veröffentlichung auch vor der Entscheidung Mitglied zu werden und habe es zum Glück nicht gemacht lol
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Editiert: 24.03.12, 21:15 Uhr
alexxxus schrieb am 24.03.12, 20:17 Uhr:

@alorenz GEMA ist aber trotzdem ein Mistladen

ja das glaub ich dir gerne – ich sag ja auch nicht, dass die gema das gelbe vom ei ist (ich hab doch extra gesagt, „schlimmer als finanzamt“! =). nur dass man den künstlern durchaus zutrauen darf, dass sie selber entscheiden können, ob sie da mitmachen oder nicht – genau wie du ja auch. und wenn sie es machen, werden sie wohl ihre gründe haben.


alexxxus schrieb am 23.03.12, 09:27 Uhr:

Sehr guter Artikel, dem ich in vielen Punkten zustimme

http://www.internet-law.de/2012/03/sven-...recht.html

Die Musikindustrie hätte sich in den letzten 15 Jahren immer wieder die Frage stellen müssen, wie die Menschen Musik konsumieren und wie die sich wandelnden Bedürfnisse so befriedigt werden können, dass damit gleichzeitig auch die Labels noch genug verdienen. Für diese Fragestellung hat sich die Musikindustrie, in Gestalt der Major-Labels, aber nie interessiert. Denn ihre durch die Vorstellung des geistigen Eigentums geprägte Haltung war immer die, als Rechteinhaber selbst darüber zu entscheiden, wie die Musik vertrieben und verkauft wird. Der Konument hat das Produkt gefälligst in der Form zu akzeptieren, wie es ihm angeboten wird.

Die Content-Industrie hat es versäumt, der Nachfrage der Kunden ein Angebot gegenüber zu stellen. Der Glaube an die Macht des Urheberrechts und der fortwährende Ruf nach dem Gesetzgeber haben die Branche insgesamt davon abgehalten, sich mit den Bedürfnissen ihrer Kunden zu befassen und die veränderten Umstände als Chance zu begreifen und nicht nur als Bedrohung.

was ich hier nicht versteh: was wär denn die alternative zur „vorstellung des geistigen eigentums“ und dem „glauben an die macht des urheberrechts“? also womit sollte die musikindustrie wirtschaften, wenn nicht mit rechten?

digitalisierung hin oder her – es war doch noch nie so, dass die leute drei kilo musik zum label hintragen und jeder darf sich ne scheibe abschneiden .. planlos ?
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Jamiro schrieb am 24.03.12, 18:30 Uhr:

Ist so. Die haben einfach immer noch keinen Lizenzvertrag, und weil Youtube fand dass die Gema zu viel Geld verlangt, haben sie einfach alle Videos gesperrt.

Natürlich, aber auf Grund von was? Eben. Schlussendlich ist die GEMA dafür verantwortlich, da sie utopische Summen pro KLICKS verlangt.
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Editiert: 25.03.12, 01:35 Uhr
alorenz schrieb am 24.03.12, 19:50 Uhr:

hast du mal nen link? ) flac/ogg hört sich ja sympathisch an; würd mir gern anschauen, wie die das ansonsten so gelöst haben.

ja, z.b. hier: http://shop.semlabel.com/album/loka

das format wählt man während des bezahlvorgangs aus. der shop läuft über bandcamp. bandcamp ist – nach meiner ansicht und soweit ich das beurteilen kann – mit die beste plattform, auf denen künstler und kleine labels ihre musik vermarkten können.

sufjan stevens macht das auch so.
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one schrieb am 25.03.12, 00:08 Uhr:

Schlussendlich ist die GEMA dafür verantwortlich, da sie utopische Summen pro KLICKS verlangt.

Weiss man mittlerweile denn wieviel sie verlangen? Oder hast du geheime Insiderinfos? Denn bislang musste man eher davon ausgehen, daß es gerechte Summen sind und Youtube nur versucht seine Macht auszunutzen, um den Preis zu drücken. Zumindest spricht die Hetzkampagne gegen Gema dafür. Dont be evil sieht anders aus.

Allerdings ist die Gema auch nicht ohne. Ziemlich unfairer Laden in dem ein paar Hauptmitglieder über die Verteilung bestimmen und es so hingedreht haben, daß sie das meiste bekommen sofern es wahr ist was ich mal gelesen habe. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
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Die Zahl spielt nicht die geringste Rolle. Man will pro Klick und pro Einbindung (wo auch geklickt werden könnte und wird) und natürlich schon bei Aufruf (!) kassieren. Die GEMA stellt sich also hin und sagt, „wir sperren nicht“, „wir finden YT gut“, „es ist ja super für die Künstler (Anmerkung: deren Kunden!)“ Das ist eine Gelegenheit verdammt viel Geld zu scheffeln und ich stehe da hinter YT bzw. Google, die einfach sagen: Leck mich am Arsch GEMA, deine Videos kannst du gerne behalten und wir blenden sie in Deutschland einfach aus.

Ja, es kursierte mal eine Summe (0,69 ct./Aufruf), aber bestätigt war die imho nie, daher wäre es klarer Blödsinn drüber zu reden. Es soll jedenfalls im Vergleich zu anderen Ländern/Hostern arg zu viel sein.
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die machen es auch gut.
vierfach vinyl (in weiß) + shirt für 15,- + versand und natürlich sofort download.
http://projectmooncircle.bandcamp.com/al...ompilation
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alexxxus schrieb am 23.03.12, 09:27 Uhr:

Der Konument hat das Produkt gefälligst in der Form zu akzeptieren, wie es ihm angeboten wird.

bingo.
wir sollen weiterhin gefälligst passive konsumenten sein, denen man den eigenen plastikmüll (dessen wert man selbst jahrelang bewusst „inflationiert“ hat) löffelweise verabreichen kann.

und was ist überhaupt mit den urhebern selbst? von denen hört man nie etwas. die verstecken sich hinter den rechteverwertern. da hat sich noch niemand organisiert, oder? wenn ja, habe ich es nicht mitbekommen. herrn regener sollte man besser jetzt noch mal das mikro vors gesicht halten. der hat sich sicher abgeregt eek

die bisherigen modelle (und die beruhen ja alle am ende auf künstliche verknappung) funktionieren eben irgendwie nicht mehr richtig. vorschläge für neue modelle gab und gibt es zur genüge – kostenlos und in ausreichender menge aus dem - oh wunder - internet. reaktion der rechteverwerter: ignoranz, schweigen, abmahnungen. das stinkt doch, da ist jemand einfach nicht bereit sich zu verändern.
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Ich habe hier gerade ein recht gutes Beispiel, was die Zusammenarbeit aller betrifft:

http://www.facebook.com/Deichkind/posts/...2645123054

Sooo,
„Leider geil“ist jetzt auch gesperrt.
Ob Plattenfirma, Youtube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben.Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..

So gut funktioniert das nämlich. *g*
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und was ist überhaupt mit den urhebern selbst? von denen hört man nie etwas.

klar. weil sie ihre fans verlieren würden. bei deichkind ist es mit größter wahrscheinlichkeit auch nur eine pr-masche.
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When radio was first introduced in the 1930s many predicted the end of records. Radio was a free medium for the public to hear music for which they would normally pay. While some companies saw radio as a new avenue for promotion, others feared it would cut into profits from record sales and live performances. Many companies had their major stars sign agreements that they would not appear on radio.
Indeed, the music recording industry had a severe drop in profits after the introduction of the radio. For a while, it appeared as though radio was a definite threat to the record industry. Radio ownership grew from two out of five homes in 1931 to four out of five homes in 1938. Meanwhile record sales fell from $75 million in 1929 to $26 million in 1938 (with a low point of $5 million in 1933), though the economics of the situation were also affected by the Great Depression.

Wikipedia
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da schau her, das ist titelstory im lokalen käseblatt:

Youtube unterliegt im Streit um Musik-Videos


Wegweisendes Urteil des Landgerichts Hamburg gegen Google: Deutsche Musikindustrie setzt Forderungen nach mehr Kontrolle durch

http://derstandard.at/1334795744528/Gema...sik-Videos

argh, musikindustrie != gema .. brain .. aber die haben das vermutlich eh nur abgeschrieben.
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Editiert: 21.04.12, 12:22 Uhr
auf der Berliner Zeitung auch sehr geistreich »Youtube muss mehr Musik löschen« brain
Im Beitrag steht zumindest was von Filtern.
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Ein Hoch auf den Stillstand! cheer

Spoiler (anzeigen):

kotz
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Editiert: 27.02.13, 18:54 Uhr
jetzt bin ich gerade ein bisschen verwirrt. ich bin einem link gefolgt, das video war mit dem typischen verweis auf die gema nicht abrufbar ... ABER: es handelt sich um das offizielle video von amber liu, repräsentiert vom unabhängigen koreanischen label s.m. entertainment.

sperrt google da einfach alles? oder vertritt die gema einfach alle musiker innerhalb deutschland, bzw. gegenüber allen die aus deutschland videos anschauen?
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YouTube sperrt (leider) auch auf verdacht, da es ja sein könnte, dass die von der GEMA vertreten werden. Meine zumindest das war irgendwie so.
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ah okay. doof (
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da ist anscheinend was weitergegangen: Einigung zwischen Youtube und Gema in Deutschland

Ein zentraler Streitpunkt war die Forderung der Gema, Youtube müsse ähnlich wie andere Online-Musikdienste pro Stream bezahlen. Die Google-Tochter weigerte sich beharrlich und verwies darauf, dass nur eine Beteiligung an den Werbeerlösen möglich sei - bei Videos, bei denen Anzeigen eingeblendet werden. Wie dieser Konflikt nun gelöst wurde, blieb zunächst unklar. In Branchenkreisen wird von einem Kompromiss ausgegangen, der neben einer Beteiligung der Gema an den Werbeerlösen auch zusätzlich eine Pauschale für Musikvideo-Streams ohne Werbung vorsieht. Der jetzige Lizenzvertrag soll auch rückwirkend für den Zeitraum seit 2009 gelten.
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