Kleinunternehmer oder nicht?

Arbeitsgruppe Bürokratie
 
Hallo zusammen,
trotz meines festen Jobs, arbeite ich ab und an auch nebenbei, natürlich auf Rechnung.
Probleme habe ich dann bei der Steuererklärung, denn um nicht zuviel nachzahlen zu müssen, muß man die ausgaben den Gewinnen möglichst anpassen.
Große Anschaffungen kann man dann aber dennoch nicht machen, weil man Produkte über 150 euro mind. 3 oder gar 4 Jahre absetzen muß.

Nun hat mir ein Freund geraten kleinunternehmer zu werden. Man hat einen Freibetrag von bis zu 17.500 euro.
Mir bekante Nachteile sind viell. daß man diese Grenze nicht überschreiten darf (werd ich eh nicht) und daß man keine MwST berechnen kann und das manche Kunden abschreckt.

Nun meine Fragen:
1. Was meint ihr , welche nachteile gibt es und sollte ich das machen bzw. wie macht ihr es?
2. Wie melden man sich an, reicht ein Anruf beim Finanzamt und kann ich es auch noch im Kanuar anmelden oder gilt das dann nicht mehr für 2012?
3. Habt ihr Ideen, in was man am besten investiert um die Ausgaben anzugleichen?

Danke vorab für eure Hilfe
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gwg, geringwertige wirtschaftsgüter bis 410 euro kannst du sofort abschreiben, alles darüber nach nutzungsdauertabelle. kameras und so waren sogar bis 7 jahre oder so. es spielt hierbei keine rolle, ob du kleinunternehmer bist oder nicht. meiner meinung nach hast du nur nachteile, wenn du selber auch teure dinge kaufst, denn du kannst die vorsteuer (mwst) nicht geltend machen. ich würd die kleinunternhemerregelung auf keinen fall machen
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ich nehme die kleinunternehmerregelung in anspruch (arbeite auch hauptberuflich angestellt), weil ich damals einfach so gestartet bin und es mir weniger arbeit gemacht hat.
1. ich würde es wohl wieder machen, da ich sooo viel nicht kaufe (und es nur lohnt, wenn man das tut, oder?)
2. ich musste was ausfüllen, ein bisschen rückwirkend geht (bei mir damals monat oder so)
3. neben den normalen küufen: fortbildungen, geschäftsreisen, versicherungen, ...

wie machst du es denn bisher? du bist nicht kleinunternehmer, sondern weist mwst aus, willst nun aber zurück? ich dachte immer, das wäre nicht ganz easy in die richtung. (halbwissen)
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ok, aber der Vorteil beim Kleinunternehmertum ist dennoch trotzdem, daß ich bis 17 euro Einnahmen habe ohne diese versteuern zu müssen oder liege ich da komplett falsch?
was sind denn geringwertige Wirtschaftgüter?
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da liegst du komplett falsch ;)

außerdem hast du ja ohnehin mehr einkommen als das, denn dein einkommen als angestellter wird doch reingerechnet. diesen teil musst du natürlich nicht nochmal versteuern, aber der ganze shizzle wird nicht einzeln berechnet, sondern als gesamtpaket.
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hmmm verstehe. Ne, wenn dazugerechnet wird komm ich ja über die 17tausender Grenze...

Dann ist mir immernopch nicht klar wo der genaue Vorteil liegt, wenn ich ich zum kleinunternehmertum wechsel....
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du hast weniger arbeit, da du keine mwst ausweist.
d.h. du musst keine umsatzsteuervoranmeldung machen.
kann aber sein, dass sich das für dich nicht rechnet.

p.s.: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinuntern...erregelung
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hm, dann komme ich ja eh über die 17 t. im Jahr , wenn ich alles zusammen rechne.

mir ist dann immernoch nicht der Vorteil des Kleinunternehmens klar...
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ich muss die umsatzsteuervoranmeldung eh nur einmal im Jahr machen.
hab mich mem Finanzamt da geeinigt.

aber gut, dann weiß ich erstmal bescheid, lohnt nicht.
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nur das weglassenkönnen der mehrwertsteuer. das ist aber eben meiner meinung nach nie ein vorteil.

und deine einkommensteuererklärung bezieht alle einkommensquellen mit ein. und selbst wenn du unter 17500 lägst musst du natürlich steuern zahlen, der freibetrag leigt bei 8000 oder so ähnlich
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jetzt muss ich nur sehen was ich heute noch kaufen werde, um meine ausgaben zu steigern -(
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am besten viele dinge unter 410 euro
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glaub auch , daß das Weglassen der Mwst viele Kunden stutzig macht, die es nicht kennen...
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ne, alexxxus, viele Dinge unter 150... 410 wären ja cool. könnt ich mir nen montor holen etc.
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nee, 410 euro.

Seit 1. Januar 2010 gilt folgende Regelung aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz:
Anschaffungskosten bis zu 150 EUR netto: Sofortabschreibung oder nach gewöhnlicher Nutzungsdauer
Anschaffungskosten 150,01 zu 410 EUR netto: Sofortabschreibung oder nach gewöhnlicher Nutzungsdauer oder Sammelposten mit Abschreibung über 5 Jahre
Anschaffungskosten 410,01 bis 1000 EUR netto: Sammelposten mit Abschreibung über 5 Jahre oder nach gewöhnlicher Nutzungsdauer
Ab Anschaffungskosten von 150,01 Euro besteht eine besondere Aufzeichnungspflicht.
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und was meinen die mit : Sofortabschreibung oder nach gewöhnlicher Nutzungsdauer
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man hat die wahl. und zwar 410 ohne vorsteuer.
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ok,
trotzdem fallen Produkte über 150 wozu alle Periphäriegeräte wie monitore und festplatten gehören raus aus der sofortabschreibung....

was ist mit software? Die fällt doch nicht darunter unter?
oder fonts?

mir würd sonst nichts einfallen....außer externe festplatten für je unter 150 euro kaufen und diese dann über ebay weiterverkaufen..aber das ist zu aufwendig.
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hä, wo fallen die wieso raus?

Unternehmer haben für Anschaffung und Herstellung von GWG seit dem Jahr 2010 mit einem Wert von mehr als 150 Euro bis 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) ein Wahlrecht: Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung oder Aufnahme in einen Sammelposten, der dann über 5 Jahre linear abzuschreiben ist.
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also habe ich die wahl, ja, sorry...bis zu 410 kann ichs entweder sofort abschreiben oder eben über die 3 jahre. richtig?
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so steht es da. aber es steht auch da: ohne gewähr -)

kann das jemand anderes noch verifizieren?
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na ja ich hab jetzt 2-3 versch. Quellen angeschaut, und das steht überall. Gehe also davon aus, daß es stimmt. Aber ruf sonst gleich mal zur Not beim FA an, um nachzufragen.

jedenfalls dank ich Euch beiden schon mal für die ganzen Infos.
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Gerne five
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in sachen versteuerung von investitionen wär vielleicht noch interessant: investitionsabzugsbetrag (früher: ansparabschreibung). könnte sinn machen, wenn du grad viele dollar übrig hast, die du noch nicht jetzt investieren willst/kannst – du bildest dann eine gewinnmindernde rücklage, die erst versteuert wird, wenn sie aufgelöst wird (2 bzw 5 jahre).

das kleinunternehmerdings hab ich nie ganz verstanden bzw mich auch immer ein bisschen gefragt, was das soll. ich war in deutschland von anfang an ganz normal selbständig.

Massimo schrieb am 30.12.11, 13:08 Uhr:

glaub auch , daß das Weglassen der Mwst viele Kunden stutzig macht, die es nicht kennen...

das hab ich auch öfter so gehört (von kollegen, die KU waren).


disclaimer: ich bin nicht mehr in deutschland und hab keine ahnung von der aktuellen rechtslage bei euch. auf der wikipediaseite is mir aber nicht aufgegfallen, dass irgendwo steht „gilt nicht mehr“.
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die rücklage kannst du nur noch im auflösungsjahr versteuern, wenn du sie zum kauf des anlagegutes verwendest, für dass du sie anlegst. sonst wird sie rückwirkend im jahr der bildung versteuert.
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