ReMix RechtMix

Arbeitsgruppe Bürokratie
 
Moin,

weiß hier jemand, wie das eigentlich rechtlich mit Remixen aussieht, oder kennt verbindliche Quellen?
Also was passiert, wenn ich bspw. ein Acapella nehme, neue Musik drunter und das dann veröffentliche.
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Mister Ad
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Schon mal bei Amazon geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
dann kriegst du ärger!
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<mytwocents>
Wenn Du einen Remix machst und dem Rechteinhaber des Orginals schickst, dann besteht die Möglichkeit, das sofern der Remix dem Künstler gefällt (und die Plattenfirma mitmacht) Du das Teil veröffentlichen kannst. Allerdings kannst Du davon ausgehen das die Gewinne zum großen Teil an die Plattenfirma = Rechteinhaber gehen.
</mytwocents>
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Editiert: 29.01.11, 16:09 Uhr
Wenn das Original bei der Gema eingtragen ist, dann:

Wie gehe ich vor, wenn ich ein fremdes Musikwerk verwendet oder bearbeitet habe?



Bei Werken, die unter Benutzung fremder Werke oder fremder Melodien entstanden sind, müssen Urheber und Titel der Vorlage bei der Anmeldung ausdrücklich genannt werden.
Die GEMA kann neben dem Belegexemplar der angemeldeten Bearbeitung einen Notenbeleg des benutzten Originalwerks anfordern.
Wenn bei solchen Benutzungen fremder Werke der Anspruch besteht, dass es sich um ein neues, eigenständiges Werk handelt, das mit dem vollen Komponistenanteil registriert werden soll, so sind in jedem Fall die Notenbelege mit der Anmeldung zur Überprüfung einzureichen.
Bei der Anmeldung ist zu unterscheiden:

a) Anmeldung von Werken unter Verwendung geschützter Melodien („Melodienschutz“)
Achtung: Urheberrechte beachten!Auch wenn Sie ein Werk nur in Teilen verwenden, wie z.B. Melodien oder Motive anderer Urheber.
Die sogenannte freie Benutzung im Rahmen selbständiger Werke (gemäß § 24 Absatz 2 des Urheberrechtsgesetzes) gilt ausdrücklich nicht für die Benutzung eines Werks der Musik. Hier gilt der so genannte Melodienschutz. Dabei versteht die Rechtsprechung unter „Melodie“ eine Tonfolge, die dem Werk seine individuelle Prägung gibt.
Es ist daher unerheblich, ob z.B. ein oder mehrere Takte oder eine bestimmte Anzahl von Sekunden einem geschützten Werk entnommen und in einem neuen Werk verwendet werden. Die GEMA kann hier keine Abgrenzung vornehmen und besteht deswegen in jedem Fall auf einer Genehmigung des Originalurhebers bzw. des Verlegers.

b) Die Anmeldung von Bearbeitungen geschützter Werke

Eine Bearbeitung setzt ein Originalwerk voraus, das bearbeitet und in seinen wesentlichen individuellen Zügen beibehalten wurde.
Somit ist das Urheberrecht an der Bearbeitung zwar selbständig (§ 3 Urheberrechtsgesetz), aber dennoch vom geschützten Originalwerk abhängig. Dies bedeutet: der Bearbeiter benötigt zur Veröffentlichung oder Verwertung seiner Bearbeitung die Einwilligung des Urhebers des geschützten Originalwerks.
Ansprechpartner für solche Genehmigungen ist bei verlegten Werken in der Regel der Originalverlag oder der deutsche Subverleger.
Nur nach ausdrücklicher Autorisierung durch die Inhaber der Urheberrechte hat ein Bearbeiter auch einen Anspruch auf Beteiligung gemäß GEMA-Verteilungsplan.
Dazu ist die Vorlage einer Bearbeitungsgenehmigung in der von der GEMA vorgeschriebenen Form erforderlich, in der auch die Beteiligung des Bearbeiters geregelt ist.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Anmelden von Werkbearbeitungen
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Editiert: 08.08.12, 22:01 Uhr
Dieser Beitrag wurde vom Mitglied gelöscht.
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meeja schrieb am 29.01.11, 15:26 Uhr:

<mytwocents>
Wenn Du einen Remix machst und dem Rechteinhaber des Orginals schickst, dann besteht die Möglichkeit, das sofern der Remix dem Künstler gefällt (und die Plattenfirma mitmacht) Du das Teil veröffentlichen kannst. Allerdings kannst Du davon ausgehen das die Gewinne zum großen Teil an die Plattenfirma = Rechteinhaber gehen.
</mytwocents>

Oder den Eierköppen gefällt der Remix so gut, das sie ihn nachproduzieren, unter eigenem Namen veröffentlichen, dick absahnen und man selber schaut in die Röhre.
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Das ist in der Tat keine Seltenheit.
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