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Chinesische Typografie setzen?
Hallo ihr,
ich muss demnächst eine Festschrift setzen, die neben deutsch auch chinesisch enthält (in 2 Spalten nebeneinander laufend). Leider habe ich von chinesischer Typografie und deren Grundregeln natürlich überhaupt keine Ahnung, will aber nicht durch Missachtung aller Regeln jemandem auf die Füße treten...
Kennt sich hier jmd ein wenig aus?
Gibt es absolute „Grundregeln“, die ich auf keinen Fall missachten darf und die irgendwie ganz anders sind als im Deutschen?
Wie verhält sich chinesisch zu deutsch, was Textlänge angeht – muss ich mehr Raum einplanen?
Sind eingefärbte Schriftzeichen erlaubt, zB zur Auszeichnung im Text? (Ich nehme mal an, schon..)
Darf man überall umbrechen oder gibt es sowas wie ein markiertes Satzende (sowas wie einen Punkt)? ...Fragen über Fragen.
Und kennt ihr einen schönen chinesischen Font (möglichst free)?
Über einen Buch- oder Webseiten-Tipp zum Thema chinesischer Satz wäre ich auch dankbar.
Merci!
ich muss demnächst eine Festschrift setzen, die neben deutsch auch chinesisch enthält (in 2 Spalten nebeneinander laufend). Leider habe ich von chinesischer Typografie und deren Grundregeln natürlich überhaupt keine Ahnung, will aber nicht durch Missachtung aller Regeln jemandem auf die Füße treten...
Kennt sich hier jmd ein wenig aus?
Gibt es absolute „Grundregeln“, die ich auf keinen Fall missachten darf und die irgendwie ganz anders sind als im Deutschen?
Wie verhält sich chinesisch zu deutsch, was Textlänge angeht – muss ich mehr Raum einplanen?
Sind eingefärbte Schriftzeichen erlaubt, zB zur Auszeichnung im Text? (Ich nehme mal an, schon..)
Darf man überall umbrechen oder gibt es sowas wie ein markiertes Satzende (sowas wie einen Punkt)? ...Fragen über Fragen.
Und kennt ihr einen schönen chinesischen Font (möglichst free)?
Über einen Buch- oder Webseiten-Tipp zum Thema chinesischer Satz wäre ich auch dankbar.
Merci!
Ääähhhh....
Kannst Du überhaupt chinesisch?
Schreibt man das nicht von oben nach unten?
Muss das nicht jemand machen, der das kann bzw. Du mit einem Übersetzer???
Ich meine, ist ja schön, dass Du Dir über die Typo Gedanken machst, aber ist das hinterher überhaupt noch inhaltlich korrekt, wenn Du da was falsch machst?
Kannst Du überhaupt chinesisch?
Schreibt man das nicht von oben nach unten?
Muss das nicht jemand machen, der das kann bzw. Du mit einem Übersetzer???
Ich meine, ist ja schön, dass Du Dir über die Typo Gedanken machst, aber ist das hinterher überhaupt noch inhaltlich korrekt, wenn Du da was falsch machst?
Ich kriege einen übersetzten Text und habe schon angekündigt, dass das ein chinesisch sprechender Mensch mit mir gemeinsam dann fein setzen muss.
Aber damit ich mich und das Dokument schon mal vorbereiten kann, frage ich lieber vorher mal hier..
(Halbwissen: man kann von oben nach unten oder links nach rechts setzen?)
Aber damit ich mich und das Dokument schon mal vorbereiten kann, frage ich lieber vorher mal hier..
(Halbwissen: man kann von oben nach unten oder links nach rechts setzen?)
halbwissen: ich glaub, von oben nach unten ist üblicher, aber wenn es die formalen bedingungen verlangen (z.b. untertitel bei filmen) geht auch von links nach rechts.
jian kann doch mandarin, oder? und espy kennt sich auch etwas aus.
jian kann doch mandarin, oder? und espy kennt sich auch etwas aus.
Spongecate schrieb am 01.04.10, 14:46 Uhr:das war früher mal
Schreibt man das nicht von oben nach unten?
–
//e: wikipedia weiß mehr
–
ich würde sagen, du brauchst weniger platz, kannst im grunde ganz gut alles setzen, aber ohne eine endabnahme eines sprachkundingen würde ich das nicht machen.
freie schriften kann ich dir leider nicht nennen.
zum vergleich:
Dieser Text ist nur für Mitglieder sichtbar.
Das wäre natürlich...ätzend.

Ok, scheint sich erledigt zu haben mit der Richtung.
Jonis: ah, aber in deinem Beispiel gibt es scheinbar in der Tat sowas wie Punkte.
Ok, scheint sich erledigt zu haben mit der Richtung.
Jonis: ah, aber in deinem Beispiel gibt es scheinbar in der Tat sowas wie Punkte.
Mit der Adobe Creative Suite kommen eine ganze Menge chinesischer Schriften auf den Rechner. Siehe Schriftmenü in InDesign.
Ich habe die auch schon mal benutzt. Aber wie gesagt: Was ich da gesetzt habe wußte ich nicht.
Auf jeden Fall muss das ein Fachmann noch mal kontrollieren.
Ich habe die auch schon mal benutzt. Aber wie gesagt: Was ich da gesetzt habe wußte ich nicht.
Auf jeden Fall muss das ein Fachmann noch mal kontrollieren.
ich kann nur von dem projekt sprechen ... offensichtlichere einrückungen beim absatzanfang, lustige punkte (wahrscheinlich damit sie nicht untergehen
) und ansonsten eben auch gedankenstriche die länger sind ... ist aber eben nur ein online projekt. durch die direkte übersetzung aber vielleicht trotzdem für einen ersten eindruck hilfreich. klick dich ruhig mal durch.
Editiert: 01.04.10, 16:51 Uhr
hi, Jonis hat recht, nach jedem Absatz 2 Zeichen einrücken. Die Punkte sind in der Schrift schon drin. Solltest Du Text einfärben auf keinen Fall Rot wenns ein Name ist. Beim setzen ist die Lateinische Schrift im chinesischen Text von der Grundlinie immer ca. 1-2pt höher (sollte man anpassen), was man mit dem deutschen Indesign nicht automatisieren kann (aber nur wichtig wenns ein Buch oder Magazin ist) was dann auch sinnvoll ist, das man eine lateinische Typo für Lateinischen Text im chinesischen nimmt, da die Lateinische Schrift im chinesischen Zeichensatz meist unter aller Sau ist.
Textlänge ca. 60-75% je nach Übersetzung. Fließtext grundsätzlich nur Blocksatz, am besten das die Zeichen vertikal auch eine Linie haben (das muss aber nicht).
Bei Beschreibungen wie zB Telefonnummer, Fax Ansprechpartner ect. wird die Länge angepasst.. sieht scheisse aus gehört aber so...

Telefonnummern werden nicht spazioniert/eingeteilt.
Headlines kannst Du auch von oben nach unten machen, dann aber von rechts nach links, wenns zwei „Zeilen“ oder mehr sind. Brauchst Du chinesische Schriften? habe da ein paar...
Ps. der Großteil der Chinesen stehen auf alles verschnörkelte und überfrachtete, außer Designer und Architekten, die sind etwas sensibler. Hier das „chinesische Supertopic“ (
Noch Fragen, schreib ne Mail oder Ruf an...
Zu den Schriften: das sieht so aus, als gäbe es auch verschiedene Schnitte oder sind das dann verschiedene Schriften? Benutzt man im chinesischen denn andere Schnitte, zB für Hervorhebungen?
jap, es gibt Fett, Fetter, Ganz Fett ... Schriften die Pinsel nachahmen, Schrift wie die Times, die nur ungefähr den Pinsel nachahmen (Song) und groteske (Hei) die völlig klar sind... ach und so comic zeug
geht die leserichtung auf der seite oder im textblock eigentlich immer von oben rechts nach unten links?(egal ob quasi wagerechte zeilen wie bei uns oder diese senkrechte „zeile“ )
ich hab da noch nie eine definitive antwort drauf bekommen.
ich hab da noch nie eine definitive antwort drauf bekommen.
Editiert: 01.04.10, 19:16 Uhr
Modern: waagerecht von links nach rechts. Traditionelle Texte: von oben rechts nach unten und dann Spalte für Spalte nach links.

Auf den alten Schildern wurde auch noch von rechts nach links geschrieben, wie hier im Kaiserpalast über dem Thron 正大光明 - gerecht und ehrenvoll
kommt auf den Kontext an, es gibt einige sehr modern aufgemachte sachen, da als Kontrast so eine Leserichtung
zB http://member.52design.com/shtml/201004/...8541.shtml
zB http://member.52design.com/shtml/201004/...8541.shtml
Editiert: 03.04.10, 02:31 Uhr
Ich hab vor kurzem einen chinesischen Text in die Finger bekommen mit folgender „Bedienungsanleitung“ – ich C+P das mal einfach, fand ich ziemlich interessant: * alle Schriftzeichen innerhalb eines Satzes OHNE Leerstelle
* zwischen chinesich und lateinisch gibt es ebenso KEINE Leerstelle; Beispiel: 在2008年 oder auch 年十一月于东京与一个名叫Nana的日本女人之相遇
* wie im Deutschen nach Kommata, Doppelpunkt und Punkt (diese kleinen Kringel unten am Ende eines Satzes) eine Leerstelle
* das hier: – – – ist der chinesische Gedankenstrich (Achtung: 一 heißt “eins”; am Schluß des Textes kommen zwei “eins” hintereinander (also 一一); also das ist dann kein Gedankenstrich!)
* diese seltsamen Klammern hier: 「...」sind die chinesischen Anführungszeichen; die scheinen immer mit etwas mehr Abstand zum Rest des Textes zu stehen; Beispiel: 乐及「尘土」之中
* gegen Ende gibt es einen “normalen” Gedankenstrich: 所有以前握杀及阻碍我情感的理性程序 – 如乐器选用 ...den lassen wir einfach mal so; da wird sich die Übersetzerin hoffentlich was bei gedacht haben
* die chinesischen Klammern sind wie unsere; zwischen ihnen und dem restlichen Text sollte, auch wie bei uns, eine Leerstelle kommen
Die Mail kam vom Auftraggeber, der sich das von der Übersetzerin hat erklären lassen, daher die zT „umgangssprachlichen“ Bezeichnungen („Leerstelle“ heißt halt Space und so).
Interessant fand ich, dass in dem Text überall Gevierte drin waren, keine normalen Spaces, ist das immer so?
Und was könnte es mit dem einfachen Gedankenstrich auf sich haben … was für eine Logik steckt im Chinesischen hinter Gedankenstrichen? Ist das auch so wie im Deutschen/Englischen, mit Einschüben und so? (Der Text um den's ging war eine Übersetzung aus dem Englischen, kann also gut sein, dass der ganze Textaufbau von vornherhein „fremd“ war)
Ich hab vor einiger Zeit ein sehr schönes Buch über chinesische Schriftgeschichte geborgt bekommen
Semi related: http://www.wired.com/gadgetlab/2009/02/h...-works-ch/ – über chinesische Schreibmaschinen. Irgendwo hatte ich noch einen viel längeren Artikel mit viel mehr und tolleren Bildern gebookmarkt …
