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Kapitel III2 Arbeiten

Webentwicklung lernen, ohne Entwickler zu werden: WordPress für Anfänger und CSS Grid

Hier kannst du Webentwicklung lernen, wenn du eigentlich gestaltest oder fotografierst und deine Seite selbst in die Hand nehmen willst. Im alten Forum war das die Werkstatt: PHP-Fragen, CSS-Probleme, die erste eigene WordPress-Seite. Wir halten das bewusst praktisch, für Kreative und nicht für professionelle Entwickler.

In diesem Kapitel

  1. 01WordPress für Einsteiger: die ersten SchritteWas vor dem ersten Theme wichtiger ist als das Theme.
  2. 02CSS Grid vs. Flexbox: wann nutzt man was?Zwei Layout-Systeme, ein häufiges Missverständnis – mit echtem, getestetem Code.

Warum sich Webentwicklung lernen für Kreative lohnt

Die eigene Portfolio-Seite selbst zu bauen, ist für Kreative heute realistischer denn je, vorausgesetzt, man lernt die richtigen Grundlagen in der richtigen Reihenfolge. Dieses Kapitel ist genau dafür gedacht: Webentwicklung für Leute, die gestalten wollen, nicht für Leute, die Frameworks vergleichen. Wer auf diese Weise Webentwicklung lernen will, braucht weder ein Informatikstudium noch einen teuren Kurs, sondern vor allem eine konkrete Seite, an der er übt. Wer strukturiert Webentwicklung lernen möchte, findet die vier Texte dieses Kapitels genau in der Reihenfolge, in der die Fragen im alten Forum tatsächlich aufkamen.

WordPress für Anfänger: der schnellste Weg zur eigenen Seite

Wer schnell online sein will, landet meist bei WordPress. Als Einstieg in WordPress für Anfänger erklärt WordPress für Einsteiger, warum der Inhalt vor dem Theme kommt, wie der Block-Editor Beiträge tatsächlich speichert und welche Stolperfalle bei der Navigation fast jeden Anfänger erwischt.

Layout mit CSS Grid und Flexbox

Früher oder später will man das Layout selbst kontrollieren. CSS Grid vs. Flexbox beantwortet die häufigste Layout-Frage mit einer einfachen Faustregel und mit einem Live-Vergleich, in dem beide Systeme dieselben Elemente nebeneinander anordnen. Kein Screenshot, sondern echtes CSS, das in deinem Browser rechnet.

Wo sich WordPress und CSS begegnen

Die beiden Texte hängen enger zusammen, als ihre Titel vermuten lassen. Wer in einem Block-Theme Inhalte anordnet, stößt im Gruppen-Block auf die Varianten „Zeile“, „Stapel“ und „Raster“. Hinter diesen Namen stecken Flexbox und CSS Grid. Die Faustregel aus dem Layout-Artikel hilft deshalb schon im Editor, lange bevor man selbst eine Zeile CSS schreibt. Wirkt etwas wie eine Kette, etwa Buttons oder Tags, passt „Zeile“. Soll es ein Raster mit echten Spalten sein, etwa eine Bildergalerie, passt „Raster“.

Für die Reihenfolge gilt dasselbe wie beim Fotografieren: erst der Inhalt, dann die Form. Das ist vielleicht der wichtigste Rat zu WordPress für Anfänger überhaupt. Eine Seite mit drei bis fünf fertigen Unterseiten und einem schlichten Standard-Theme bringt mehr als Wochen der Theme-Suche. Das Layout selbst in die Hand zu nehmen lohnt sich, sobald eine konkrete Stelle stört, zum Beispiel Karten, deren Buttons auf unterschiedlicher Höhe sitzen. Genau für solche Fälle gibt es heute Werkzeuge wie Subgrid, die ohne Tricks auskommen.

Was danach kommt: JavaScript lernen und für SEO Grundlagen schaffen

Zwei Beiträge ergänzen das Kapitel. Ein Text zu den SEO-Grundlagen für Webentwickler erklärt den technischen Teil, der ohne Marketing-Team oft liegen bleibt. Eine eigene Seite braucht in Sachen SEO Grundlagen wie saubere URLs, Canonical-Tags und kurze Ladezeiten, damit Suchmaschinen sie überhaupt crawlen und indexieren. Um für SEO Grundlagen zu schaffen, braucht es kein Marketing-Team, wohl aber ein Verständnis dafür, was eine Suchmaschine auf der Seite sieht. Ein Einstieg in JavaScript beschreibt, was sitzen sollte, bevor ein Framework überhaupt zur Debatte steht, vom DOM bis zur Asynchronität. JavaScript lernen heißt dabei nicht, sofort React oder Vue zu lernen. Wer JavaScript lernen will, fängt besser mit kleinen Aufgaben auf der eigenen Seite an, etwa einem Menü, das sich auf- und zuklappen lässt. Sobald ein Text erschienen ist, steht er oben in der Liste.

Häufige Fragen

Richtet sich das an Profis oder Einsteiger?

Überwiegend an Einsteiger und an Kreative, die sich ihre eigene Seite selbst bauen wollen – nicht an Webentwickler, die es schon können.

Muss ich programmieren können, um eine eigene Portfolio-Seite zu bauen?

Nein. Mit WordPress und dem Block-Editor kommst du ohne eine Zeile Code zu einer vollständigen Seite. CSS wird interessant, sobald du das Layout genauer steuern willst, als es die Vorlagen des Themes erlauben. PHP brauchst du erst, wenn du eigene Themes oder Funktionen entwickelst, und für eine Portfolio-Seite ist das selten nötig.

WordPress oder eine selbst gebaute Seite aus HTML und CSS?

Es kommt darauf an, was du pflegen willst. WordPress bringt Redaktionsoberfläche, Menüs und Plugins mit und ist schnell online. Dafür brauchen Kern, Theme und Plugins regelmäßig Updates, und jedes zusätzliche Plugin ist Code, der abgesichert werden muss. Eine selbst geschriebene Seite hat weniger bewegliche Teile, verlangt aber, dass du HTML und CSS selbst beherrschst und jede Änderung im Code machst. Für eine Seite mit Blog und häufigen Änderungen spricht mehr für WordPress, für eine kleine, selten geänderte Werkschau oft mehr für den eigenen Code.

Kann ich die Beispiele selbst ausprobieren?

Ja, direkt im Browser. Im Grid-und-Flexbox-Artikel ordnen beide Systeme dieselben Elemente an, und mit einem Regler verkleinerst du den Container, bis sichtbar wird, wie unterschiedlich sie umbrechen. Im WordPress-Einstieg lässt sich zwischen der Blockansicht und dem Code umschalten, den WordPress tatsächlich speichert. Wer WordPress selbst testen will, ohne Hosting zu mieten, kann WordPress Playground im Browser oder eine lokale Installation nutzen.