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Zensur von Apple
Hier gab es noch keinen Thread zum Thema. Ich bin langjähriger Apple-Nutzer, aber neben der Geschäftspolitik von Apple geht mir deren Zensurgehabe ziemlich auf den Sack.
Ulysses-Comic von Apple zensiert
Apple Censors–Then Approves–Gay Kiss In Oscar Wilde Comic (PICTURES)
Als nächstes Telefon wollte ich mir u.U. ein iPhone zulegen. Dieses Verhalten lässt bei mir aber Zweifel aufkommen, da ich Zensur nicht unterstützen will.
Wie seht ihr das?
Ulysses-Comic von Apple zensiert
Apple Censors–Then Approves–Gay Kiss In Oscar Wilde Comic (PICTURES)
Als nächstes Telefon wollte ich mir u.U. ein iPhone zulegen. Dieses Verhalten lässt bei mir aber Zweifel aufkommen, da ich Zensur nicht unterstützen will.
Wie seht ihr das?
bullitt schrieb am 15.06.10, 12:42 Uhr:
Dieses Verhalten lässt bei mir aber Zweifel aufkommen, da ich Zensur nicht unterstützen will.
Dann darfst du auch nicht googlen, die zensieren auch.
Ich finde das bei Apple (noch) nicht so übertrieben schlimm.
Mir geht Apple schon lang auf den Sack auf die Nerven, das liegt einerseits an verschiedenen Aspekten der Firmenpolitik als auch an dem teilweise tumben Hype, der um die Geräte gemacht wird, und die damit verbundene allgegenwärtige Präsenz der Marke. Ich arbeite täglich an einem iMac und zuhause hab ich noch so einen iPod Shuffle der ersten Generation - beide Geräte benutze ich gern, aber ich flipp auch nicht gleich aus deswegen. Mir wird das Unternehmen zunehmend unsympatischer, je mehr es in eine Monopolstellung drängt. Wollte ich ein Smartphone wäre es sicher kein iPhone - schon aus Prinzip.
Ich habe kein iPhone. Bedenklich finde ich die Entwicklung aber auch. Glücklicherweise ist es aber noch jedem möglich, zum Kiosk zu gehen und sich eine Zeitung oder Zeitschrift zu kaufen um so das Apple-Monopol zu umgehen.
Rundfunkkommission prüft Pressefreiheit in Apples App Store
Rundfunkkommission prüft Pressefreiheit in Apples App Store
Der Hype ist ja nicht von Apple gemacht. Apple kann ja nix für die zunehmende Verdummung und Orientierungslosigkeit «der Menschheit» die alles und jeden grad zum «Kult» erheben muss.
Und klar preist Jobs in einer Verkaufsveranstaltung seine Produkte. Wäre ja auch ganz schön idiotisch wenn er das nicht tun würde.
Wegen der (Comic)-Zensur: das ist wohl eine rein rechtliche Vorsischtsmassnahme da es wohl sonst in Amiland Anklagen hageln würde was natürlich eine Umsatz-/Gewinneinbusse mit sich bringen würde. Also ganz normales Geschäftsgebahren welches jede andere Vernünftige Firma auch so machen würde.
Auf der einen Seite zieht die Applelobhudelei an, und prompt kommt die Gegenbewegung dazu. Es wird niemand gezwungen ein Apple-Produkt zu kaufen. Wenn man es tut muss man sich halt aber nun mal mit den Ein-/Beschränkungen abfinden.
Und klar preist Jobs in einer Verkaufsveranstaltung seine Produkte. Wäre ja auch ganz schön idiotisch wenn er das nicht tun würde.
Wegen der (Comic)-Zensur: das ist wohl eine rein rechtliche Vorsischtsmassnahme da es wohl sonst in Amiland Anklagen hageln würde was natürlich eine Umsatz-/Gewinneinbusse mit sich bringen würde. Also ganz normales Geschäftsgebahren welches jede andere Vernünftige Firma auch so machen würde.
Auf der einen Seite zieht die Applelobhudelei an, und prompt kommt die Gegenbewegung dazu. Es wird niemand gezwungen ein Apple-Produkt zu kaufen. Wenn man es tut muss man sich halt aber nun mal mit den Ein-/Beschränkungen abfinden.
Aus Konsumentensicht richtig, aber nicht aus Sicht der Verläge, deren Apps für iPhone oder iPad abgelehnt werden.
Kritiker bemängeln vor allem die Intransparenz der Entscheidungen von Apple. So bleibt etwa der deutschen Ausgabe des Playboy die Aufnahme in den App Store verwehrt, obwohl das Magazin eine abgemilderte App seines Videos mit zwei leicht bekleideten Frauen erstellt hat. Der Springer-Verlag darf hingegen in seiner Bild-App mittlerweile wieder entblößte Brüste zeigen. Es habe keinen Hinweis seitens Apple gegeben, was an der App störe, moniert Playboy-Verlagschef Vernon von Klitzing. „Das ist Zensur. Was am Kiosk verkäuflich ist, muss auch im App Store angeboten werden können.“
kathi schrieb am 15.06.10, 13:10 Uhr:
Mir geht Apple schon langauf den Sackauf die Nerven, das liegt einerseits an verschiedenen Aspekten der Firmenpolitik als auch an dem teilweise tumben Hype, der um die Geräte gemacht wird, und die damit verbundene allgegenwärtige Präsenz der Marke. Ich arbeite täglich an einem iMac und zuhause hab ich noch so einen iPod Shuffle der ersten Generation - beide Geräte benutze ich gern, aber ich flipp auch nicht gleich aus deswegen. Mir wird das Unternehmen zunehmend unsympatischer, je mehr es in eine Monopolstellung drängt. Wollte ich ein Smartphone wäre es sicher kein iPhone - schon aus Prinzip.
geht mir genau so. oder es liegt am älter werden
bullitt schrieb am 15.06.10, 12:42 Uhr:
Hier gab es noch keinen Thread zum Thema. Ich bin langjähriger Apple-Nutzer, aber neben der Geschäftspolitik von Apple geht mir deren Zensurgehabe ziemlich auf den Sack.
Ulysses-Comic von Apple zensiert
Apple Censors–Then Approves–Gay Kiss In Oscar Wilde Comic (PICTURES)
Als nächstes Telefon wollte ich mir u.U. ein iPhone zulegen. Dieses Verhalten lässt bei mir aber Zweifel aufkommen, da ich Zensur nicht unterstützen will.
Wie seht ihr das?
Ich sehe es so, dass sich auch weiterhin die Sicht auf Apple ganz einfach normalisieren wird. Man kann das ruhig alles relativieren, indem man sagt, ja, andere zensieren auch, andere betreiben auch aggressiv-offensive Geschäftspolitik, andere machen auch dies und das...
Ich denke, darum geht es: dass Apple einfach komplett angekommen ist. Ob Apple unterm Strich nun etwas mehr oder weniger böse ist als andere Konzerne ist, interessiert mich im Detail gar nicht. Es wäre aber sicher nicht schlecht, wenn überall mal die Einsicht ankäme, dass bei Apple eben nicht die netteren Menschen sitzen, die besseren sowieso nicht.
Um speziell aufs iPhone zu sprechen zu kommen, mich hat das nie interessiert und gereizt. Mir ist das einfach viel zu teuer, bzw. das Geld ist mir an dieser Stelle viel zu schade. Für ein Telefon.
Ausserdem darf ein Anbieter ja immernoch selbst entscheiden, was er verkaufen möchte... auf den AppStore bezogen jetzt...
Pressefreiheit? My Ass! Es geht ihnen doch nur darum, dass ihnen ein einträglicher Verkaufskanal nicht zugänglich ist.
Pressefreiheit? My Ass! Es geht ihnen doch nur darum, dass ihnen ein einträglicher Verkaufskanal nicht zugänglich ist.
Aus Konsumentensicht richtig, aber nicht aus Sicht der Verläge, deren Apps für iPhone oder iPad abgelehnt werden.
Doch klar, die suchen sich einfach einen anderen Vertriebsweg.
Aber ich sehe es primär aus Apples Sicht. Wenn ich eine Shop eröffne, dann würde ich da auch nicht jeden Rotz verkaufen. Ich würde ganz subjektiv und willkürlich entscheiden was ich verkaufen will und was nicht.
Unser Tengelmann verkauft seit langem keine Frosta-Produkte mehr. Für mich und Frosta ärgerlich. Und die Brand Eins gibts dort auch nicht. Zensur?
wie jedes große reich (der vergleich hinkt teilweise anm. d. autors) wird auch apple irgendwann fallen bzw. in den normalen strom überfließen. das liegt in der natur der sache und des menschen. eine gewisse zeit lang können wir uns mit dingen identifizieren und akzeptieren gewisse regeln um weiterhin in den genuß der anerkennung einer gruppe, einer idee oder eben einer firma zu kommen. aber früher oder später kollidieren die vorgegebenen parameter immer mit den individuellen vorstellungen, der einzelne und somit die ganze gruppe, orientiert sich um – das sytsem versagt. aber es wir dein neues „apple“ geben, vielleicht wird es dann ein getränkehersteller sein oder zwei weiße mäuse.
Vor einigen Tagen war ein App-Entwickler, mit dem wir ab und zu zusammenarbeiten, hier bei uns im Büro und der hat sich erst mal ausführlich ausgekotzt über die oft sehr willkürlich wirkenden Entscheidungen von Apple darüber, welche iPad Apps warum abgelehnt werden oder nicht. Wenn man an sowas bereits in guter Hoffnung auf Annahme des Apps arbeitet und einem nach eigentlich fertiggestellter Arbeit ständig wegen einem anderem Grund die Annahme des Apps abgelehnt wird, würde wohl jeder kotzen.
Martin R. schrieb am 15.06.10, 14:39 Uhr:
Aus Konsumentensicht richtig, aber nicht aus Sicht der Verläge, deren Apps für iPhone oder iPad abgelehnt werden.
Doch klar, die suchen sich einfach einen anderen Vertriebsweg.
Gibt es aber leider nicht. Das ist ja das Problem.
Ich denke, man sollte hier nicht Marktwirtschaft und Zensur in einen Hut werfen. Das Wort wird eh viel zu inflationär benutzt und verliert mit der Zeit immer mehr an Gewicht.
Ich kann Apple schon verstehen und der Vergleich mit dem Kaufladen, der die Produkte aussucht, die er anbietet hinkt. Es geht um ein Produkt zur Kommunikation. Und ein solches Produkt sollte mir, ganz im Sinne des WWW, uneingeschränkten Empfang und Sendung ermöglichen. Ist das zuviel verlangt? Na ja, wie einige schon sagten, ich brauche mir das Gerät auch nicht zu kaufen. Dennoch stösst sowas bei mir übel auf und ich finde es wird Apple (und auch anderen Unternehmen) zu einfach gemacht indem es als Vertriebsentscheidung o.ä. abgetan und v.a. akzeptiert wird.
Mich stört einfach der Gedanke, dass jemand bestimmen kann, welche Informationen ICH abrufen möchte. Ganz unabhängig ob ich die zensierte Information brauche oder nicht - es geht mir um das Prinzip. Das ist doch meine, unsere individuelle Freiheit. Und je mehr ich darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es so nicht gehen kann. Wir haben uns schon allzusehr an löcherigen Datenschutz, Manipulation und Filterungen gewöhnt. Ich finde ich (wir) muss nicht alles mitmachen. Daher mein Entscheidung, dass ich mir kein iPhone zulegen werde. Und ich achte nicht nur bei Apple darauf.
Von Apples Politik, Produkt- und Kundenservice möchte ich gar nicht erst anfangen. Ist auch OT.
[edit:] So wie es Fabu meinte.. Marktwirtschaft entschuldigt keine Zensur.
Mich stört einfach der Gedanke, dass jemand bestimmen kann, welche Informationen ICH abrufen möchte. Ganz unabhängig ob ich die zensierte Information brauche oder nicht - es geht mir um das Prinzip. Das ist doch meine, unsere individuelle Freiheit. Und je mehr ich darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es so nicht gehen kann. Wir haben uns schon allzusehr an löcherigen Datenschutz, Manipulation und Filterungen gewöhnt. Ich finde ich (wir) muss nicht alles mitmachen. Daher mein Entscheidung, dass ich mir kein iPhone zulegen werde. Und ich achte nicht nur bei Apple darauf.
Von Apples Politik, Produkt- und Kundenservice möchte ich gar nicht erst anfangen. Ist auch OT.
[edit:] So wie es Fabu meinte.. Marktwirtschaft entschuldigt keine Zensur.
bullitt schrieb am 15.06.10, 14:58 Uhr:
Ich kann Apple schon verstehen und der Vergleich mit dem Kaufladen, der die Produkte aussucht, die er anbietet hinkt. Es geht um ein Produkt zur Kommunikation. Und ein solches Produkt sollte mir, ganz im Sinne des WWW, uneingeschränkten Empfang und Sendung ermöglichen. Ist das zuviel verlangt? Na ja, wie einige schon sagten, ich brauche mir das Gerät auch nicht zu kaufen. Dennoch stösst sowas bei mir übel auf und ich finde es wird Apple (und auch anderen Unternehmen) zu einfach gemacht indem es als Vertriebsentscheidung o.ä. abgetan und v.a. akzeptiert wird.
Man kann sich mit Safari auf iPad und iPhone Pornos angucken
Der App-Store ist ein Kaufladen.
