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Bahnsinn

Sonstiges Offline
 
Seh ich auch so, auch wenn ich direkt betroffen war – das war wirklich heftig und da kann die Bahn nichts dafür. Und dann ists mir auch lieber, sie stoppen diverse Züge vorsorglich in den Bahnhöfen, wo mann dann wenigstens noch die Chance hat, irgendwie weg zu kommen, anstatt es drauf anzulegen und dann irgendwo mitten in der Walachei stehen zu bleiben, weil ein Baum auf den Gleisen liegt, o.ä.

Was halt gar nicht ging – und das ist eigentlich jedes Mal das gleiche Spielchen, hatte ähnliche Situationen nun mittlerweile schon öfter – ist die „Informationspolitik“ der Bahn bzw. das Verhalten diverser Zugbegleiter bzw. Service-Personal an den Bahnhöfen. Wie gesagt, da kommen dann so Durchsagen von wegen es wären in Frankfurt und Umgebung keine Hotels mehr verfügbar. Das klingt zum einen schon mal etwas sehr fragwürdig und zum anderen hab ich mitbekommen, wie ein anderer Fahrgast einfach auf gut Glück die erstbesten Hotels angerufen hat, die er mit Google finden konnte und die hatten alle noch jede Menge Zimmer frei. Der Taxifahrer hat uns dann auch bestätigt, dass derzeit keine größeren Messen oder sonstigen Veranstaltungen in der Stadt wären, es war also ausgeschlossen, dass keine Zimmer mehr verfügbar gewesen wären. Aber gut, klar – wenn ich als Bahn den Leuten nicht direkt Hotelzimmer anbiete oder sogar behaupte, es wären keine verfügbar, reduziert sich nat. die Wahrscheinlichkeit, dass ich am Ende für Dreiviertel der Passagiere die Hotelzimmer zahlen muss. Man bekommt also indirekt erstmal den Finger gezeigt und das in Kombination mit „weiß ich auch nicht“, „kann ich ihnen nicht sagen“ sorgt dann eben schon dafür, dass da manch einem die Galle hochkommt.

Sicher hab ich da als Fahrgast Verständnis dafür, dass die Bahn nichts für das Unwetter kann. Für den internen Informationsfluss kann die Bahn aber sehr wohl was und ebenso kann sie sich bemühen, mir als Fahrgast die Situation den Umständen entsprechend möglichst erträglich zu machen, bzw. kann sie mir realistische Alternativen anbieten – für die Leistung, für die ich nicht wenig bezahlt habe und die sie nun nicht erbringen können. Wenn ich aber stattdessen das Gefühl bekomme, ich werde zum Narren gehalten bzw. das einzige Ziel aller Mitarbeiter bestünde lediglich darin, möglichst so aus der Situation herauszukommen, dass diverse Kosten an mir als Fahrgast hängen bleiben, dann gibt das eben gerne auch mal das entsprechende Echo. Wir mussten gestern zum Beispiel erst zu viert den Zugbegleiter belagern, bis er dann mal damit herausgerückt hat, dass es unter den vorliegenden Umständen kein Problem wäre, wenn wir uns ein Taxi teilen würden, weil die Bahn dann eben pro Kopf bist zu 80 € erstatten würde. Aber das sind eben genau die Informationen, die ich in einer solchen Situation gerne unaufgefordert bekommen würde, ohne erst mal so einen Typen einschüchtern zu müssen, der ja am Ende auch wieder nichts dafür kann, dass es ihn nun eben gerade erwischt.
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Schon mal bei Amazon geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
weil du sagst, „weil die Bahn dann eben pro Kopf bist zu 80 € erstatten würde“ – müssen die dir nicht eh dein ticket rückerstatten? oder meinst du, 80e zusätzlich zum ticketpreis?
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schon klar ben. bin da voll bei dir. u.a. deswegen fahr ich keine bahn, wenn es geht.
das wäre eine der situationen wo andere ich gefahr laufen würden, weil mein äußeres so komisch grün wird. ouw
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dirk d. schrieb am 10.06.14, 10:44 Uhr:

An alle Bahnmauler: Fahrt doch einfach Auto. zBsp heute in NRW.


Wir kamen heute aus Amsterdam und waren mittendrin love
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aber auch das kann man steuern. mehr oder weniger. genau wie man mit der bahn pech haben kann.

geschäftlich ist das natürlich etwas komplizierter.
meine cousine aber fährt geschäftlich bis zu 80 000km (mit dem pkw) im jahr und beklagt sich nicht wirklich. alles eine frage der planung. sagt sie.
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animal schrieb am 10.06.14, 21:47 Uhr:

schon klar ben. bin da voll bei dir. u.a. deswegen fahr ich keine bahn, wenn es geht.
das wäre eine der situationen wo andere ich gefahr laufen würden, weil mein äußeres so komisch grün wird. ouw

Oh, das war gar nicht auf deinen Post bezogen – ich wollte mich dir damit eigentlich nur anschließen und in Zusammenhang damit das kleine Abenteuer von gestern Abend noch etwas ausführen )
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... das Verhalten diverser Zugbegleiter bzw. Service-Personal an den Bahnhöfen.

Das ist nach meiner Ansicht das größte Problem. Es gibt bei der Bahn einen zu hohen Anteil an Leuten, die sich lethargisch oder ignorant bis ungehobelt durch ihren Arbeitstag stümpern und sich dabei sehr sicher in ihrer Anstellung fühlen. Die fitten Leute können das auf manchen Fahrten gut ausgleichen, auf manchen nicht – da hat man das Gefühl, der Zug wird komplett von Trotteln begleitet.

Allerdings, wenn man häufig fährt, gewöhnt man sich einigermaßen dran und ich bin bisher noch immer in einem Stück ans Ziel gekommen ;)

Manchmal sind ja auch die Mitreisenden die größere Zumutung.

Mein Tipp: 1. Klasse buchen, wenn es geht. Mir ist das im Normalfall auch zu teuer, aber in Verbindung mit einem Sparpreis und je nach Auslastung ist der Aufpreis mitunter erstaunlich gering und dann mach ich das auch. Es ist deutlich ruhiger und entspannter dort, mehr Platz, weniger Gepöbel.
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mac schrieb am 11.06.14, 13:06 Uhr:

... , weniger Gepöbel.

Spoiler (anzeigen):


Versuche ich auch immer und kommt auf den Fall an. Auch keine Billigflieger, Billighotels etc.
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mac schrieb am 11.06.14, 13:06 Uhr:

... das Verhalten diverser Zugbegleiter bzw. Service-Personal an den Bahnhöfen.

Das ist nach meiner Ansicht das größte Problem. Es gibt bei der Bahn einen zu hohen Anteil an Leuten, die sich lethargisch oder ignorant bis ungehobelt durch ihren Arbeitstag stümpern und sich dabei sehr sicher in ihrer Anstellung fühlen. Die fitten Leute können das auf manchen Fahrten gut ausgleichen, auf manchen nicht – da hat man das Gefühl, der Zug wird komplett von Trotteln begleitet.

Allerdings, wenn man häufig fährt, gewöhnt man sich einigermaßen dran und ich bin bisher noch immer in einem Stück ans Ziel gekommen ;)

Manchmal sind ja auch die Mitreisenden die größere Zumutung.

Mein Tipp: 1. Klasse buchen, wenn es geht. Mir ist das im Normalfall auch zu teuer, aber in Verbindung mit einem Sparpreis und je nach Auslastung ist der Aufpreis mitunter erstaunlich gering und dann mach ich das auch. Es ist deutlich ruhiger und entspannter dort, mehr Platz, weniger Gepöbel.

Ah, erste Klasse, der feine Herr... gumbo


Dass die Art der Kommunikation etwas ausmacht stimmt. Wir saßen mal in einem Zug mit einer sehr jungen Zugbegleiterin von vielleicht Anfang 20. Sie machte ausgesprochen freundliche Durchsagen und als es dann technisch bedingt zu kleinen Verzögerungen kam, hat sie das sofort und auf sehr angenehme Art – irgendwie sympathisch und natürlich, statt polternd oder hölzern aufgesagt – durchgegeben. Da merkte man gleich, dass die Leuten im Abteil gleich viel gelassener drauf waren. ja
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Ja, ich weiß, der Text ist nicht neu, und ja, ich weiß, ich bin hier nicht mehr viel, aber vielleicht hat ja doch der eine oder andere die Muße, mir dabei zu helfen, eine Bahncard 100 zu gewinnen. Das gleicht dann wenigstens für ein Jahr die 250 Euro für mein Monatsticket aus.

Danke <3
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Editiert: 25.07.14, 09:44 Uhr
done.

Spoiler (anzeigen):

bisher dreimal elf mal pfeif
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Nach oben geschildertem Abenteuer mit der Bahn nach dem Unwetter an Pfingsten hatte ich – wie es mir der Zugbegleiter noch im ICE gesagt hatte – mein Fahrgastrechtformular samt der Taxiquittung für die Fahrt von Frankfort nach Düsseldorf beim Servicecenter der Bahn abgegeben. Wurde alles bearbeitet und der Herr am Schalter meinte sogar, er wäre ganz zuversichtlich, dass die Bahn in diesem Fall aus Kulanz nicht nur nur die regulären 80 €, sondern eben die komplett 100 € rückerstatten würde, die auf der Quittung ausgewiesen waren. Alles wunderbar soweit.

Ein paar Tage später kam dann ein Brief, es würde noch die Information fehlen, wann ich denn dann schlussendlich in Düsseldorf angekommen bin. Das hat mich etwas geärgert, weil es ja nicht darum ging, ob der ICE nun 45 oder 60 Minuten Verspätung hatte – er wurde einfach nachweislich in Frankfurt gestoppt, alle Reisenden wurden nach zwei Stunden Wartezeit rausgescheucht und man musste zusehen, wie man weiterkommt. Es gab ja wie gesagt sogar eine Durchsage, dass in ganz Frankfurt keine Hotelzimmer mehr zu bekommen wären. Aber gut, hab ich eben noch mal einen netten Brief zurückgeschrieben und sehr genau aufgeschlüsselt, wann welche Verspätung eingetreten war, wo ich wann gar nicht mehr weitergekommen bin und dass ich dann am nächsten Tag morgens um halb drei in Düsseldorf aus dem Taxi gestiegen bin.

Von einer Mitreisenden, die mit im Taxi nach Düsseldorf saß, hatte ich zwischenzeitlich auch schon erfahren, dass sie von der Bahn den vollständigen Betrag erstattet bekommen hatte, der auf der Taxiquittung ausgewiesen war. Ich war zuversichtlich.

Letzte Woche kam dann ein Päckchen mit UPS – mehr davon nebenan, bei den unglaublichen Erlebnissen als Kunde. Inhalt: ein Päckchen ganz besonders exklusive, handgeschöpfte Schokolade, ein Entschuldigungsschreiben und ein Reisegutschein – über 50 €. Die Bahn würde sehr bedauern, dass mein ICE 526 in Frankfurt gestoppt werden musste und ich dann erst mit so viel Verzögerung mit dem ICE XYZ weiterfahren konnte und dann auch nur bis Köln gekommen wäre. Als Entschuldigung dafür der Reisegutschein sowie die Schokolade, die ich genießen solle.

50 € und Schokolade. Ich hatte ganz regulär 65 € für das Ticket bezahlt, bin dann mit noch drei Reisenden aus dem ICE mit dem Taxi von Frankfurt nach Düsseldorf gefahren, nachdem uns der Zugbegleiter erst auf die Idee gebracht und uns versichert hatte, dass die Bahn in solchen Fällen pro Kopf definitiv bis zu 80 € erstattet. 90 € hat das Taxi am Ende pro Kopf gekostet. Unter dem Strich hab ich also 155 € gezahlt. Dazu war ich nicht wie geplant um 21:37 Uhr in Düsseldorf, sondern um 02:30 Uhr, war also insgesamt gut und gerne zehn Stunden unterwegs.

Ich hab den Krempel dann erst mal wieder in das Päckchen zurückgestopft und bin zu unserer neuen Wohnung gefahren, um dort weiter zu renovieren. Jetzt, mit etwas Abstand, sehe ich langsam auch wieder die Chance, in meinem Antwortbrief ohne derbe Beschimpfungen auszukommen.
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Hatte mir eben die Zeit genommen, nach der oben geschilderten Aktion der Bahn in einem ausführlichen Brief zu erläutern, weshalb ich 50 € und Schokolade nicht so ganz adäquat zu meinen Ausgaben von 155 € sehe, so exklusiv die Schokolade auch sein mag. Als ich den Brief fertig hatte, hab ich – zum Glück – noch mal einen Blick auf mein Konto geworfen, sicherheitshalber. Und siehe da, offenbar erst heute morgen kam eine „Fahrgastrechte-Gutschrift“ der Bahn rein.

Unter diesem Gesichtspunkt ist der Reisegutschein samt Schokolade dann allerdings ein wirklich sehr feiner Zug (gnihihi ^^) der Bahn und ich bin wirklich froh, den Brief nicht früher geschrieben zu haben.
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Irrelevanter Beitrag (anzeigen):

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Neuer Favorit meiner Pendlerei:

„Auf unserer [einspurigen] Strecke ist leider ein Güterzug liegengeblieben. Im Bahnhof Dorfen [also 3 Haltestellen und 50km zu früh] endet dieser Zug und fährt zurück nach München. Wie Sie weiter nach Mühldorf kommen, wissen wir leider auch nicht.“


Immerhin war schönes Wetter und ich hatte ein annehbares Buch dabei.
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Editiert: 20.08.14, 16:56 Uhr
Thema Leitsysteme:

Wie oft ich Leute auf dem Bahnsteig 11/12 habe, die denken, die S-Bahnen 1-8 sowie 13 und 14 führen hier ab... und dann wundern sie sich, dass nur Regionalbahnen durchfahren und keine S-Bahnen.




Die Beschilderung ist einfach miserabel.

Etwas besser einen Bahnsteig weiter (7/8), wo das S-Bahn-S immerhin abgesetzt ist. Aber immer noch missverständlich.

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ausserdem sieht das verdächtig nach bindestrichen aus.
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Ich verstehe es nicht. Mach mal ne Skizze.
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ich vermute, es heisst in wirklichkeit:

s-bahn
sowie
bahnsteig 1–8
sowie
bahnsteig 13–14
bitte hier lang, danke wiederschaun

aber man denkt:

s-bahn 1–8
sowie
13–14
hier stehenbleiben und warten

oder so.
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Ich glaube das nicht. Vielleicht hab ich in meinem Leben zu viel Zeit an Bahnhöfen verbracht, aber ich finde nicht, dass man (vor allem im lokalen Kontext) missverstehen kann, dass die großen weißen Ziffern auf den blauen Schildern die Gleisnummern sein sollen und dass die S-Bahn auf einem der Gleise 1–8 fährt.
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ja dass die hässlichen zahlen immer die gleisnummern sind, da bin ich auch schon drauf trainiert =) aber die s-bahn würd ich da nicht vermuten, die wird doch eigentlich nie mitgezählt?
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Na doch, wenn das eins bzw. zwei von den Gleisen zwischen 1–8 ist/sind, schon. In Düsseldorf z.B. ist das so, dass das S-Bahngleis einfach zwischen den normalen Gleisen untergebracht ist. In Berlin ja auch.
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alorenz schrieb am 20.08.14, 17:43 Uhr:

ich vermute, es heisst in wirklichkeit:

s-bahn
sowie
bahnsteig 1–8
sowie
bahnsteig 13–14
bitte hier lang, danke wiederschaun

aber man denkt:

s-bahn 1–8
sowie
13–14
hier stehenbleiben und warten

oder so.

Viel besser erklärt als ich )



eve schrieb am 20.08.14, 17:45 Uhr:

Ich glaube das nicht. Vielleicht hab ich in meinem Leben zu viel Zeit an Bahnhöfen verbracht, aber ich finde nicht, dass man (vor allem im lokalen Kontext) missverstehen kann, dass die großen weißen Ziffern auf den blauen Schildern die Gleisnummern sein sollen und dass die S-Bahn auf einem der Gleise 1–8 fährt.

Erzähl das mal den Leuten, die auf Gleis 8 nach der S8 zum Flughafen fragen. „Die fährt auf Gleis 5.“ Die schauen dich an, als wärst du ein Betrüger.rafftnix


Man könnte einfach ein kleines „Zu den Gleisen“ davorsetzen, wie in 80% der anderen Bahnhöfe, dann würde das besser funktionieren. Oder?
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Den Nicht-Münchnern sei noch gesagt, dass die Hauptstrecken der Münchner S-Bahn eben die S1-8 sind. Daher liegt die Fehlinterpretation sehr nahe.
Die Beschilderung am Ostbahnhof ist ohnehin miserabel.
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Editiert: 24.05.17, 11:52 Uhr
im sommer eine fahrradreservierung zu bekommen, ist echt harte arbeit >.< (nachtzüge sind ja reservierungspflichtig, das gilt auch für fahrräder)

erstmal ist das normale onlinereservierungsdings nicht in der lage, anzuzeigen, ob überhaupt noch fahrradplätze frei sind – sprich man reserviert das ticket und den liegeplatz und alles, schickt sich zum bezahlen an, und dann heißts auf einmal „vorgang ist nicht möglich“. bei der öbb das gleiche in grün.

nach drei-vier versuchen also die geduld verloren und die beknackte hotline angerufen – sofern man da irgendwann drankommt (und nicht vorher schon dreimal aus der leitung fliegt oder ob der grandiosen wartemusik ertaubt ist), kann man da immerhin in erfahrung bringen, wo es plätze gibt. nach ner halben stunde endlich eine person am apparat, die eine verbindung mit fahrradplatz UND liegewagen rauszusuchen in der lage ist .. sobald es ans bezahlen geht: „willkommen bei der kundenbefragung der deutschen bahn“.

wtf?

nach nochmal drei versuchen ebenfalls die geduld verloren und am nächsten tag zum bahnhof gepilgert wie son höhlenmensch. nummer ziehen, anstellen, dem schaltermenschen erklären, was ein fahrrad ist und wo hannover ist, nach nochmal einer halben stunde endlich die ersehnte reservierung in der hand.


und dann steh ich da am bahnhof, zug hat ne stunde verspätung. lift ist natürlich auch kaputt, also das soben hochgeschleppte fahrrad wieder runter, stunde rumstehen, wieder rauf, was is?

der fahrradwagen ist nicht da.

alle räder müssen also in den fahrradwagen im vorderen zugteil. der fährt aber nach innsbruck, nicht nach wien.

„in nürnberg kommt ein fahrradwagen dazu, da können sie die räder dann umparken“. aha.

„wann sind wir denn in nürnberg?“

„um drei“.


ich so wutanfall.


schaffner haben keinen bock mehr auf die deutsche strecke, sagen sie. ständig ist irgendwas, und sie können nix machen, weils nicht ihre züge sind. hotel is auch nich, weil mein eigener platz ja vorhanden ist; ausserdem wär auch das der job der db, und die schaffner gehören zur öbb. (die hat ab 2017 den nachtzugverkehr der db übernommen .. war anscheinend keine tolle idee)

dass das alles nicht mein problem ist, sehen sie aber auch ein und sind dann immerhin bereit, das fahrrad selber umzuparken.


als nächstes stellt sich raus, dass – überraschung! – in einem fahrradwagen nur halb so viel platz ist wie in zwei. in den innsbruckwagen passen also gar nicht alle räder rein.

irgendeiner von den schaffnern hat dann irgendwann die grandiose idee, die überzähligen räder ins dienstabteil zu stellen (wir stehen inzwischen sicher nochmal 15 minuten in hannover rum). ok. da kann man aber keine fahrräder festmachen. ok. ich hab noch spanner übrig. ok.


der nürnbergwaggon war dann auch noch ein phantom (ab nürnberg ist das fahrrad dann wohl im hinteren dienstabteil gereist).


schlußendlich sind sowohl fahrrad als auch ich heil angekommen .. aber wenn schon offensichtlich viel mehr fahhradplätze nötig wären als voranden sind (siehe die reservierungsaktion), wärs doch vielleicht echt mal ne idee, ein paar mehr von den blöden waggons zu organisieren? dann hätte man auch ne reserve, falls mal wieder ein waggon verschwundengeht. >.<


in zwei wochen kommt der love, ebenfalls mit fahrrad. das ist aber nicht sone krücke wie meins, und der wird im leben nicht irgendeinem schaffner den schlüssel für sein spatzi in die hand drücken. bin ja mal gespannt.



(aso, und das wlan am bahnhof in hannover funktioniert nur dann, wenn man als erstes ne unverschlüsselte url ohne alle plugins ansteuert. https is nich. https everywhere logischerweise auch nich. sagt einem aber keiner (ausser man hat glück und setzt sich neben einen berufspendler, der weiss was https ist).


(und die abteilnachbarn waren dann auch noch trottel (die in meinem eigenen abteil waren zum glück sehr nett) .. um halb sieben – kurz vor wels, zweieinhalb stunden vor wien – fangen die an, sich lautstark zu unterhalten >.< .. als ich sie gefragt hab ob sie noch ganz dicht sind, meinen die so „aber es steigen doch eh gleich alle aus“. in WELS. brain (das ist ein dorf, da hält der zug glaub ich echt nur um brötchen einzuladen))
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doppelhammer

Sehr schön )
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