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Wir leben vor allem in einer Zeit, in der Menschen aufschreien und gehört werden können, die Jahrhunderte lang keine eigene Stimme haben durften. Das werden wir jetzt aushalten müssen.
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Im konkreten Fall (Hornbach) werde ich den Verdacht nicht los, dass der »Aufschrei« inszeniert ist.
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Frauen gehören auch in der Sprache sichtbar gemacht. Soweit klar.

Ich bin aber aus ästhetischen Gründen gegen Sternchen oder Binnen-I.
Das stört auch den Lesefluss.

Es gehören Astronautinnen und Astronauten, Frauen und Männer, Ärztinnen und Ärzte gleichwertig und gleich sichtbar in Texten genannt.

Entweder gleichzeitig, also Ärztinnen und Ärzte, oder abwechselnd in einem Text die Ärztinnen und später dann mal die Ärzte gennant. Ich denke, das kann jeder verkraften.

Just my 2 cents. )
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Tob. schrieb am 08.04.19, 00:47 Uhr:

Ich glaube, dass das super gut funktioniert. Also durch [erzwungene*] Sprache/Schreibe Kultur zu prägen.
* von mir eingefügt

Ich glaube das nicht. Hoffe es aber trotzdem.
(Wenn es denn mit so sein soll mit den *innen)
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Ein Artikel, der wiederspiegelt, was ich meine:

https://www.abendblatt.de/meinung/articl...nervt.html

Die Autorin ist Redakteurin des Hamburger Abendblatts

Zwischen Mutterland und Vatersprache: Hört auf mit dem Quatsch!



Ja, wir müssen über Gleichberechtigung sprechen. Die #MeToo-Diskussion ist richtig und wichtig für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Und ja, wir Frauen sind in vielen Bereichen noch deutlich im Nachteil. Trotzdem fängt die Allgegenwärtigkeit der Genderdebatte an, mich zu nerven.

Um es kurz zu sagen: Ich fühle mich im Deutschland des Jahres 2018 nicht unterdrückt. Natürlich haben wir Frauen unter dem täglichen Spagat zwischen Job, Kindern und dem Haushalt mehr zu leiden als die meisten Männer. Es ist schier unmöglich, morgens ausgeschlafen und fröhlich die Kinder in die Kita zu bringen, danach im Job zu brillieren und am Nachmittag Hausfrau, Mutter und Freundin zu sein. Und dann noch am Abend für den Ehemann die verführerische, humorvolle Partnerin. Aber ist es nicht auch gerade dieser Anspruch, der das Leben so reizvoll macht? Und haben wir in dieser Rolle nicht auch Macht, die wir geschickt nutzen sollten (was wir übrigens ja oft auch tun)? Trotz der beschriebenen Doppelt-, Drei- und Vierfachbelastung würde ich nicht einen Tag mit einem Mann tauschen wollen.

Wenn ich sage, dass mich die Genderisierung des Alltags nervt, dann gilt das insbesondere für den Teil, mit dem ich auch beruflich zu tun habe: die Sprache. Ich kann es kaum ertragen, wenn Politiker in ihrer ewig korrekten Sprechweise von den Bürgerinnen und Bürgern, von Wählerinnen und Wählern sprechen. In einer Talkshow rutschte der Vertreterin einer Partei ernsthaft ein „Mitglieder und Mitgliederinnen“ hinaus. Geht’s noch?

Seltsam bemüht wirkt für mich auch, wenn frau oder man nicht mehr von Professoren oder Professorinnen spricht, sondern von Lehrenden, oder wenn aus Zuschauern das Publikum wird. Alles nur, um politisch korrekt zu sein. Immer öfter werden diese Sprachverrenkungen sogar aufgeschrieben und machen mehr und mehr Texte holperig­. Mir nimmt die Genderi­sierung die Freude am Zuhören und Lesen.

Interessant ist bei der ganzen Debatte auch, dass bei negativ besetzten Wörtern wie Mörder, Verbrecher oder Einbrecher kein Mensch die weibliche Form einfordert oder nutzt. Wenn man konsequent gendern würde, müsste man künftig auch von Steuerhinterzieherinnen und Steuerhinterziehern, von Gewalttätern und Gewalttäterinnen sprechen – was für ein Quatsch. Und der geht leider immer so weiter: Wollen wir künftig wirklich von Mutterland und Vatersprache reden? Ich nicht. Zumal etwa eine Genderisierung der Nationalhymne endgültig absurd wäre. Denn was sollen wir singen, um allen gerecht zu werden? „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Mutterland/Vaterland/Mutter- und Vaterland? Danach lasst uns alle streben, schwesterlich/brüderlich/schwester- und brüderlich mit Herz und Hand?“ Oder noch schlimmer: „Danach lasst uns alle streben, geschwisterlich mit Herz und Hand.“

Eins ist doch klar: Das versteht irgendwann keine oder keiner mehr. Und durch diese Verkomplizierung der Sprache ändern wir am Verhalten der Menschen nichts. Dazu bedarf es mehr als künstlich aufgeblähter Reden oder Wörter, die kein Mensch begreift. Was wir Frauen wirklich brauchen, sind flexiblere Arbeitszeiten, mehr Home-Office, umfassende gute Kinderbetreuung. Und Männer, die trotz Genderisierung Männer bleiben (können).

Ich weiß, dass ich mich mit diesen Zeilen bei vielen unbeliebt mache. Aber es musste einfach mal raus. Und eines bin ich ja mit Sicherheit: Ich bin unverdächtig, weil ich selbst eine Frau bin.

Sophie Laufer – Hamburger Abendblatt

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Ich bin dafür, dass wir einfach die Geschlechter aus allem raus nehmen, dann kann keiner meckern. Das Arzt, das Verbrecher, das Frau.

Danke, ich weiß.
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eve schrieb am 08.04.19, 09:46 Uhr:

Wir leben vor allem in einer Zeit, in der Menschen aufschreien und gehört werden können, die Jahrhunderte lang keine eigene Stimme haben durften. Das werden wir jetzt aushalten müssen.
Klar. Aber es gibt halt Leute, die sich bei dem ganzen Geschrei dann die Ohren zuhalten. Und ob das dann so förderlich ist, weiß ich nicht.
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osbow schrieb am 08.04.19, 13:35 Uhr:

eve schrieb am 08.04.19, 09:46 Uhr:

Wir leben vor allem in einer Zeit, in der Menschen aufschreien und gehört werden können, die Jahrhunderte lang keine eigene Stimme haben durften. Das werden wir jetzt aushalten müssen.
Klar. Aber es gibt halt Leute, die sich bei dem ganzen Geschrei dann die Ohren zuhalten. Und ob das dann so förderlich ist, weiß ich nicht.

Was ist denn dein Vorschlag, das Thema anzugehen?
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twisted schrieb am 08.04.19, 11:04 Uhr:

Ich bin dafür, dass wir einfach die Geschlechter aus allem raus nehmen, dann kann keiner meckern. Das Arzt, das Verbrecher, das Frau.

Danke, ich weiß.

Das würde dann wenigstens das dritte Geschlecht mit einschließen. werber
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Es gibt Updates: Baumarkt-Kette Hornbach zieht umstrittenen Werbespot zurück.


TLDR: Hornbach hat sich mit den Petitionsstartern getroffen, und den Spot verteidigt. Der Werberat hatte allerdings zahlreiche Beschwerden erhalten und deshalb eine Stellungnahme von Hornbach und der Kreativeagentur Heimat eingefordert, die den Werbespot erdacht hat. Nach Prüfung der Stellungnahmen kam die Instanz, die mit dem Presserat vergleichbar ist, zu dem Schluss, dass die Werbung rassistische Klischees bediene. „Das mag für viele Betrachter humorvoll sein, rechtfertigt aber nicht rassistische Klischees“, sagt eine Sprecherin.
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Und hier die Source, wer weitergucken mag )
https://www.instagram.com/hedgehog_azuki/?hl=de
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