Siezen vs. Duzen in der Markenkommunikation

Sonstiges Online
 
Einige Marken machen es konsequent: Apple duzt seine Kunden auf jedem Kanal, ja sogar im Store selbst.
Andere großen Marken Siezen mit Ausnahme deren SoMe Kanäle.
Die meisten Unternehmen aber benutzen Mischformen. In der Headline wird teilweise geduzt, in der Copy dann weiter gesiezt.
Das ist ein Folge von einer nicht definierten Markenpositionierung und einer Unsicherheit bezüglich der Akzeptanz in Deutschland.
Im Sinne einer konsistenten Markenansprache ist es doch eigentlich ein „Muss“ eine konsequente Kundenansprache zu benutzen..
Die meisten großen Unternehmen haben aber Angst einfach umzuschalten. Die Folge sind Mischformen, die den Kunden eher verwirren und die letztendlich die Marke verwässern.

Wie steht ihr zu diesem Thema?
Habt ihr da Erfahrungen / Empfehlungen auch gerne zu Fachliteratur, die das Thema behandelt?
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Mister Ad
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Schon mal bei Amazon geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
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Habe das Thema als Anlass genommen, das Münchener Du zu wikipeden und das Hamburger Sie gefunden. love

Hamburger Sie: „Frank, kommen Sie bitte mal?“
Münchner Du: „Gruber, mach mal bitte das Fenster zu.“

Um auch was zum tatsächlichen Thema beizutragen: Ich glaube, dass viele Unternehmen verwirrt sind im Englischen. Das dortige „You“ wird fälschlicherweise mit „Du“ gleichgesetzt. Dabei ist es eigentlich ein höflicherer Ausdruck als das alte und abgeschaffte Thou.

You + Vorname = Verwirrung bei Deutschen, die dann meinen, „Du und Vorname“ sei die passende Entsprechung.

Die Verwirrung zieht sich dann durch alle Kommunikation nach außen (Werbung, Kunden)
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Ich bin da glaub altbacken.
Was IKEA wie beschrieben macht, find ich gut. Von der Marke geduzt werden, von den Mitarbeitern gesiezt. Irgendwie zucke ich innerlich immer kurz zusammen, wenn mich jemand (persönlich) gleich duzt, vor allem als Kunde.

Ob das jetzt sooo deutsch ist, würde ich nichtmal sagen. Siehe die Niederlande, wo teilweise die Eltern noch gesiezt werden.
In Kroatien ebenso. Ich bin der einzige, der die Mutter meiner Freundin duzt. Die anderen drei (kroatischen) Schwiegersöhne siezen sie. (Aber das ist ok, weil ich Ausländer.)
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Bezüglich der direkten persönlichen Ansprache bin ich bei euch: Im Laden oder im Customer Service würde ich niemals Dutzen. In der Werblichen Kommunikation finde ich aber ist das möglich ohne große Shitstorms. Bin mir noch etwas unsicher wie man es am besten online spielt, also im E-Com + CRM Bereich.
Konsistent wäre dort auch ein „Du“, aber es würden sich sicherlich ein paar Leute beschweren.
Die Entscheidung sollte in der Markenpositionierung liegen. wenn eine Marke Nähe, Emotionalität usw. ausdrücken soll ist das „Du“ selbst in Deutschland unvermeidlich.
Interessant ist, dass es dazu kaum Literatur oder Best Cases gibt, wahrscheinlich , weil wenn eine Marke sich einmal für eine Anrede entschieden hat sie diese nicht mehr ändert.
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animal schrieb am 13.04.18, 22:17 Uhr:

Siehe die Niederlande, wo teilweise die Eltern noch gesiezt werden.
In Kroatien ebenso. Ich bin der einzige, der die Mutter meiner Freundin duzt. Die anderen drei (kroatischen) Schwiegersöhne siezen sie. (Aber das ist ok, weil ich Ausländer.)

Das wusste ich bislang nicht. Aber gerade las ich einen Artikel von Feridun Zaimoglu, in dem er mit seiner Mutter einen Busunfall in der Türkei hatte. „Mutter, sind sie verletzt?“ klingt schon sehr fremd für meine Ohren. Distanziert, streng und kühl.
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