Trend (Grafik)

 


ma_
Gast

31.10.08
00:59 Uhr
Editiert: 22.11.08, 17:42 Uhr
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Mister Ad
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Schon mal bei Saturn, DaWanda oder notebooksbilliger.de geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
rotor
Veteran

31.10.08
01:46 Uhr
Hm, klar – ist was drann, teilweise ein offenes Geheimnis, teilweise „rat race“ manchmal aber auch „nur“ Zeitgeist und Mode. In guten und selteneren Fällen ist es aber manchmal auch ein Zitat, eine Reminiszenz. ...Irgendwo sind auch noch die Beginner und die „sich orientierenden“ einzustufen.
Vieles hängt mit den Ansprüchen zusammen, denjenigen denen man man selber folgt, sich auferlegt oder auch die, die andere erwarten oder man meint welche die anderen erwarten würden. Und generell ist es ja schon ein großer gesellschaftlicher und teilweise menschlicher Aspekt konform zu gehen, mit zu laufen und nachzuäffen. Das macht vieles zu wiedergekäutem, uninspiriertem und belanglosem, schon tausend mal da gewesenem. Und klar das einem Menschen mit offenem Geist oder Lust an der Ästhetik da oft das frischere oder einzigartige gefällt.
Generell gibt es bei uns, den „Gebrauchsgrafikern“ ja aber auch die Aufgabe, den Kunden und die Welt mit der wir in den meisten Fällen verständlich kommunizieren müssen – also Werke abliefern müssen die schon bekannt und lesbar sind, machmal halt auch schon als „hübsch“ oder „in“ gelten. Aber in vielen von uns schlummern halt auch Künstler – Kunst und Werbung bzw. nüchterne Grafik (und damit meine ich nicht nüchtern im Sinne von reduziert und logisch) aber können sich teilweise sehr weit voneinander entfernen, ausschließen oder sogar an zwei ganz unterschiedlichen und gegensätzlichen Standpunkten passieren. Da kommt es dann auch vor das zwei Seelen in einem hausen und diese sich nicht vertragen. Der beste Weg wäre halt das Mutige und archaische, daß Grenzenüberschreitende und verkopfte, das Herzrasende und unlogische aus der Kunst zu nehmen und in seine Grafik zu packen – dann kommt da in den wenigsten Fällen eine standard 0815 Gestaltung bei heraus.

...Meine Sachen sind oft zu großen Teilen kopiert – wieso? Weil ich leider den größten Teil meiner Zeit arbeiten muss und wenig Zeit habe mich oder meine Bildsprache zu entwickeln, umzuwerfen und neu zu erfinden.

Spoiler (anzeigen):

Schöner Anstoß übrigens dein Beitrag. Ich finde im Übrigen deine Arbeiten zu großen Teilen hübsch und ansprechend, auf jeden Fall ist einiges mit deutlich zu erkennender persönlicher Note dabei. War über den „Ich wünsche mir“ Thread darauf aufmerksam geworden, und finde: Das solltest du nicht wünschen müssen )
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orbi
Dauergast

31.10.08
09:45 Uhr
Ja, bei den Beobachtungen stimme ich dir zu. Allerdings finde ich das ganze gar nicht so schlimm. Es ist doch ganz normal, dass ein einen gewissen „Zeitgeist“ gibt; sowohl in Kunst als auch Design. Natürlich gibt es immer ein paar „Vorreiter“ aber bei der Masse an Output, die produziert wird, können eben naturgemäß nur einige wenige wirklich etwas neues schaffen. Und das neue wird eben nur zur Innovation wenn es auch bei einer größeren Masse ankommt.

Und die Frage nach dem warum: Liegt in der Natur des Menschen, denke ich:
1. Gewohnheitstier (bemerke ich bei mir z.B. immer wieder in der Mode: Da kenn ich mich nicht wirklich aus und wenn so ein Trend wie riesige Sonnebrillen (wieder) kommt, finde ich das einfach nur hässlich. Aber nach ein paar Wochen/Monaten habe ich dran gewöhnt und finde es eigentlich gar nicht mal schlecht)
2. Soziales Wesen (Neben den Grundbedürfnissen, gibt es ja auch den Bedarf nach sozialer Anerkennung. Diese wiederrum macht sich an gesellschaftlichen Werten und Normen fest., die man eben auch auf Design beziehen kann. iPhone z.B. bedeutet einen gewissen Status)
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morphcore
Veteran

31.10.08
10:20 Uhr
treffen sich zwei werber. sagt der eine „gibt's schon“.

ich finde ehrlichgesagt dass das wort „kopie“ viel zu inflationär verwendet wird. wenn man einen stil adaptiert und für seine zwecke benutzt dann ist das alles andere als eine kopie. eine kopie ist eine wirkliche eins zu eins reproduktion – ein ripoff einer webseite zum beispiel bei der der code eins zu eins übernommen wurde. einen stil zu „kopieren“ ist meiner meinung nach, auch wenn deutliche parallelen zum „original“ zu erkennen sind, eine weiterentwicklung des kopierten und daher alles andere als „unmoralisch“ oder weniger anerkennenswert. natürlich erwischt man sich häufig bei gedanken wie „haha, das sieht ja exakt aus wie …“, „muhahah das habe ich schon vor zwei jahren bei … gesehen.“ aber ich glaube dass das in den meisten fällen eher ein lob an sich selbst darstellt. dass man einen stil erkennen, zuordnen und bewerten kann – vielmehr das, als eine wirkliche kritik an dem schaffenden.
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detoo
Veteran

31.10.08
22:04 Uhr
ein prof hat mal gesagt, „verschwendet keine zeit damit irgendetwas neues erfinden zu wollen. es gibt sowieso schon alles. deshalb sucht euch etwas das es schon gibt und nutzt das für eure zwecke. klaut lieber 5 mal gut als einmal etwas schlecht neu zu erfinden.“

hat recht der man, man findet immer wieder parallel zu dingen die es gab und gibt. man wird nie ganz frei etwas neues schaffen können.

und generell ist das glaub ich einfach eine schlechte deutsche angewohnheit immer negatives sehen zu wollen. ah der hat geklaut, kommt immer. es wird nie eine arbeit einzeln für sich bewertet, sondern immer ein vergleich angestellt. diese subjektive und negative art des deutschen sollten man einfach abstellen. gerade wenn es um design geht.

schaut euch lieber eine arbeit ganz allein für sich an, ohne verzweifelt nach dem plagiat darin zusuchen.

ihr sagt ja auch nicht brecht ist totaler müll weil goethe vor ihm schon in deutscher sprache geschrieben hat.

meine meinung.
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Pogel
Veteran

31.10.08
22:15 Uhr
da sind ja wahre sachen dran, ohne zweifel, aber

detoo schrieb am 31.10.08, 22:04 Uhr:

ihr sagt ja auch nicht brecht ist totaler müll weil goethe vor ihm schon in deutscher sprache geschrieben hat.

ouw
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Patrick
Veteran

31.10.08
22:35 Uhr
Editiert: 31.10.08, 22:50 Uhr
Trends entstehen ja im Grunde erst durch Kopien.

Van Gogh hat kein einziges Bild verkauft. Ich weiß nicht wie happy der damit war, seiner Zeit gnadenlos voraus zu sein. Ich glaube nicht so ...

e: Aber darum ging es ja hier irgendwie auch nicht. tuse
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ma_
Gast

01.11.08
00:45 Uhr
Editiert: 22.11.08, 17:42 Uhr
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detoo
Veteran

01.11.08
00:51 Uhr
Pogel schrieb am 31.10.08, 22:15 Uhr:

da sind ja wahre sachen dran, ohne zweifel, aber

detoo schrieb am 31.10.08, 22:04 Uhr:

ihr sagt ja auch nicht brecht ist totaler müll weil goethe vor ihm schon in deutscher sprache geschrieben hat.

ouw

na ich wollt einfach nur ein bissel provozieren um die ganze sache ein bissel klarer hervorzuheben. wenn man nämlich ganz krampfhaft sucht, findet man auch wirklich überall ein vorbild und kann so alles zum plagiat machen.
es hat schon mal jemand helvetica benutzt. es hat schon mal jemand orange und grau benutzt. es hat schon mal jemand nen porsche fotografiert. es hat schon mal jemand ein bild gemalt. es hat schon mal jemand geatmet. und immer gab es jemand der besser war.

deshalb einfach weg von dem gedanken und weg mit den vorwürfen. wenn man das was man anderen vorwirft mal für sich selber reflektieren würde, dann ists eigentlich vorbei. aber komplett mit allem.

puh, wie depressiv.
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ma_
Gast

01.11.08
01:51 Uhr
Editiert: 22.11.08, 17:42 Uhr
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adize
Gast

01.11.08
09:21 Uhr
Editiert: 06.04.09, 12:31 Uhr
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detoo
Veteran

01.11.08
13:00 Uhr
mmh, das könnt schon sein. aber vielleicht kann ich auch einfach nicht das rüberbringen was ich eigentlich meine. wenn ich weiter erzähl kann jetzt auch ganz leich in so eine idiotische rechtfertigungs schleife kommen. die dann dumm wirkt und nicht von nöten ist.
aber wahrscheinlich red ich auch grad an den dingen vorbei und mein ganz andere sachen.
und ich glaub ich mach auch die ganze zeit und überhaupt viel zu oft den fehler das ich mich rechtfertige. ich sollt langsam damit aufhören. (haha, supertopic führt zu selbsterkenntnis)

hier gehts wohl auch um andere dinge, wie z.b. in der architektur - man sieht ganz viel sichtbeton. und ganz schnell kommt halt der gedanke trend auf oder abgeschaut. geht bestimmt vielen so. aber ich hab halt in den letzten jahren gelernt und gemerkt, dass man einem gestalter schon durchaus eine gewisse intelligenz zutrauen kann. und eine auseinandersetzung mit dem thema.

aber bei kunden aufträgen ist das definitiv eine andere sache. da ist ja dann meist der anteil des gestalters von geringerer größe. das ist halt job und da ist es ziel den kunden zufrieden zustellen. und die zielgruppe. und der durschnitt mag halt glossy.

vielleicht ist an solchen stellen auch kein platz für innovation und experiment?
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rotor
Veteran

01.11.08
13:04 Uhr
Meine gestalterische Arbeit hat meine künstlerische fast volkommen abgelöst, ergo – meine privaten Arbeiten leiden sehr. Wenn ich jetzt versuche eine Leinwand zu machen oder eine Grafik ohne Absicht sie auch zu verwenden, stehe ich z.B. vor den Problemen keine Aufgabe und keine Orientierung zu haben. Das hat den Umkehrschluss das ich mich an funktionierenden Gestaltungen, siehe deinen Apple Vergleich, orientiere – denn, die ersten Jahre meiner Arbeiten fürs Geld waren inspiriert durch die vorhergehenden Jahre, also das, was ich so frei gemacht habe. Das nutzt sich irgendwann ab, braucht sich auf. Da fängt es dann bei den ersten kreativen Löchern so an, daß Cheffe oder Kollege sagen: Schau doch mal wie andere das lösen, hier sind meine Inspirationsquellen – oder löse es wie bei XXX.
Ganz so dramatisch ist es jetzt natürlich nicht, ich werde immer noch von vielen Dingen inspiriert, die nicht aus der Welt des Grafikdesigns kommen. Aber ich glaube das ich produktiver sein könnte, wenn ich nur die hälfte meiner Zeit, vielleicht ein drittel meiner kreativen Kraft verkaufen müsste. Siehe der „Freizeit Aspekt“ von Adize.
Es liegt glaube ich viel an der „Erziehung“ also an der Schule/Uni/Elternhaus wo man gelernt hat kreativ zu sein und an den Umständen in denen man dann arbeitet, also ob die Agentur Fließbandjobs fordert oder viel Spiel und freie Zeit zulässt.
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mac
Veteran

01.11.08
13:08 Uhr
adize bringt´s auf den punkt. ein problem ist es, wenn sich ideen und inspirationen aus dem grafikdesign selbst generieren. dann dreht sich vieles ganz zwangsläufig im kreis, geradezu inzestiös ouw mit „das rad neu erfinden müssen oder nicht“ hat das eigentlich gar nichts zu tun. die über blanke deko hinaus gehende relevanz einer gestaltung ergibt sich eher über impulse, die man aus anderen disziplinen bekommt. natur, literatur, musik, architektur etc... aber das weiß ja im grunde jeder. man vergisst´s nur leicht und sollte sich öfter dran erinnern.
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ma_
Gast

01.11.08
13:45 Uhr
Editiert: 22.11.08, 17:42 Uhr
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Fabu
Chefetage

01.11.08
16:24 Uhr
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imin
Gast

01.11.08
17:22 Uhr
Mal abgesehen davon, dass Apple nichts mit der Helvetica am Hut hat, eher Myriad aber: Rezeptionsästhetik gab es immer. Wie auch hier schon erwähnt in der Kunst. Das gibt es in der Musik und wieso sollte es im Bereich Design anders sein. Niemand kann gestalten ohne vorher Gestaltung (egal ob schlecht oder gut, egal ob Gefallen oder Nicht-Gefallen) wahrgenommen und konsumiert zu haben. Weiterentwicklung und an Konzepte anschliessen ist bestimmt nicht grundsätzlich schlecht.
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Furanku
Gast

01.11.08
18:03 Uhr
Ich denke das Thema ist echt sehr komplex (aber auch sehr interessant).

Ich möchte an den „neue Ideen“-Faden anknüpfen und finde auch, dass die Studiumszeit die Zeit ist in der man neue eigene Ideen ausprobieren und testen kann. Weil man einerseits die Zeit dafür hat, die Freiheit (keine Chefs und Kunden) und auch den nötigen Input an Inspirationen.
War mir irgendwie auch immer klar, dass danach langsam das geistige Sterben beginnt. Aber einen der drei Punkte oben haben wir auch im Berufsalltag über: Input holen.
Dabei gibts neben Internet echt viele Möglichkeiten wir Bücher, Magazine, Museen, Kino, und und und Das hängt sicher auch mit eigenen Vorlieben zusammen.

Sich an vorhandenen Stilen oder Trends zu orientieren (allerdings nicht 1 zu 1 kopieren) finde ich generell nicht schlecht, solange man das auch nach Nutzen und Usability beurteilt. Ausserhalb von Nutzen und Usability wären wir ja im Kunstbereich, oder?
Wissenschaft und Literatur, Kunst und Film leben ja auch von Zitaten und bauen aufeinander auf. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir alles immer neu erfinden und entdecken müssen. das wäre ja anstrengend. Zitate und Weitergeben sind einfach alte Kulturtechniken und per se nicht schlecht. Ich glaube da spielt immer viel falsche „Gestalter-Eitelkeit“ mit, etwas Originäres und Einzigartiges zu erschaffen. Warum?

Warum nicht gute Sachen aus dem Einen nehmen, gutes aus dem Anderen, eine Prise Eigenes und fertig ist etwas „Erprobtes“, „Verstandenes“ und „Neueres“.
Ich will ja keine Kunst machen, sondern auf den Gebrauch hin arbeiten. Wenn Leute ein Interface (ich mache Interfaces) benutzen, ohne lange Nachzudenken wie es geht, dann ist es gut.
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Furanku
Gast

01.11.08
18:06 Uhr
Spoiler (anzeigen):

Oh lese gerade den Threadtitel wieder - Trend (Grafik). Okay ich geb zu am Thema vorbeigeschlittert. hm
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ma_
Gast

01.11.08
18:35 Uhr
Editiert: 22.11.08, 17:42 Uhr
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jonas.b
Veteran

01.11.08
19:20 Uhr
Ohne Wiederholungen, Trends und Nachahmer würde Innovation gar nicht existieren.
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rea
Überläufer

02.11.08
01:10 Uhr
Sehr interessantes Thema.

Was ich halt bemängelt hatte das sich selbst in den freien und künstlerischen Arbeiten so extrem gerade „angesagtes“ finden lässt.

Das ist glaube ich nicht nur eine Frage der Zeit - aber auch. Heute gehen per Found, flickr und Co solche Trends sehr schnell um die Welt und vieles ist „gleichgeschaltet“ - früher waren lokale Eigenheiten noch viel ausgeprägter - Ich finde es ja immer faszinierend, wie Kunsthandwerk- Historiker aufgrund dieser lokalen Eigenheiten 300 Jahre alte Möbel einer bestimmten Gegend zuordnen können.

in 300 Jahren findet man Ikeamöbel, die keinen Aufschluss mehr über die Tradition einer bestimmten Gegend geben können.

Umgekehrt zeigen diese lokalen Eigenheiten aber auch, dass sich die Menschen immer an ihrer Umgebung orientiert haben - nur war die „Umgebung“ damals eben das nächste Dorf und nicht das Internet.

Auch wenn man sich etwas mit Kunstgeschichte befasst, sieht man, dass zB. im Kreis um Picasso auch andere so gemalt haben wie Picasso, oder Picasso in seiner frühen Phase auch mal so gemalt hat wie die Pointilisten ect.

Meist werden einzelne Maler/Künstler/Designer bekannt für eine Richtung, die bei näherer Betrachtung gar nicht „ihre Idee“ war, sondern die eine ganze Gruppe zusammen in gegenseitiger Beeinflussung entwickelt hat.

Schaut man sich einzelne bekannte Vertreter des „Schweizer Grafikdesign“ an, beispielsweise Armin Hofman, findet man das beeindruckend. Sieht man sich dann aber x weitere Vetreter dieser Zeit und Stilrichtung an, fragt man sich auch mal: wie konnte damals ein Plakat in diesem Stil überhaupt noch auffallen, wenn die meisten rundherum genauso aussahen?
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awek
Gast

02.11.08
04:11 Uhr
rea, ich glaube, du triffst es ganz gut.

da es schon spät ist, nur schnell ein paar gedanken:

> einer von hundert/tausend gestaltern wird es mal schaffen, mit einer idee den zahn der zeit zu treffen und damit aufzufallen, also, etwas zu erschaffen, was viele erreichen und bewegen wird. der rest hängt hinterher oder arbeitet dafür vergessen zu werden.

> arbeiten unter extremen zeitdruck. hopphopp, mach ein plakat und drei entwürfe. bis morgen. wenn man sich mit seinen ideen nicht auseinandersetzen kann, dann kann man sie auch nicht vertiefen, überdenken und ausarbeiten. dann wird halt schnell ein verlauf drauf gepackt und gut ist. es wird ja funktionieren. gute ideen brauche etwas zeit und müssen einer längeren betrachtung stand halten.

wenn einfach nur was abgeliefert werden muss, dann kommt auch gerne mal blödsinn bei raus.

Spoiler (anzeigen):

leuchtturm
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ma_
Gast

02.11.08
08:59 Uhr
Editiert: 22.11.08, 17:42 Uhr
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Fabu
Chefetage

02.11.08
11:50 Uhr
Passend zum Thema: Inspired-Inspirers

Inspired-Inspirers is a place for people who inspire the world to show us who inspires them.
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julie
Veteran

02.11.08
12:00 Uhr
Oder hier:

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alexxxus
Veteran

02.11.08
12:42 Uhr
Ein Trend ist übrigens eine längerfristige Entwicklung. Einem Trend kann sich grundlegend niemand entziehen. Der Mensch wird dazu viel zu stark von seiner ihn umgebenden Umwelt gehandelt. Der Kram, von dem wir hier meist ausgehen, z.B. Spiegelungen, 45° Linien usw. sind eher als Mode, nämlich eine eher kurzfristige Erscheinung, einzustufen.
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ma_
Gast

02.11.08
22:45 Uhr
Editiert: 22.11.08, 17:42 Uhr
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