Whopper® Virgins

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Burger King reiste in Gegenden fernab der Fastfood-Kultur und legte Einheimischen Hamburger vor die Nase.

http://www.whoppervirgins.com ()

Anfangs fand ich die Idee toll. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto abartiger finde ich es. Irgendwie.
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Mister Ad
Werbung
Schon mal bei Saturn, DaWanda oder notebooksbilliger.de geguckt? Vielleicht wirst du dort fuendig.

 
Ah, okay, gibt's bereits in „gute Werbung“. Finde ein eigenes Thema aber angebracht.
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Fast Food-Kultur an sich ist abartig.

Und dieser Burgerkreuzug kommt mit religiös motivierter Missionierung bei mir auf eine Widerlichkeitsstufe.
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kulturelle missionierung allerersten grades allerunterster schublade.
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Sehen Sie, das, was Sie da essen ist einer der Hauptgründe dafür,
dass Sie arm und wir reich sind. Wundervoll, nicht wahr?
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Die Aktion an sich abartig, die Idee aber irgendwie witzig – und ich finde das Video auch auf eine gewisse Art interessant.
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Die Aktion ist zwar blöd, aber der Film ist nett gemacht und die Idee hat auch was.

Spoiler (anzeigen):

Außerdem stehts im „gute Werbung“-Topic ouw
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Schlimm.

Vielleicht ist es ja auch ironisch gemeint
und vielleicht ist es sowieso ein Fake
(angesichts der Kostüme und so),
aber ich finde es nicht witzig.
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Ich find es jetzt nicht so schlimm leute zu fragen wie sie essen finden. Nur weil wir uns hier nicht vernünftig ernähren können wird es fast schon als grausam angeschaut irgendwo fast food zu verteilen?

Wie auch immer, ich wäre vorallem gerne beim Making Of dabei gewesen.. Ich kann mir fast nichts interessanteres vorstellen als sowas zu planen und durchzuführen.
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Mighty Mike schrieb am 10.12.08, 19:41 Uhr:

Ich find es jetzt nicht so schlimm leute zu fragen wie sie essen finden. Nur weil wir uns hier nicht vernünftig ernähren können wird es fast schon als grausam angeschaut irgendwo fast food zu verteilen?

word! ich find es schon etwas merkwürdig, wie manche hier peinlich berührt und pekiert sind von so einer aktion. jetzt mal ehrlich. ein bisschen offenheit für eine interessante und neuartige idee hatte ich hier erwartet.
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lol
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ohno
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erklärt euch.

von missionierung kann man ja nicht sprechen. in regionen, in denen es keinen strom gibt (Propangasflaschen für den Grill?) wirds wohl noch etwas dauern bis der erste Burgerking eröffnet wird?
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was gibts da zu erklären? ich finde es scheisse, in solche länder dinge zu tragen, die schon im eigenen hinsichtlich der bedeutung für die kultur und die gesundheit mehr als kritisch beäugt werden. mit dem geld hätte man besseres machen können.
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alexxxus sagts ja bereits und ich frage euch auch noch kurz: findet ihr es tatsächlich neuartig, interessant und innovativ, wenn menschen aus einem reichen industriestaat mit ihrem kultrulosen müllfraß in arme länder mit ernährungsproblemen reisen, um dann daraus wieder nur profit für sich zu schlagen? ich finds ziemlich geschmacklos. im wahrsten sinne des wortes.
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Ich bin jetzt auch nicht übermäßig schockiert.
So wie ich es verstehe, ging es ja vor allem um den Vergleich Whopper/Big Mac. Mit Menschen, die beides noch nie gegessen haben. Und sie sind nicht in die so genannte 3. Welt geflogen, sondern haben sich Regionen ausgesucht, die etwas „dezentral“ liegen.

Und das Ende zeigt meiner Meinung, dass sie über ein gesundes Maß Selbstironie verfügen.

Hätten Sie den Test vor 20 Jahren gemacht, hätten sie ihn mit mir machen können.
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Wertet man die Menschen nicht in einer Form ab wenn man sie als „Hinterwäldler“ darstellt? Sind Länder/Städte mit Burger King und Mc Donalds zivilisierter? Irgendwie habe ich einfach das Gefühl das man die Leute hier vorführt. planlos
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Editiert: 06.11.11, 16:56 Uhr
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Obwohl ich unglaublich genervt, ja angewidert bin von dieser kulturalistischen, moralinsauren und überheblichen Faselei von uberührten, reinen und unschuldigen Kulturen, denen die US-Amerikaner (ie Unterscheidung Konzern - Nationalstaat wird da gar nicht mehr gemacht) ihren Müll aufdrücken (mal ehrlich: so ein Whopper hat mit Sicherheit bessere Nährwerte als der Großteil des Frasses der gezeigten Leutchen) – der Spot ist in der Tat ebenso ekelig. Wie da Unschuld, Authentizität und Reinheit von Kultur konstruiert wird hab sich andererseits aber auch nicht von jedem beliebigen anderem Spot auch im deutschen TV ab.
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q.e.d.
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Ich bin überhaupt nicht schockiert. planlos Burger King wird jetzt mit Sicherheit keine Filiale in besagten Ländern planen - das wär ja Selbstmord in Bezug auf Image und Profit. Es ist ja auch nicht so, dass sie in die dritte Welt geflogen sind. Ich glaube schon, dass man zumindest in Rumänien und Thailand von Burger King und Co. gehört hat - auch wenn man selbst noch nie dort war. Im Endeffekt ist es nur ein Burger. Die „Bauern“ werden keine Trips davongetragen haben.

Vielleicht ist es auch nur ein gut durchdachter viraler Fake. (schonklar)

Das einzige was mich jetzt etwas stört, ist der Umstand, dass einem suggeriert wird, dass Menschen die noch nie einen Burger gegessen haben, kein Teil unserer Gesellschaft sind.

Spoiler (anzeigen):

Ich hätt für den Big King gestimmt ^^
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severin schrieb am 11.12.08, 09:59 Uhr:

Das einzige was mich jetzt etwas stört, ist der Umstand, dass einem suggeriert wird, dass Menschen die noch nie einen Burger gegessen haben, kein Teil unserer Gesellschaft sind.

Das ist lediglich eine Sache der Definition. Gesellschaft umfaßt ja nicht einfach alle Menschen auf der Erde.

Selbstverständlich werden die Menschen jetzt keinen Schock für's Leben erleiden durch diese Erfahrung. Es geht vielmehr darum, daß dieser Spot im Grunde exemplarisch zeigt, wie Menschen zum Konsum geführt werden und daß die Wirtschaft es nicht dulden kann und will, daß sich jemand dem Konsum entzieht. Was zwar aus der internen Systemlogik des Wirtschaftssystems durchaus Sinn macht, ich aber dennoch alles andere als gut finde. Ich kapier eher nicht, wie scheinbar aufgeklärte Menschen hier im Forum so etwas einfach hinnehmen, bzw. die Kritiker noch anmachen. Unser ganzes Leben ist davon durchdrungen und das wird man ja wohl mal kritisch hinterfragen dürfen.
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ich möchte im gesamtzusammenhang noch das thema corporate social responsibility und auch den dazu passenden beitrag von herrn breitenbach erwähnt wissen, letzteren lege ich insbesondere dem kollegen joni ans herz.

und denen, die hier damit argumentieren, dass die kampagne nicht in entwicklungsländern gedreht wurde, sei auch noch der begriff schwellenland erklärt.
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Ich denke nach wie vor, dass es nicht darum ging, Menschen vorzuführen oder zu deklassieren. Der Film zeigt meiner Meinung nach keine „dummen, elenden Bauern“, sondern fröhliche (glückliche) Menschen, die der Selbstbestimmung und Differenzierung durchaus mächtig sind. Wenn jemand einen anderen Eindruck hat, sollte er vielleicht sein eigenes Weltbild mal überprüfen.
Sicher hätte man auch in der westlichen Welt Personen finden können, die die Voraussetzungen erfüllen. Ich kann aber die dramaturgischen Gründe nachvollziehen, sich für einen anderen Weg zu entscheiden.
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Wer hier nicht zumindest schmunzeln musste, der werfe den ersten Stein.
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toller vergleich.
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Patrick schrieb am 11.12.08, 10:51 Uhr:

Der Film zeigt meiner Meinung nach keine „dummen, elenden Bauern“, sondern fröhliche (glückliche) Menschen, die der Selbstbestimmung und Differenzierung durchaus mächtig sind.

Das hat keiner behauptet, zumindest ich sicher nicht. Und das ist auch gar nicht der Punkt. Denn obwohl wir hier alle ebenfalls „selbstbestimmt“ leben, kann sich dem Konsum hier auch kaum einer entziehen. Und wer hier im Übrigen der Meinung ist, er wäre zu unabhängigem Handeln fähig, sollte sich mal ein bisschen in Philosophie schlaumachen und sein Weltbild überprüfen.
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Auch ein Philosophiestudium wird niemanden von seiner Subjektivität befreien.

Für mich hat der Film scheinbar eine andere Qualität, weil ich versuche, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Wenn ich Ihnen diesen Status aberkenne und sie im Extrem mit Tieren im Zoo gleichsetze, kann ich die Aufregung durchaus verstehen.

Man kann den Machern natürlich vorwerfen, dass die hier stattfindende Kontroverse sicher vorhersehbar war und in Kauf genommen wurde respektive beabsichtigt war.
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Editiert: 06.11.11, 16:56 Uhr
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Patrick schrieb am 11.12.08, 12:52 Uhr:

Auch ein Philosophiestudium wird niemanden von seiner Subjektivität befreien.

Für mich hat der Film scheinbar eine andere Qualität, weil ich versuche, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Wenn ich Ihnen diesen Status aberkenne und sie im Extrem mit Tieren im Zoo gleichsetze, kann ich die Aufregung durchaus verstehen.

Man kann den Machern natürlich vorwerfen, dass die hier stattfindende Kontroverse sicher vorhersehbar war und in Kauf genommen wurde respektive beabsichtigt war.

Das habe ich wiederum ebenfalls nie behauptet. Aber um seine Sebjektivität zu wissen ist schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wobei es mir primär um Motive und nicht um Sichtweisen ging.

Wenn Du in irgendein Land gehen würdest und dort mit den Menschen im Dialog kulturelle Differenzen, unabhängig von deren Qualität, erörtern und vielleicht einen Dokumentarfilm darüber drehen, dann hätte das doch ein ganz andere Qualität. Aber hinter diesem Film steckt mehr, es stecken Absichten dahinter, die ich eher kritisch sehe. Aber irgendwie scheinst Du nicht zu begreifen, dass sich alles im inustriellen System nur um Geld dreht. Das ist kein schönes Motiv meiner Meinung nach und ein verdammt schlechter Start für kulturelle Beziehungen. Klar machen sich die Menschen da jetzt keinen Kopf darüber. Aber es geht mir eben um das, was dahintersteht.
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